
Hunderte Feuerwehrleute bekämpfen 225 Hektar großen Waldbrand in Aude nahe der Festung Puilaurens
Die Rettungskräfte im Département Aude setzten 350 Feuerwehrleute und Flugzeuge ein, um einen Brand zu bekämpfen, der 225 Hektar Vegetation nahe Puilaurens verbrannte, was vorsorgliche Evakuierungen auslöste und zwei Einsatzkräfte verletzte.
Brandausbruch und Geländeschwierigkeiten
Der Waldbrand begann am Freitag, 4. September 2026, gegen 16:00 Uhr in der Gemeinde Puilaurens, etwa 50 Kilometer südlich von Carcassonne gelegen. Am Freitagabend hatte sich der Brand über 150 Hektar Vegetation auf steilem, felsigem Gelände in der Nähe von Axat ausgebreitet. Bodenmannschaften und Lufteinheiten stoppten die schnelle Ausbreitung über Nacht, als die Luftfeuchtigkeit zunahm und die Temperaturen sanken. Bis Samstagmorgen, 5. September, hatte die verbrannte Fläche 225 Hektar erreicht, und der Umfang blieb den ganzen Tag über stabilisiert. Beamte bestätigten, dass zwei Feuerwehrleute bei den ersten Einsatzmaßnahmen leichte Verletzungen erlitten.
- Brand entsteht in der Gemeinde Puilaurens und führt zu sofortigen Boden- und Luftmaßnahmen.
- Flammen bedecken 150 Hektar; 32 Einwohner von Lavagnac und Schlossbesucher werden evakuiert.
- Die verbrannte Fläche wächst auf 225 Hektar, während 330 Feuerwehrleute in steilem Gelände eingesetzt werden.
- Einsatzkräfte bauen 5,5 Kilometer Zugangswege; ein separater Brand beginnt in Cailla.
- Die Präfektur meldet, dass der 225-Hektar-Brand stabilisiert ist; alle Evakuierten kehren zurück.
Notfallmobilisierung und Zugangsmaßnahmen
Ein Aufgebot von 350 Feuerwehrleuten, 30 Gendarmen und 100 Einsatzfahrzeugen blieb am Samstag im gesamten Sektor mobilisiert. Zu den Luftoperationen gehörten zwei Dash-Löschflugzeuge, zwei Canadair-Flugzeuge und zwei Hubschrauber, die Abwürfe in unzugänglichen Gebieten durchführten. Am Freitagabend hatten sieben Canadairs, zwei Dash-Flugzeuge und ein Hubschrauber vor Einbruch der Dunkelheit etwa 60 Luftabwürfe absolviert. Verstärkung traf aus benachbarten Départements ein, darunter Hérault und 122 Feuerwehrleute aus den Pyrénées-Orientales, die auch angrenzende Sektoren bei Caudiès-de-Fenouillèdes überwachten. Bodenmannschaften legten 5,5 Kilometer Notfallwege an, um aktive Hotspots im unwegsamen Gelände zu erreichen.
Die Regionalverwaltung beschrieb die operativen Hürden, auf die die Einsatzkräfte entlang der felsigen Bergkämme stießen:
Obwohl der Brand eine geringe Virulenz aufweist, ist er weiterhin sehr schwer zugänglich, was die Arbeit der Feuerwehrleute besonders beschwerlich macht.
Evakuierungen und Schutz des Kulturerbes
In der Freitagnacht fanden vorsorgliche Evakuierungen statt, bei denen 32 Einwohner des Weilers Lavagnac vorübergehend umgesiedelt wurden. Die Behörden räumten auch das Schloss von Puilaurens, eine mittelalterliche Festung, die Ende Juli in die UNESCO-Welterbeliste als eine von sieben königlichen Festungen des Languedoc aufgenommen wurde. Die Behörden bestätigten am Samstagabend, dass keine Wohngebäude beschädigt wurden und die Festung geschützt blieb. Alle evakuierten Bewohner konnten am Samstagnachmittag in ihre Häuser zurückkehren, da die aktiven Fronten von besiedelten Gebieten ferngehalten wurden.
- 4. September, Abend
- 150 ha
- 5. September, Morgen
- 225 ha
- 5. September, Abend
- 225 ha
Wetterrisiken und Sekundärausbruch
Die Wetterbedingungen erschwerten die Eindämmungsbemühungen im gesamten Département, das eines von sieben französischen Départements war, für das bis Sonntag eine orangefarbene Hitzewellenwarnung galt. Die Temperaturen in Puilaurens erreichten am Samstagnachmittag 34 Grad Celsius bei trockenen Winden und ausgetrockneter Vegetation. Die Rettungsdienste führten über Nacht bis Sonntag, den 6. September, eine kontinuierliche Überwachung durch, um Aufflammen zu verhindern. Ein separater Brand brach am Samstag in der nahegelegenen Gemeinde Cailla aus, etwa zehn Kilometer von Puilaurens entfernt, und erforderte sofortiges Eingreifen von Bodenfeuerwehrleuten und Canadair-Flugzeugen, um eine Ausbreitung auf nahegelegene Bauernhöfe zu verhindern.
Die Bäuerin Aurélie Carbonell beobachtete den neuen Brandherd genau von ihrem Grundstück aus:
Ich sah das Feuer, den Rauch, und ging mit den Feuerwehrleuten hoch, um zu sehen, ob es schlimm war. Ich bin Landwirtin direkt darunter und möchte daher sehen, ob das Feuer nicht herunterkommt, um zu entscheiden, ob ich meine Kühe evakuieren muss oder nicht.

