Konflikte · Washington, Teheran und Straße von Hormus
USA und Iran unterzeichnen Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges, doch Israel kämpft im Libanon weiter und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bleibt eingefroren
Ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges wurde von Washington und Teheran unterzeichnet, doch israelische Truppen bleiben im Südlibanon, eine Drohnenattacke dort tötete einen Mann, und der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus liegt weiterhin kaum über einstelligen Zahlen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SRF News, ZEIT ONLINE, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die USA und der Iran unterzeichneten unter Vermittlung Pakistans eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges an allen Fronten, einschließlich des Libanon, und vereinbarten, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen auszuhandeln.
Israelische Streitkräfte bleiben in einer Sicherheitszone südlich des Litani-Flusses aktiv, und eine tödliche Drohnenattacke traf den Südlibanon Stunden nach der Unterzeichnung; Israel verhandelt mit Washington über den Verbleib seiner Truppen.
Die täglichen Durchfahrten durch die Straße von Hormus bleiben bei 4–15, verglichen mit einer Friedensnorm von über 100; Hapag-Lloyd besteht auf Sicherheitsgarantien, bevor es seine Schiffe durchschickt.
IAEO-Generaldirektor Grossi bestätigte, dass die Agentur dabei helfen wird, festzulegen, welche iranischen Anlagen im Rahmen des endgültigen Abkommens inspiziert werden sollen.
Peking bezeichnete das Memorandum als positiven Schritt, forderte rationale Verhandlungen in der zweiten Phase und versprach, weiterhin eine aktive und konstruktive Rolle zu spielen.
- 18.06.Absichtserklärung unterzeichnet; sofortige Einstellung der militärischen Aktivitäten an allen Fronten
- 18.07.USA müssen Seeblockade iranischer Häfen innerhalb von 30 Tagen aufheben
- 17.08.Frist zur Aushandlung und zum Abschluss eines endgültigen Abkommens (60 Tage, verlängerbar)
Das Abkommen und seine Bedingungen
Die Vereinigten Staaten und der Iran unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Beendigung ihres Krieges, wie der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif als Vermittler bestätigte. Ein von einem hochrangigen US-Vertreter eingesehener und vom Weißen Haus veröffentlichter unklassifizierter Text legt sechs Absätze dar: eine sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Aktivitäten an allen Fronten, einschließlich des Libanon (Absatz 1); gegenseitige Achtung der Souveränität und Nichteinmischung (2); die Verpflichtung, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen auszuhandeln, das durch Zustimmung verlängert werden kann (3); eine US-Verpflichtung, die Seeblockade iranischer Häfen sofort zu beginnen und innerhalb von 30 Tagen abzuschließen, während der Iran die Schifffahrt durch die Straße von Hormus „im Verhältnis zum Vorkriegsverkehr“ wiederherstellt (4); eine iranische Zusage, die sichere Durchfahrt zu gewährleisten und jede Störung des Hormus-Schiffsverkehrs zu unterlassen (5); und eine Vereinbarung zur Einrichtung eines gemeinsamen Verifikationsmechanismus sowie zur Einladung der IAEO zur Teilnahme an technischen Gesprächen über die Umsetzung (6).
„Teheran wird die Straße von Hormus sofort wieder öffnen, und die USA werden die Seeblockade iranischer Häfen sofort aufheben.“
Die Umsetzung beginnt, doch auf dem Wasser ändert sich wenig
Trotz Absatz 4 blieb die Meerenge ruhig. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) erklärte, er könne keinen signifikanten Anstieg des Verkehrs feststellen; die bestätigten Durchfahrten lägen weiterhin im „einstelligen bis niedrigen zweistelligen“ Bereich, verglichen mit einem normalen Friedensdurchschnitt von über 100 Passagen pro Tag. Die maritime Datenfirma Kpler zählte bis zum frühen Donnerstagnachmittag vier Durchfahrten, am Mittwoch sechs und am Dienstag 14; die Internationale Seeschifffahrtsorganisation der UNO schätzte 15 Passagen am Dienstag. Windward meldete sieben Frachter, die am Vormittag durch die Meerenge unterwegs waren, sowie weitere Schiffe, die sich vom Persischen Golf in Richtung des Engpasses bewegten.
- 2026-06-16
- 14 Durchfahrten
- 2026-06-17
- 6 Durchfahrten
- 2026-06-18
- 4 Durchfahrten
Daten aus dem Artikeltext
Hapag-Lloyd, Deutschlands größte Containerreederei, teilte der dpa mit, sie bereite ihre vier gecharterten Schiffe im Persischen Golf auf eine Hormus-Durchfahrt vor, werde aber „erst segeln, wenn es sicher ist“. Das Unternehmen nannte keinen Zeitplan. Der VDR warnte, dass selbst nach der Wiedereröffnung der Wasserstraße die Normalisierung Zeit brauchen werde, da Versicherer ihre Policen anpassen müssten und Produktionsanlagen am Golf beschädigt seien. Rund 45 deutsche Schiffe bleiben in der Region festsitzen.
