
Waldbrand im Collserola-Park in Barcelona verbrennt 25 Hektar und hält 15.000 Anwohner in Hausarrest
Rettungskräfte haben am Dienstagnachmittag fast 15.000 Bewohner von Torre Baro und Ciutat Meridiana angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben, während sich ein Waldbrand über 25 Hektar Buschland im Naturpark Collserola ausbreitete.
Notfallmaßnahmen und Eindämmung
Das Feuer brach am Dienstag gegen 15:20 Uhr in einer Buschlandzone nahe der Straße Alta de Roquetes aus, angrenzend an das Viertel Canyelles im Bezirk Nou Barris von Barcelona. Die Flammen bewegten sich bergauf in Richtung des nördlichen Rands des Naturparks Serra de Collserola in Richtung Sant Cugat und erzeugten eine dicke Rauchsäule, die in der ganzen Hauptstadt sichtbar war. Nach vorläufigen Einschätzungen der katalanischen Umweltpolizei (Agents Rurals) verbrannte der Brand etwa 25 Hektar Waldfläche. Der Stadtrat von Barcelona aktivierte die Alarmphase seines kommunalen Waldbrandaktionsplans und koordinierte städtische Einsatzkräfte mit regionalen Einheiten. Um 17:30 Uhr umfasste der gemeinsame Einsatz 39 Löschfahrzeuge: 14 der Feuerwehr Barcelona und 25 der Bombers de la Generalitat. Das regionale Aufgebot bestand aus 19 Bodeneinheiten, spezialisierten GRAF-Taktikteams und sechs Luftfahrzeugen, darunter Löschflugzeuge und Hubschrauber. Die Einsatzkräfte konzentrierten ihre primären Löschbemühungen auf die rechte Flanke, um eine Ausbreitung des Feuers tiefer in den Park zu verhindern.
- Waldbrand entzündet sich im Buschland nahe der Straße Alta de Roquetes
- Notruf 112 registriert 380 eingehende Alarmrufe
- Barcelona aktiviert städtischen Plan mit 17 eingesetzten Einsatzfahrzeugen
- Einsatz erweitert auf 39 Löschfahrzeuge am Boden und in der Luft
Ausgangssperren und Verkehrseinschränkungen
Protecció Civil aktivierte den Infocat-Notfallplan in der Alarmphase und versendete direkte ES-Alert-Nachrichten an Mobiltelefone im gesamten Norden Barcelonas. Die Anordnung verfügte eine präventive Ausgangssperre für fast 15.000 Anwohner in den Vierteln Torre Baro und Ciutat Meridiana. Die Behörden wiesen die Anwohner an, in ihren Häusern zu bleiben, Fenster und Türen abzudichten und nicht in Richtung des Brandgebiets zu reisen, um die Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten.
Schließen Sie Türen und Fenster und gehen Sie nicht auf die Straße. Im Notfall wählen Sie 112.
Die Notrufzentrale 112 verzeichnete bis 15:45 Uhr 380 Notrufe und registrierte letztlich 1.074 Anrufe, als sich die Rauchwolke über den nördlichen Himmel ausbreitete. Um einen schnellen Zugang für Einsatzfahrzeuge zu ermöglichen, sperrte die Guardia Urbana drei wichtige Verkehrsadern: die Straße, die Horta mit Cerdanyola del Valles verbindet, die Zufahrtsstraße zum Friedhof Collserola und die Straße Alta de Roquetes. Die Stadtbehörden gaben außerdem offizielle Warnhinweise an alle angrenzenden Gemeinden rund um das Collserola-Gebirge heraus.
Reaktion der Anwohner in Torre Baro
Bewohner der Hanglagen von Torre Baro erlebten dichten Rauch, während wechselnde Winde die Wolke in Richtung der Wohngebiete drückten. Auf Empfehlung der Gemeindeverwaltung und der Nachbarschaftsvereine befeuchteten Anwohner die Grundstücksgrenzen mit Gartenschläuchen. Die Einsatzkräfte wiesen Bauarbeiter, die entlang der Llerona-Straße Kabel vergruben, an, schwere Maschinen sofort abzuschalten, um die Zufahrtswege freizuhalten.
Es ist das erste Mal, dass wir wegen eines Feuers in Hausarrest sind.
Der Anwohner Luis Bonilla berichtete, dass Streifenwagen der Guardia Urbana mit Sirenen und Megafonen durch das Viertel fuhren und die Menschen aufforderten, in ihren Häusern zu bleiben. Eine andere Anwohnerin, Isabel Cano, die sich mit ihrer Mutter in Hausarrest begab, erklärte, dass sie den Rauchgeruch zunächst für nahegelegene Nachbarschaftsgrills hielt, bevor sie die aufsteigende Rauchsäule über dem Bergrücken sah.
Geschichte der Waldbrände in Collserola
Der Vorfall am Dienstag ist der zweite Waldbrand im Collserola-Gebirge im August 2026. Am 14. August verbrannte ein vorsätzlich gelegtes Feuer im Gebiet Sant Pere Martir etwa 10 Hektar Wald und zwang die Anwohner des Viertels Can Caralleu zu einer präventiven Ausgangssperre. Die Guardia Urbana nahm daraufhin einen mutmaßlichen Brandstifter im Zusammenhang mit diesem früheren Vorfall fest. Während der Einsätze am Dienstag setzten die Agents Rurals außerdem vorsorgliche Biosicherheitsprotokolle hinsichtlich der Afrikanischen Schweinepest im gesamten Naturparkgebiet durch.
- Sant Pere Martir (14. August)
- 10 Hektar
- Nou Barris (25. August)
- 25 Hektar

