Diplomatie · Havanna, Washington und Peking

US-Sanktionen gegen Kubas Elektronik- und Energiesektor treffen zwei chinesische Zulieferer

Das US-Finanzministerium und das Außenministerium haben am Donnerstag, 5. November, kubanische Personen, Unternehmen und Schiffe auf die Sanktionslisten gesetzt. Ziel sind Kubas Elitenetzwerke, der Öltransport und militärische Zulieferer, darunter zwei chinesische Firmen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTP, Spiegel Online, AP NEWS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Havanna, Washington, Peking · Kuba, Vereinigte Staaten, China
Wie es dazu kam
  1. Ende Januar 2026Trump droht mit Zöllen gegen jedes Land, das Öl an Kuba verkauft oder liefert
  2. Ende September 2026Die USA kündigen härtere Sanktionen gegen Kuba an
  3. Woche des 26. Oktober 2026Die UN-Generalversammlung verurteilt das US-Embargo zum 34. Mal
  4. 5.11.Finanz- und Außenministerium setzen kubanische und chinesische Ziele auf die Sanktionslisten

Eine neue Runde von US-Sanktionen

Die Vereinigten Staaten weiteten am Donnerstag, 5. November 2026, ihren Feldzug gegen Kuba aus: Eine Feststellung ebnet den Weg für Sanktionen in mehreren entscheidenden Sektoren, darunter Elektronik, verarbeitendes Gewerbe, Schifffahrt und Technologie. Erstmals reichen die Maßnahmen bis zu chinesischen Unternehmen, die die kubanischen Streitkräfte beliefern. Die Sanktionen sind Teil eines breiteren Bestrebens von Präsident Donald Trump und seinen Verbündeten, einen Regierungswechsel in Havanna zu erzwingen, während die Insel mit einer sich verschärfenden Wirtschafts- und Energiekrise kämpft. Die Angaben in den einzelnen Verlautbarungen weichen voneinander ab: AP berichtet von acht Einrichtungen und zwei Personen, El País von acht Unternehmen, zwei Personen und fünf blockierten Schiffen, Europa Press nennt zwei Personen, fünf Unternehmen und zwei Schiffe in den Designationen des Finanzministeriums.

Personen und Unternehmen auf der Liste

Any Rodríguez Lastres ist eine der beiden sanktionierten Kubaner; Spiegel, Digi24 und VRT beschreiben sie als Tochter von Ania Guillermina Lastres Morera, Leiterin des militärisch kontrollierten Konglomerats Gaesa. Europa Press nennt stattdessen eine Brigadegeneral Any Lastres Morera als Person an der Spitze von Gaesa. Bei der zweiten Person handelt es sich um einen Mann, den Europa Press als Guillermo Faustino Rodríguez identifiziert und mit Gaesa in Verbindung bringt, während El País Guillermo Rodríguez López-Calleja nennt, der einem Netzwerk zugerechnet wird, das Erdölprodukte auf dem Seeweg transportiert. Die kubanischen Staatsfirmen Tecnosime und Cubaelectrónica stehen auf der Liste, ebenso Internacional Marítima, Petromarca und das in Panama ansässige Unternehmen Tentacool. Washington wirft den chinesischen Firmen CEIEC und Beijing H&C Technologies vor, über die lokale Firma Duna militärische Komponenten und Sicherheitsausrüstung an die kubanischen Streitkräfte zu liefern. Gaesa selbst war bereits Anfang 2026 sanktioniert worden.

Schiffe und die Öl-Zange

Das Finanzministerium blockierte zwei Schiffe unter kubanischer Flagge: die Emilia, die Flüssigerdgas transportiert, und die Gloria C, einen Chemikalientanker. Das Außenministerium setzte Caroil Transport Marine auf die Liste, ein nach eigener Darstellung auf Zypern ansässiges Unternehmen, das Tanker unter kubanischer Flagge betreibt, sowie die Schiffe Maria Cristina, Esperanza und Lourdes. El País zufolge werden fünf Schiffe als blockiertes Eigentum eingestuft, was ihre Übertragung, ihren Verkauf oder ihre Nutzung ohne eine spezifische US-Genehmigung untersagt. Die Maßnahmen treffen eine Insel, die bereits unter Ölmangel leidet. Ende Januar 2026 drohte Trump mit Zöllen gegen jedes Land, das Öl an Kuba verkauft oder liefert, und AP berichtet, dass die täglichen Stromausfälle inzwischen 24 Stunden überschreiten, während das Netz verfällt und die Treibstoffreserven sinken. Spiegel nennt es Kubas schwerste Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Peking und die UN-Abstimmung

Am Freitag, 6. November, wies der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, die Sanktionen gegen die beiden chinesischen Unternehmen auf einer Pressekonferenz zurück. Er sagte, die Zusammenarbeit zwischen China und Kuba sei offen und transparent, und Peking lehne einseitige Sanktionen sowie die extraterritoriale Anwendung von US-Maßnahmen ab. Guo ging auf die Vorwürfe nicht direkt ein und sagte auch nicht, welche Schritte Peking unternehmen würde; das Ministerium warnte jedoch, es werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Rechte und Interessen seiner Unternehmen zu schützen. Die Sanktionen kommen kurz nachdem die UN-Generalversammlung in der Woche des 26. Oktober 2026 das US-Embargo zum 34. Mal verurteilt hat. AP berichtet, die US-Kampagne zur Beeinflussung dieser Abstimmung habe dazu geführt, dass mehrere Länder erstmals dagegen stimmten oder sich enthielten.

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