Konflikte · Sanaa

Jemenitischer Minister: Houthis haben UN-Mitarbeiter zu Tode gefoltert – UN-Menschenrechtschef fordert Untersuchung

Ein jemenitischer UN-Mitarbeiter, der seit Juni 2024 von den Houthi-Rebellen festgehalten wurde, ist in Haft gestorben, wie ein Minister der jemenitischen Regierung erklärte. Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk fordert eine unabhängige Untersuchung; mehr als 70 UN-Mitarbeiter sind weiterhin in der Gewalt der Rebellen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spiegel Online, De Standaard, der Standard und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Sanaa · Jemen
Wie es dazu kam
  1. 2014Die vom Iran unterstützten Houthis erobern Sanaa und weite Teile des Nordens
  2. 2015Saudi-Arabien und Verbündete beginnen mit Luftangriffen auf Stellungen der Rebellen
  3. Juni 2024UN-Mitarbeiter von den Houthis festgenommen
  4. September 2026Houthi-Offensive nimmt weitere Gebiete an der Westküste ein

Tod in Haft

Ein jemenitischer Staatsangehöriger, der im Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte arbeitete, ist nach zwei Jahren in Houthi-Haft gestorben, wie offizielle Quellen berichten. Er wurde im Juni 2024 festgenommen. Seither seien keine Besuche und kein Kontakt zu seiner Familie erlaubt gewesen, sagte ein Angehöriger der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Familie sei über seinen Tod informiert worden und solle den Leichnam erhalten. Die Umstände des Todes sind weiterhin unklar.

Foltervorwurf

Ein Minister der jemenitischen Regierung sagte dem saudi-arabischen Sender Al Arabiya, der Mann sei in einem Houthi-Gefängnis zu Tode gefoltert worden. Der Vorwurf stammt von dem Minister, wie Al Arabiya berichtete; die Quellen belegen nicht, wie er starb. Nach den niederländischen Berichten hat die Familie keine Erklärung zur Ursache oder zu den Umständen seines Todes erhalten. Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk nannte den Tod schlichtweg verheerend, drückte der Familie sein Mitgefühl aus und forderte eine unabhängige Untersuchung der Umstände. Türk sagte zudem, er sei über das Schicksal weiterer UN-Mitarbeiter in der Hand der Rebellen zutiefst besorgt.

Verbleibende Inhaftierte

Türk sagte, sieben der weiterhin von den Rebellen festgehaltenen UN-Mitarbeiter hätten für sein Büro gearbeitet. Ein in den Berichten zitierter Vertreter der jemenitischen Regierung sagte, mehr als 70 UN-Beschäftigte seien weiterhin in Houthi-Hand. Die Houthis rechtfertigen solche Festnahmen üblicherweise damit, die Betroffenen hätten für die Vereinigten Staaten oder Israel spioniert. Die Berichte sagen nicht, ob gegen einen der Festgehaltenen Vorwürfe erhoben wurden oder wann sie freikommen könnten.

Wiederaufflammende Kämpfe

Der jemenitische Bürgerkrieg begann 2014, als die vom Iran unterstützten Houthis die Hauptstadt Sanaa und weite Teile des Nordens eroberten. Ein Jahr später begannen Saudi-Arabien und seine Verbündeten mit Luftangriffen auf Stellungen der Rebellen. Den Quellen zufolge hat sich der Konflikt seit dem Sommer im Zuge des Iran-Kriegs erneut zugespitzt. Im September nahmen die Houthis in einer Offensive weitere Gebiete an der Westküste ein, und sie haben Saudi-Arabien wiederholt mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass seit August mindestens 1.500 Menschen bei den erneuten Kämpfen getötet wurden.

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