
Völler bleibt nach persönlicher Bitte von Klopp DFB-Sportdirektor – Weg für neue Ära frei
Rudi Völler bleibt bis zur EM 2028 Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes, nachdem ihn Jürgen Klopp, der Topkandidat für den Posten des Bundestrainers, in einem Telefonat zum Bleiben überredet hat.
WM-Aus
Deutschland schied bei der WM 2026 im Achtelfinale nach einer Niederlage gegen Paraguay aus. Der Schockabgang veranlasste Julian Nagelsmann nach intensivem öffentlichem Druck zum Rücktritt als Bundestrainer. Der DFB stand vor der Suche nach einem neuen Trainer und sah sich mit Fragen zu seiner sportlichen Führung konfrontiert.
Völler bleibt
Rudi Völler, der 66-jährige Sportdirektor, hatte ebenfalls über einen Rücktritt nachgedacht. Doch nach einer Reihe von Telefonaten gab er am Dienstag auf dem DFB-Campus in Frankfurt bekannt, dass er seinen Vertrag bis zur EM 2028 erfüllen werde. „Das Gesamtpaket hat den Ausschlag gegeben, dass ich weitermache“, sagte er mit Blick auf die Ermutigung durch wichtige Persönlichkeiten.
Es wäre für mich kein Problem gewesen, Schluss zu machen. Aber das liegt mir zu sehr am Herzen. Ich mache das gerne und werde weiterhin auf meine Weise helfen.
Klopps persönliche Bitte
Jürgen Klopp, der frühere Dortmunder und Liverpooler Trainer und Wunschkandidat des DFB, rief Völler am Samstag an und bat ihn persönlich zu bleiben. Klopp, der keine Erfahrung mit Nationalmannschaften hat, sagte, Völlers Kenntnisse der DFB-Strukturen seien unschätzbar. „Ich habe weder Nationalmannschaft gespielt, noch irgendwann mal eine trainiert“, merkte Klopp an und fügte hinzu, er habe nur zweimal für die Studenten-Nationalmannschaft gespielt.
Wenn es dazu kommt, wäre es total hilfreich, jemanden zu haben, der die Abläufe kennt. Rudi mit seiner Fußballerfahrung, aber vor allem mit seiner langjährigen Arbeit im Verband. Wohingegen ich, sollte ich es werden, überhaupt keine Erfahrung habe.
Klopp betonte, dass er nicht das Hindernis sein werde: „Ich habe ihm gesagt: An mir soll es nicht scheitern.“
Red Bulls grünes Licht
Klopp steht noch bis 2029 als Head of Global Soccer bei Red Bull unter Vertrag – ein potenzielles Hindernis für seine DFB-Ernennung. Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff rief ebenfalls Völler an und sagte ihm: „Rudi, du musst weitermachen. Mit Jürgen wird das klasse klappen.“ Völler sagte, der Anruf habe ihn gefreut und alle Seiten suchten nach Lösungen.
Rudi, du musst weitermachen. Mit Jürgen wird das klasse klappen, das wird kein Problem, ihr werdet hervorragend zusammenarbeiten.
Der Weg nach vorn
Völler betonte, dass Klopps Ernennung noch nicht endgültig sei, aber er zeigte sich optimistisch. „Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass es am Ende auch funktionieren kann und wird“, sagte er. Er plane, den neuen Trainer – wer auch immer es sei – zu unterstützen und bei Bedarf den Druck von ihm zu nehmen. „Alle Augen werden zunächst auf Jürgen gerichtet sein. Wenn es ihm zu viel wird, dann bin ich da und packe mit an.“
- Klopp ruft Völler an und bittet ihn, Sportdirektor zu bleiben.
- Völler verkündet, dass er bis zur EM 2028 bleibt.


