Konflikte · Sanaa
Jemenitischer Minister: Houthis haben UN-Mitarbeiter zu Tode gefoltert – UN-Menschenrechtschef fordert Untersuchung
Ein jemenitischer UN-Mitarbeiter, der seit Juni 2024 von den Houthi-Rebellen festgehalten wurde, ist in Haft gestorben, wie ein Minister der jemenitischen Regierung erklärte. Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk fordert eine unabhängige Untersuchung; mehr als 70 UN-Mitarbeiter sind weiterhin in der Gewalt der Rebellen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spiegel Online, De Standaard, der Standard und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein jemenitischer Staatsangehöriger, der im Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte arbeitete, ist gestorben, nachdem er seit Juni 2024 festgehalten worden war – nach Angaben eines Ministers der jemenitischen Regierung und eines von der dpa zitierten Angehörigen.
Ein Minister der jemenitischen Regierung sagte Al Arabiya, der Mann sei in einem Houthi-Gefängnis zu Tode gefoltert worden. Die Familie hat keine Erklärung zur Todesursache erhalten.
Volker Türk nannte den Tod schlichtweg verheerend und forderte eine unabhängige Untersuchung. Sieben der festgehaltenen UN-Mitarbeiter arbeiteten für sein Büro.
Ein Vertreter der jemenitischen Regierung sagt, mehr als 70 UN-Beschäftigte seien weiterhin in Houthi-Gewahrsam; ihnen wird üblicherweise Spionage für die Vereinigten Staaten oder Israel vorgeworfen.
Im September nahmen die Houthis weitere Gebiete an der Westküste ein und haben Saudi-Arabien wiederholt angegriffen. Laut WHO wurden seit August mindestens 1.500 Menschen getötet.
- 2014Die vom Iran unterstützten Houthis erobern Sanaa und weite Teile des Nordens
- 2015Saudi-Arabien und Verbündete beginnen mit Luftangriffen auf Stellungen der Rebellen
- Juni 2024UN-Mitarbeiter von den Houthis festgenommen
- September 2026Houthi-Offensive nimmt weitere Gebiete an der Westküste ein
Tod in Haft
Ein jemenitischer Staatsangehöriger, der im Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte arbeitete, ist nach zwei Jahren in Houthi-Haft gestorben, wie offizielle Quellen berichten. Er wurde im Juni 2024 festgenommen. Seither seien keine Besuche und kein Kontakt zu seiner Familie erlaubt gewesen, sagte ein Angehöriger der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Familie sei über seinen Tod informiert worden und solle den Leichnam erhalten. Die Umstände des Todes sind weiterhin unklar.
Foltervorwurf
Ein Minister der jemenitischen Regierung sagte dem saudi-arabischen Sender Al Arabiya, der Mann sei in einem Houthi-Gefängnis zu Tode gefoltert worden. Der Vorwurf stammt von dem Minister, wie Al Arabiya berichtete; die Quellen belegen nicht, wie er starb. Nach den niederländischen Berichten hat die Familie keine Erklärung zur Ursache oder zu den Umständen seines Todes erhalten. Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk nannte den Tod schlichtweg verheerend, drückte der Familie sein Mitgefühl aus und forderte eine unabhängige Untersuchung der Umstände. Türk sagte zudem, er sei über das Schicksal weiterer UN-Mitarbeiter in der Hand der Rebellen zutiefst besorgt.
Verbleibende Inhaftierte
Türk sagte, sieben der weiterhin von den Rebellen festgehaltenen UN-Mitarbeiter hätten für sein Büro gearbeitet. Ein in den Berichten zitierter Vertreter der jemenitischen Regierung sagte, mehr als 70 UN-Beschäftigte seien weiterhin in Houthi-Hand. Die Houthis rechtfertigen solche Festnahmen üblicherweise damit, die Betroffenen hätten für die Vereinigten Staaten oder Israel spioniert. Die Berichte sagen nicht, ob gegen einen der Festgehaltenen Vorwürfe erhoben wurden oder wann sie freikommen könnten.
Wiederaufflammende Kämpfe
Der jemenitische Bürgerkrieg begann 2014, als die vom Iran unterstützten Houthis die Hauptstadt Sanaa und weite Teile des Nordens eroberten. Ein Jahr später begannen Saudi-Arabien und seine Verbündeten mit Luftangriffen auf Stellungen der Rebellen. Den Quellen zufolge hat sich der Konflikt seit dem Sommer im Zuge des Iran-Kriegs erneut zugespitzt. Im September nahmen die Houthis in einer Offensive weitere Gebiete an der Westküste ein, und sie haben Saudi-Arabien wiederholt mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass seit August mindestens 1.500 Menschen bei den erneuten Kämpfen getötet wurden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Spiegel OnlineJemen: Huthis sollen Uno-Mitarbeiter zu Tode gefoltert haben
- De StandaardVon Huthis entführter UN-Mitarbeiter möglicherweise zu Tode gefoltertDoor Houthi's ontvoerde VN-medewerker mogelijk doodgemarteld · Original auf Niederländisch
- der StandardVon Huthis entführter UN-Mitarbeiter zu Tode gefoltert
- Neue Zürcher ZeitungJemen: Von Huthi entführter UN-Mitarbeiter in Gefängnis zu Tode gefoltert
- Volker Türk
- UN-Hochkommissar für Menschenrechte, der eine unabhängige Untersuchung des Todes eines Mitarbeiters forderte
- Orte
- Sanaa, Jemen, Israel, Saudi-Arabien
- Organisationen
- Vereinte Nationen
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