Konflikte · Nabatiyé, Beirut und Jerusalem
Israel und Hisbollah einigen sich auf Waffenruhe nach tödlichstem Tag seit US-Iran-Abkommen
Eine von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah trat am Freitagnachmittag in Kraft, nachdem eine Nacht schwerer israelischer Luftangriffe 47 Menschen im Libanon getötet hatte. Israels Botschafter in Washington erklärte, sein Land bleibe zu Ruhe verpflichtet, falls die Hisbollah ihre Angriffe einstelle, doch Angriffe nach der Ankündigung haben den Waffenstillstand bereits in Frage gestellt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Jornal Expresso, BFMTV, SudOuest.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Nächtliche Bombardements trafen mindestens zehn Städte im Süd- und Ostlibanon. Unter den Toten sind zwei Kinder.
Ein Hisbollah-Angriff auf einen Panzer nahe Kfar Tebnit tötete nach Mitternacht einen Oberstleutnant und drei weitere Soldaten.
Eine Waffenruhe wurde am Freitagnachmittag durch US-katarische Vermittlung vereinbart. Israel erklärt, es habe die offensiven Operationen um 11:30 Uhr ausgesetzt.
Libanons Staatsmedien und ein AFP-Korrespondent berichteten von anhaltendem israelischem Beschuss nach der Waffenruhe-Ankündigung; Israel bestreitet die Behauptung.
Joseph Aoun teilte US-Außenminister Marco Rubio mit, dass eine umfassende Einstellung der Feindseligkeiten eine Vorbedingung für direkte Gespräche am Montag in Washington sei.
- 19.06.Israel setzt laut Botschafter Jechiel Leiter alle offensiven Operationen aus.
- 19.06.Ein US-Vertreter kündigt eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah an; libanesische Medien melden einen neuen israelischen Angriff nach Beginn der Waffenruhe.
- 22.06.Direkte Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon sollen in Washington wieder aufgenommen werden.
Angriff in der Nacht
In der Nacht von Donnerstag, dem 18., auf Freitag, den 19. Juni, griffen israelische Kampfflugzeuge mindestens zehn Ortschaften im Südlibanon an, vom Gebiet Nabatiyé bis zur Region Baalbek im Osten. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete 47 Tote und 97 Verletzte, darunter zwei Kinder. Allein in Harouf wurden acht Menschen getötet. Das israelische Militär erklärte, es habe Hisbollah-Infrastruktur getroffen und behauptete, bei einer Serie von mehr als 150 Angriffen „Dutzende“ Kämpfer getötet zu haben.
Vier israelische Soldaten wurden gegen Mitternacht getötet, als ihr Panzer in der Nähe von Kfar Tebnit getroffen wurde. Das Militär identifizierte einen der Toten als Oberstleutnant Dor Gedalia Ben Simhon. Israelische Medien berichteten unter Berufung auf Militärkorrespondenten, das Fahrzeug sei von einer Rakete oder einer Drohne getroffen worden.
Eine fragile Waffenruhe tritt in Kraft – und wird sofort auf die Probe gestellt
Am frühen Freitagnachmittag gaben ein US-Vertreter und ein Golf-Diplomat bekannt, dass sich Israel und die Hisbollah auf eine Waffenruhe geeinigt hätten. Die Waffenruhe wurde von amerikanischen und katarischen Vermittlern nach Gesprächen mit Israel und dem Iran ausgehandelt. Sie sollte am Nachmittag in Kraft treten.
„Israel bleibt einer sofortigen Waffenruhe fest verpflichtet. Wenn die Hisbollah die Vereinbarung einhält und die Feindseligkeiten einstellt, wird dies mit Ruhe beantwortet.“
Doch die offizielle libanesische Nachrichtenagentur (ANI) meldete nach der Ankündigung einen neuen israelischen Angriff im Süden, und ein AFP-Korrespondent beschrieb anhaltendes Artilleriefeuer in der Nähe von Nabatiyé. Botschafter Leiter dementierte diese Berichte und erklärte, Israel habe um 11:30 Uhr „alle offensiven Operationen ausgesetzt“ und gegenteilige Behauptungen seien „Lügen“ der Hisbollah und des Iran.
Internationale Diplomatie und nächste Schritte
Der libanesische Präsident Joseph Aoun forderte in einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio eine „globale Waffenruhe“ als Voraussetzung für direkte Gespräche. Diese Verhandlungen sollen am Montag, dem 22. Juni, in Washington wieder aufgenommen werden.
„Wir werden die Hisbollah einen sehr hohen Preis zahlen lassen. Die Armee wird so lange im Südlibanon bleiben, wie es nötig ist.“
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi beschuldigte Israel, einen „permanenten Krieg“ anzustreben. Die erneuten Kämpfe stellen das Protokollabkommen auf die Probe, das Washington und Teheran am 15. Juni unterzeichnet hatten und das ein Ende der Feindseligkeiten an allen Fronten, einschließlich des Libanon, vorsah.
Humanitäre Bilanz
Seit Beginn des Konflikts am 2. März, als die Hisbollah Israel zur Unterstützung des Iran angriff, wurden nach Angaben der Notfalleinsatzzentrale des Gesundheitsministeriums im Libanon 3.980 Menschen getötet und 12.001 verwundet. Eine am 17. April ausgerufene Waffenruhe wurde nie eingehalten. Die jüngste Eskalation trieb Hunderte von Zivilisten zur Flucht; Autokolonnen, beladen mit Matratzen und Habseligkeiten, verstopften die Straßen in Richtung Norden.
„Ganz Libanon muss brennen.“
Die Äußerung des rechtsextremen Ministers stand im Gegensatz zu den laufenden diplomatischen Bemühungen. Präsident Aoun nannte die israelischen Bombardements „eine gefährliche und verurteilenswerte Eskalation“, die das Einvernehmen zwischen den USA und dem Iran untergrabe.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Jornal ExpressoIsrael diz que respeita cessar-fogo se Hezbollah também o fizer
- BFMTVL'ambassadeur d'Israël aux États-Unis assure que son pays respectera le cessez-le-feu au Liban si le Hezbollah "met fin aux hostilités"
- SudOuest.frGuerre au Moyen-Orient : nouveau cessez-le-feu au Liban après des violences meurtrières menaçant l'accord irano-américain
- FranceinfoFrappes au Liban : l'accord de paix menacé par Israël
- Yechiel Leiter
- israelischer Botschafter in den Vereinigten Staaten
- Benjamin Netanyahu
- Ministerpräsident von Israel
- Itamar Ben Gvir
- israelischer Minister für nationale Sicherheit
- Joseph Aoun
- Präsident des Libanon
- Marco Rubio
- Außenminister der Vereinigten Staaten
- Abbas Araghchi
- Außenminister des Iran
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