Nach Angaben der jemenitischen Streitkräfte feuerten Houthi-Kräfte am 19. Oktober drei ballistische Raketen auf das Lager al-Alam in der Provinz Schabwa und trafen ein Ausbildungszentrum für Sicherheits- und Polizeirekruten. Das Lager liegt im Distrikt Jardan nördlich der Provinzhauptstadt Ataq, an einer Route in Richtung der regierungskontrollierten Provinz Marib und nahe den Versorgungslinien der Regierungstruppen. Oberst Majed al-Nuzaili, der Armeesprecher, bestätigte die Abschüsse in sozialen Medien, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Vier Regierungs- und Medizinvertreter erklärten gegenüber Reuters, der Angriff habe während einer Morgenübung stattgefunden. Die von den Houthis betriebene Nachrichtenagentur Saba erklärte, die Gruppe habe auf dem Lager nach eigenen Angaben saudische „Truppenansammlungen“ zum Ziel genommen und Rekruten nicht erwähnt.
Die Zahl der Toten hat sich im Laufe des Tages verändert und schwankt zwischen den Medien stark. Die Provinzbehörden von Schabwa erklärten, mehr als 53 Rekruten seien getötet und mehr als 200 verletzt worden; der Guardian berichtete von mindestens 53 Toten. Ein früherer Bericht der AP zitierte anonyme Beamte, die die Zahl auf nicht weniger als 20 Soldaten bezifferten, während die NYT den Armeesprecher mit der Angabe zitierte, mindestens 47 seien getötet und 53 verletzt worden. Ein Regierungsvertreter sagte der AFP, mindestens 50 seien tot und mehr als 100 verletzt. Die Krankenhäuser in Schabwa waren überlastet, sodass die am schwersten Verletzten nach Aden, Hadramaut und Al Mukalla gebracht wurden. Der stellvertretende Gouverneur von Schabwa, Fahd Al-Khulaifi, sagte der NYT in einem Telefoninterview:
„Die Zahl der Märtyrer ist sehr hoch und dürfte weiter steigen.“
Daten aus dem Artikeltext
Rashad al-Alimi, Vorsitzender des Präsidialrats, sagte, die Toten seien neue Rekruten aus dem ganzen Land, und versprach eine harte Antwort. Er telefonierte am 19. Oktober mit UN-Generalsekretär António Guterres und bat die Vereinten Nationen, die Houthis als ausländische terroristische Organisation einzustufen. Alimi stellte den Angriff als Teil dessen dar, was er das Muster terroristischer Anschläge der Houthi-Milizen nannte, sobald diese unter Druck gerieten. Die Provinzbehörde von Schabwa bezeichnete den Angriff als offenen Angriff auf die Provinz, und Gouverneur Awad bin Al-Wazir besuchte die Verletzten im Krankenhaus. Eine Untersuchung soll klären, wie so viele Soldaten dem Raketenfeuer schutzlos ausgesetzt werden konnten.
„Die gezielte Attacke auf Rekruten stellt eine militärische Eskalation und einen offenen Angriff auf die Sicherheit der Provinz dar.“
Der Krieg wurde wieder aufgenommen, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel Ende Februar den Iran angegriffen hatten, den wichtigsten Unterstützer der Houthis. Mitte September begann die Gruppe, entlang der Küste des Roten Meeres nach Süden in Richtung der Wasserstraße Bab al-Mandab vorzurücken. Ein von Saudi-Arabien geführter Luftangriff am Sonntag, dem 18. Oktober, tötete nach Angaben des von den Houthis geführten Gesundheitsministeriums mindestens neun Menschen in Saada, darunter fünf Kinder und zwei Frauen. Ein Angriff auf den Flughafen von Riad Anfang Oktober tötete 13 Menschen und verletzte mehr als 300. Am 19. Oktober erhielten Bewohner von Riad eine Nachricht mit einer Warnung vor einer feindlichen Luftbedrohung, und ähnliche Warnungen wurden in Al-Kharj ausgegeben, wo der Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan liegt. Die saudi-arabischen Behörden beschuldigten Teheran, die Eskalation zu fördern, und erklärten, die Houthis hätten einen saudi-arabischen Vorschlag für Gespräche in Maskat abgelehnt. Die Berichte darüber, ob die Gruppe den Angriff auf Schabwa für sich reklamierte, gehen auseinander: Einige berichten, sie habe ihn beansprucht und als gegen saudische Truppen gerichtet dargestellt, andere, es sei kein Bekenntnis abgegeben worden.
Schabwa verfügt über bedeutende Öl- und Gasfelder und das LNG-Terminal Balhaf, die größte Energieanlage des Landes. Ein militärischer Regierungsvertreter sagte gegenüber RTE, die Armee befürchte, die Angriffe könnten den Weg für eine Bodenoffensive ebnen, ähnlich der Einnahme von Mocha durch die Houthis. Derselbe Vertreter sagte, die Houthis hätten die Straße gekappt, die Schabwa mit der von den Houthis kontrollierten Provinz Al-Baida verbindet. Die Regierung hat eine Antwort versprochen, und eine Untersuchung zur Schutzlosigkeit der Truppen ist geplant. Houthi-Kräfte haben zudem die Straße zwischen dem regierungsgeführten Schabwa und dem von den Houthis regierten Gouvernement Baida gekappt.
Dieser Artikel gehört zu einem Strang
Was sich seit diesem Eintrag geändert hat:
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützenKonflikte · Ataq, Aden und Saada
Drei ballistische Houthi-Raketen trafen am 19. Oktober ein Ausbildungszentrum für Sicherheitsrekruten in der Provinz Schabwa; nach Behördenangaben wurden mehr als 200 Menschen verletzt. Bewohner von Riad erhielten am selben Tag eine Warnung vor einer feindlichen Luftbedrohung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, The Guardian, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Geändert .