
Waldbrand in Cáceres verbrennt 1.600 Hektar und zwingt 700 Menschen zur Evakuierung
Ein Waldbrand in der Region Las Hurdes in Cáceres verbrannte 1.600 Hektar Kiefernwald, was die Evakuierung von 700 Bewohnern aus zehn Weilern und die Mobilisierung von 200 Einsatzkräften zur Folge hatte.
Ausbruch und schnelle Eskalation
Ein Waldbrand brach am Dienstag, 18. August 2026, um 14:50 Uhr in der Gemeinde Pinofranqueado in der Region Las Hurdes in Cáceres aus. Der Brand entstand nahe dem Weiler Robledo und breitete sich schnell durch dichtes Kieferngelände aus, was die Behörden veranlasste, innerhalb weniger Minuten die Warnstufen anzuheben. Die regionalen Notfallbehörden aktivierten um 14:54 Uhr die Stufe 1 des Plans Infoex, da sich das Feuer besiedelten Gebieten und ländlichen Anwesen näherte. Abel Bautista, der regionale Vizepräsident und Minister für Inneres und Notfälle, erklärte um 15:30 Uhr die operative Situation 1 im Rahmen des Zivilschutzsystems Infocaex. Die anhaltende Ausbreitung zwang die Behörden, den Notstand am Dienstagnachmittag um 16:30 Uhr auf die operative Situation 2 zu erhöhen.
- Waldbrand entzündet sich in der Gemeinde Pinofranqueado
- Plan Infoex erklärt Gefahrenstufe 1 aufgrund der Bedrohung von nicht forstwirtschaftlichen Gütern
- Operative Situation 1 unter Infocaex erklärt, während Avellanar mit der Evakuierung beginnt
- Infocaex erhöht auf operative Situation 2 im gesamten Bezirk
- Junta de Extremadura bestätigt 1.600 verbrannte Hektar und 700 evakuierte Menschen
Evakuierungen in Las Hurdes
Die vorrückenden Flammen führten zu weitreichenden Evakuierungen in der bergigen Region. Zivilschutzbehörden verschickten Notfallwarnungen über das mobile Benachrichtigungssystem Es-Alert und forderten die Bewohner auf, ihre Häuser sofort zu verlassen. Rund 700 Bewohner wurden aus zehn verschiedenen Weilern evakuiert, darunter Horcajo, Avellanar, Erías, Castillo, El Gasco, Martilandrán, Aldehuela, La Fragosa, Robledo und Cerezal. Die Regionalbehörden setzten Busse ein, um Bewohner ohne eigene Fahrzeuge abzuholen, und leiteten die Evakuierten zur Studentenresidenz Gregorio Marañón in Caminomorisco. Zusätzlich evakuierten Notfallteams El Cottolengo, eine spezialisierte Wohltätigkeitseinrichtung für Menschen mit schweren Behinderungen. Alle 34 Bewohner des Pflegezentrums wurden in das Centro Sociosanitario in Plasencia und die Einrichtung Hermanitas de los Pobres verlegt.
Nächtliche Löscharbeiten
Bis Mittwochmorgen, 19. August 2026, hatte der Waldbrand schätzungsweise 1.600 Hektar Kiefernwald vernichtet. Die Feuerwehrleute standen am Dienstagnachmittag vor großen Hindernissen, als das Feuer eine große Rauchsäule und eine Pyrocumulus-Wolke an steilen Hängen erzeugte. In der Nacht besserten sich die Bedingungen, da die Winde nachließen und die Umgebungstemperaturen in der Region sanken. Eine nächtliche Mannschaft von 150 Bodenkräften konnte die offenen Fronten im schwierigen Gelände eindämmen. Die Notfallbehörden gaben an, dass weitere Evakuierungen in Richtung der Gemeinden Casares oder Nuñomoral ausgeschlossen seien, sofern sich die Windmuster nicht ändern und die Flammen in diese Richtungen treiben. Ein weiterer Rückgang der Tagestemperaturen am Mittwoch wird voraussichtlich die Eindämmung und Stabilisierung unterstützen.
Koordination und Ressourcen mehrerer Behörden
Die Notfallmanagement-Einsätze wurden bis Mittwochmorgen auf rund 200 Einsatzkräfte und 26 Luftfahrzeuge ausgeweitet. Zu den vor Ort eingesetzten Spezialeinheiten gehören der Infoex-Dienst von Extremadura, Einheiten der Militärischen Notfalleinheit aus Torrejón de Ardoz sowie Personal des Ministeriums für den ökologischen Wandel. Sie arbeiten zusammen mit SEPEI-Feuerwehrleuten des Provinzrats von Cáceres, der Guardia Civil und regionalen Verstärkungen des INFOCYL-Dienstes von Kastilien und León. Bei den Bodeneinsätzen kommen 13 Waldbrandbekämpfungseinheiten, 4 Schwerlastgeräteeinheiten, 4 Umweltbeauftragte und 5 Löschtechniker zum Einsatz. Die Regionalregierung richtete einen erweiterten Einsatzleitposten in der APIHURDES-Genossenschaftseinrichtung in Pinofranqueado ein, um die Boden- und Luftmanöver zu leiten. Die Einsatzleiter forderten die Bürger auf, die Einsatzstraßen nicht zu blockieren, und verboten private Drohnenflüge über dem Gebiet.


