Regierung · Straßburg, Brüssel und Ceuta

Ursula von der Leyen schlägt in ihrer jährlichen Rede Europäischen Sicherheitsrat und Migrationsmaßnahmen vor

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union am 16. September 2026 in Straßburg neue Sicherheitsrahmen, Wirtschaftsreformen und Grenzschutzinstrumente vor.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: European Parliament, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)

Verteidigung und strategische Koordinierung

In ihrer jährlichen Rede zur Lage der Union vor dem Europäischen Parlament legte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Pläne zur Stärkung der europäischen militärischen Koordinierung nach den jüngsten Sicherheitsentwicklungen in Leipzig vor. Sie schlug die Schaffung eines Europäischen Sicherheitsrates vor, der als strategisches Forum konzipiert ist und Nicht-EU-Partner wie Kanada, Norwegen, die Ukraine und das Vereinigte Königreich einbeziehen soll. Neben diesem Rat führte sie ein Notfall-Sicherheitsprotokoll ein, das als EU-Gegenstück zu NATO-Artikel 4 konzipiert ist und es jedem einzelnen Mitgliedstaat ermöglicht, die 27 Nationen sofort einzuberufen, um gemeinsame Reaktionen zu koordinieren. Von der Leyen forderte außerdem die Einrichtung des Europäischen Instruments für strategische Befähiger, um militärische Fähigkeitslücken in den Bereichen Luft- und Raketenabwehr, strategischer Transport, Luftbetankung, Weltraum und Cybersicherheit zu schließen.

Migrationspolitik und Grenzreaktion

In Bezug auf das externe Grenzmanagement konzentrierte sich von der Leyen auf spanische Gebiete und irreguläre Migrationsströme und wandte sich direkt an die spanische Öffentlichkeit hinsichtlich des Grenzdrucks. Sie schlug ein Europäisches Notfallreaktionsinstrument vor, um Situationen zu bewältigen, in denen Massenbewegungen politisch gesteuert werden. Die Kommissionspräsidentin berichtete, dass die irregulären Ankünfte in den letzten zwei Jahren um 55 % zurückgegangen seien, mit einem weiteren Rückgang von 35 % im jüngsten Überwachungszeitraum, und forderte die vollständige Umsetzung des Migrations- und Asylpakts. Sie sagte erweiterte Rückführungsoperationen von Frontex, verbesserte Frühwarninstrumente in Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Staaten und eine Mittelmeerinitiative zur Ausbildung und Beschäftigung von Jugendlichen zu.

„Die Grenze von Ceuta ist eine europäische Grenze. Denn Ceuta ist Spanien. Ceuta ist Europa. Und Europa wird an Ihrer Seite stehen.“

Ursula von der Leyen, Präsidentin
Gemeldeter Rückgang der unerlaubten Einreisen an den EU-Außengrenzen%
Letzte zwei Jahre
55 %
Letzter Überwachungszeitraum
35 %

Daten aus dem Artikeltext

Wirtschaft, Klima und Partnerschaft mit Kanada

In der Wirtschaftspolitik forderte die Rede die Mitgliedstaaten auf, die Empfehlungen des Draghi-Berichts umzusetzen und die Integration des Binnenmarkts durch ein Paket 'Ein Europa, ein Markt' sowie Fortschritte bei der Bankenunion voranzutreiben. Zu den sozialen Maßnahmen gehörte ein Europäischer Pflegedeal zur Unterstützung von Wohnungs- und Pflegediensten. Im Bereich Energie- und Klimaresilienz skizzierte von der Leyen drei spezifische Mechanismen: eine Klimawandel-Versicherungsallianz, einen Europäischen Hitzewellenplan und eine Europäische Wasserinitiative. Sie schlug außerdem vor, Kanada einen assoziierten Mitgliedsstatus in der Europäischen Union zu gewähren, was der kanadische Premierminister Mark Carney nach Gesprächen mit der EU-Führung bestätigte.

„Mit Kommissionspräsidentin von der Leyen und Parlamentspräsidentin Metsola haben wir uns auf künftige Schritte konzentriert: eine engere Partnerschaft, die unsere gegenseitige Souveränität stärkt, um größere Chancen und Wohlstand für unsere Bürger zu schaffen.“

Mark Carney, Premierminister von Kanada

Politische Reaktionen im Europäischen Parlament

Die Rede stieß bei den politischen Gruppen in Straßburg auf unterschiedliche Reaktionen. Der Delegationsleiter der Forza Italia, Marco Falcone, begrüßte die Rede als breit angelegt und zukunftsorientiert und verwies auf ihren Fokus auf gemeinsame Verteidigung, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und geldpolitische Souveränität. Nicola Procaccini, Leiter der Fratelli-d'Italia-Delegation, unterstützte die strengere Grenzkontrolle, überseeische Rückführungszentren und Deregulierungsbemühungen, stellte jedoch das Angebot eines assoziierten Status für Kanada in Frage und bemängelte das Fehlen administrativer Selbstkritik. Grüne und linke Abgeordnete der Alleanza Verdi e Sinistra, darunter Benedetta Scuderi und Ignazio Marino, kritisierten die Betonung der militärischen Aufrüstung, die Verwässerung des Green Deal durch Omnibus-Pakete und das Fehlen direkter Bezüge zu den Vereinigten Staaten. Der Lega-Delegationsleiter Paolo Borchia wies die Vorschläge als unrealistische, von der praktischen Realität losgelöste Verpflichtungen zurück.

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Quellen und Kontext

Straßburg, Brüssel, Ceuta · Frankreich, Belgien, Spanien

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