
Deutsche Behörden decken im Wald verstecktes Waffenlager mit Verbindungen zum russischen Geheimdienst in der Nähe von Berlin auf
Die deutsche Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet, nachdem Verfassungsschützer zwei Pistolen und Munition an der Grenze zwischen Berlin und Brandenburg ausgegraben hatten. Die Behörden vermuten, dass das Versteck für russische Auftragsmorde vorbereitet wurde.
Entdeckung und verdeckte Waldüberwachung
Im Oktober 2025 erhielt das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) einen Hinweis auf ein verstecktes Waffenlager außerhalb Berlins. Spionageabwehrbeamte verfolgten die Information bis zu einem Waldstück direkt an der Grenze zwischen Berlin und Brandenburg. In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Berlin (LKA) orteten die Ermittler das unterirdische Versteck, das zwei Pistolen und passende Munition enthielt. Anstatt die Waffen sofort zu beschlagnahmen, machten deutsche Sicherheitskräfte die Schusswaffen unbrauchbar, installierten GPS-Tracking-Hardware und vergruben sie wieder im Wald. Die Behörden stellten das umliegende Gebiet dann mehrere Monate lang unter kontinuierliche technische Überwachung, um festzustellen, wer versuchen würde, das Arsenal abzuholen. Am Ort erschienen keine Verdächtigen, was die Ermittler zu dem Schluss führte, dass der Abholplan aufgegeben worden war.
Der Verdächtige und Auslieferungsverfahren
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Abholmission gestört wurde, nachdem ein mit dem Waffendepot verbundener Verdächtiger im Herbst 2025 in Rumänien festgenommen wurde. Deutsche Sicherheitsbehörden schätzen, dass dieser Inhaftierte persönlich das versteckte Waldlager organisiert und vorbereitet hat, bevor er das Land verließ. Deutschland hat förmlich ein Verfahren eingeleitet, um die Auslieferung des Verdächtigen aus rumänischer Haft zu beantragen, damit er sich vor einem Bundesgericht verantworten muss. Innenminister Alexander Dobrindt lehnte es ab, bei seiner Pressekonferenz am Freitag den Namen oder die Nationalität des Verdächtigen zu nennen, und berief sich auf die Geheimhaltung der laufenden Ermittlungen. Sicherheitsbeamte beschrieben den festgenommenen Verdächtigen als einen austauschbaren, nachrangigen Agenten, der von ausländischen Diensten eingesetzt wird, um die physische Logistik abzuwickeln, ohne die Führungsebene zu gefährden.
Attentatspläne und Verbindungen zum russischen Geheimdienst
Nach Erkenntnissen des BfV wurde das Waffenlager auf Anweisung russischer Geheimdienste eingerichtet, um kinetische Operationen in Deutschland zu unterstützen. Deutsche Geheimdienstmitarbeiter gehen davon aus, dass die beiden Schusswaffen und die Munition für Agenten hinterlegt wurden, die gezielte Attentate und physische Angriffe durchführen sollten. In den letzten Monaten haben deutsche Sicherheitsinstitutionen wiederholt gewarnt, dass der russische Geheimdienst Anschläge auf Rüstungsmanager und im Land lebende russische Oppositionelle plant. Die Regierungsbehörden haben die beabsichtigten Ziele des Berliner Waffenlagers oder die genaue Anzahl der an der Verschwörung beteiligten Agenten nicht öffentlich genannt. Die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin hat auf Medienanfragen zu den entdeckten Waffen nicht reagiert.
Dieser Fall zeigt, dass wir unter Bedingungen einer hohen Bedrohungslage operieren.
Bundesermittlungen und weitere Sabotageakte
Der Generalbundesanwalt übernahm die Ermittlungen wegen des Verdachts auf geheimdienstliche Agententätigkeit und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Bei einer Pressekonferenz in Berlin am Freitag, den 21. August 2026, bestätigte Innenminister Alexander Dobrindt die Bundesermittlungen und erklärte, dass die Beteiligung ausländischer Mächte nicht ausgeschlossen werden könne. Dobrindt betonte, dass dieser Fall Teil eines wiederkehrenden Musters hybrider Operationen und nachrangiger Agententätigkeit in ganz Deutschland sei. Die Enthüllung folgt auf einen separaten Sabotageversuch am 4. August 2026, bei dem eine Drohne, die einen Metallbehälter mit Sprengstoff trug, ein Antonow An-26-Transportflugzeug auf dem Flughafen Leipzig traf. Deutsche Medien berichteten, dass der Behälter Sprengvorrichtungen ähnelt, die zuvor in Polen entdeckt wurden, was auf eine vom russischen Militärgeheimdienst (GRU) orchestrierte Operation hindeutet.
- Der deutsche Verfassungsschutz ortet zwei versteckte Pistolen und Munition an der Grenze zwischen Berlin und Brandenburg.
- Deutsche Behörden machen die Schusswaffen unbrauchbar und rumänische Behörden nehmen einen Verdächtigen fest, der das Versteck angelegt haben soll.
- Eine mit Sprengstoff beladene Drohne trifft ein An-26-Transportflugzeug am Flughafen Leipzig bei einem mutmaßlichen Sabotageakt des GRU.
- Innenminister Alexander Dobrindt kündigt Bundesermittlungsverfahren zum Waffenlager im Wald an.