Israel lehnt die Libanon-Klausel ab
Nur Stunden nach der Unterzeichnung des Memorandums wurde ein Mann getötet und ein weiterer schwer verletzt, als eine israelische Drohne ein Auto in Kfar Tebnit im Südlibanon angriff, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete. Das israelische Militär bestätigte, dass seine Streitkräfte noch immer in einer etwa zehn Kilometer tiefen Sicherheitszone südlich des Litani-Flusses operieren, und erklärte, der Einsatz sei durch „operative Erfordernisse“ gerechtfertigt.
„Die Truppen bleiben in ihrem zugewiesenen Einsatzgebiet stationiert.“
Zwei israelische Beamte, einer davon als enger Vertrauter von Premierminister Benjamin Netanyahu beschrieben, sagten Reuters, dass Israel sich in „zähen Verhandlungen“ mit Washington befinde, um seine Soldaten südlich des Litani zu belassen, und nicht nachgeben werde. Der Ausgang, so ein Quelle, hänge davon ab, ob Präsident Donald Trump Konsequenzen androhe, falls Israel die Forderung des Abkommens ignoriere, die territoriale Integrität und Souveränität des Libanon zu gewährleisten.
Diplomatie und Inspektionen
IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi erklärte in Genf, die Agentur werde an den Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen teilnehmen und müsse nun klären, welche iranischen Anlagen ihre Inspektoren untersuchen sollten. Technische Gespräche über die konkrete Umsetzung stünden unmittelbar bevor.
„Jetzt müssen wir unter anderem klären, welche iranischen Anlagen von den Inspektoren der Agentur inspiziert werden sollen.“
Peking begrüßte das Memorandum als „von positiver Bedeutung für die Deeskalation der Lage und die Konsolidierung des Waffenstillstands“ und forderte alle Parteien auf, die Verhandlungen der zweiten Phase mit einer „rationalen und pragmatischen Haltung“ anzugehen. China erklärte, es werde weiterhin eine aktive und konstruktive Rolle spielen.
Reaktionen und die Frage des Wiederaufbaus
Präsident Trump griff auf Truth Social Kritiker des Abkommens an, nannte sie „neidisch, unehrlich oder dumm“ und verwies auf steigende Aktienmärkte und fallende Ölpreise. Einige US-Medien hatten ihm zuvor vorgeworfen, übermäßige Zugeständnisse an Teheran gemacht zu haben, insbesondere im Hinblick auf das Atomprogramm.
Der Sicherheitsexperte Frank Umbach sagte n-tv, die Bedeutung des Abkommens sei noch unklar und die iranische Führung werde „Schlupflöcher offenhalten“. Wiederaufbaugelder, die in den Iran flössen, würden, so warnte er, in militärische Wiederaufrüstung des Landes umgesetzt. Der deutsche Verteidigungsminister erklärte, die Marine sei bei Bedarf für eine Hormus-Mission bereit, während das Schweizer Außenministerium bestätigte, es werde sein für Freitag geplantes Treffen auf dem Bürgenstock dennoch abhalten.
„Vieles ist noch unklar, und die iranische Führung wird Schlupflöcher offenhalten.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SRF NewsKrieg im Nahen Osten - Erklärung unterzeichnet +++ EDA hält an Schweiz-Treffen fest
- ZEIT ONLINEKrieg in Nahost: Schiffsverkehr durch Straße von Hormus weiter verhalten
- N-tvIran-Krieg im Liveticker: +++ 14:39 Israelisches Militär trotz Abkommen im Südlibanon weiter im Einsatz +++
- N-tvVerhandlungen mit den USA: Israel will Truppen wohl im Libanon belassen - trotz Rahmenabkommen
- Donald Trump
- US-Präsident, der das Rahmenabkommen mit dem Iran unterzeichnete und es gegen Kritiker verteidigte
- Massud Peseschkian
- Iranischer Präsident, der das Rahmenabkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnete
- Shehbaz Sharif
- Pakistanischer Premierminister und Vermittler, der die Unterzeichnung bestätigte
- Benjamin Netanyahu
- Israelischer Premierminister, dessen Büro sich nicht äußerte; seine Regierung strebt den Verbleib von Truppen im Libanon an
- Rafael Grossi
- IAEO-Generaldirektor, der die Beteiligung der Agentur an den Verhandlungen über das endgültige Abkommen ankündigte
- Frank Umbach
- Sicherheitsexperte, der warnte, dass Wiederaufbaumittel für die militärische Wiederaufrüstung des Iran verwendet werden könnten
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