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Diplomatie·vor 2 Std.

Frankreich riegelt Évian für G7-Gipfel unter Hochsicherheit ab – Trump-Besuch löst Genfer Proteste aus

Ab Montag werden Tausende Polizisten und Soldaten den französischen Kurort Évian-les-Bains für drei Tage G7-Gespräche abriegeln, während am Genfer See bereits mehr als 20.000 Menschen gegen den Gipfel und die erwartete Teilnahme des US-Präsidenten Donald Trump demonstriert haben.

Sicherheitsabriegelung

Rund 16.000 bis 18.000 Einsatzkräfte werden auf französischer Seite bereitgestellt, um die Staats- und Regierungschefs zu schützen und den Veranstaltungsort abzusperren. Die Truppe umfasst rund 7.000 Polizisten, 6.000 Gendarmen, 460 Motorradfahrer für Fahrzeugkolonnen, 200 Personenschützer für die Staatsoberhäupter und deren Partner, 830 Grenzbeamte und 900 Soldaten zur Sicherung von Land, Luft und des Sees selbst. Auf dem Genfer See sind in Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden 30 Boote positioniert, während auf dem zentralen Place Rouge eine Flugabwehrrakete installiert wurde. Der Flugverkehr über dem Gebiet erfordert eine Zulassung, und eine "Rote Zone" um das Hôtel Royal macht den Zugang ohne Ausweis nach einer Sicherheitsüberprüfung unmöglich.

Diplomatische Tagesordnung

Der Gipfel beginnt am Montag um 19:00 Uhr und dauert bis Mittwoch. Ein erstes bilaterales Treffen ist zwischen dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Donald Trump geplant. Die Tagesordnung wird vom Nahen Osten, Gesprächen über ein mögliches US-Iran-Abkommen, dem Krieg in der Ukraine, der NATO-Dynamik und russischen Bedrohungen dominiert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gehört zu den geladenen Gästen, gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten (Frankreich, USA, Großbritannien, Deutschland, Italien, Japan, Kanada) und acht weiteren Ländern, darunter Indien, Ägypten, Brasilien, Südkorea, Kenia, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar.

Proteste und Opposition

Organisierter Widerstand konzentriert sich auf Genf, wo schätzungsweise 20.000 Demonstranten am Sonntag auf die Straße gingen. Viele Plakate richteten sich gegen Donald Trump, wobei einige Demonstranten auf seine Verbindung zu Jeffrey Epstein Bezug nahmen. Der Marsch verlief am Nachmittag weitgehend friedlich, doch am Abend kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei: Tränengas wurde abgefeuert, Projektile geworfen, und mindestens ein Fahrzeug ging in Flammen auf. Die Schweiz hat 4.000 Soldaten mobilisiert, um die Polizei zu unterstützen. Auf französischer Seite wurde die Stadt Évian am Vorabend des Gipfels als "wie ausgestorben" beschrieben. Einige Bewohner haben sich für eine Abreise entschieden, andere nehmen die Beeinträchtigungen mit Geduld hin.

Eine an globale Ereignisse gewöhnte Stadt

Évian-les-Bains, eine Gemeinde mit 9.000 Einwohnern auf einem 4,3 km² großen Streifen zwischen See und Bergen, blickt auf eine lange Geschichte internationaler Zusammenkünfte zurück – von der Flüchtlingskonferenz 1938 über die Evian-Abkommen von 1962, die den Algerienkrieg beendeten, bis zum G8-Gipfel 2003. Bürgermeisterin Josiane Lei bezeichnet den G7-Gipfel als "globale Postkarte" für die Region und erwartet einen langfristigen Tourismusschub. Sie räumt auch die wirtschaftlichen Einbußen für einige lokale Unternehmen ein und hält sich die Möglichkeit staatlicher Entschädigungen offen, sobald die Auswirkungen des Gipfels bewertet werden können.

Auf französischer Seite eingesetzte Sicherheitskräfte für G7 · Einsatzkräfte
Polizei
7000 Einsatzkräfte
Gendarmerie
6000 Einsatzkräfte
Motorradfahrer
460 Einsatzkräfte
Personenschutz
200 Einsatzkräfte
Grenzbeamte
830 Einsatzkräfte
Militär (Land, See, Luft)
900 Einsatzkräfte
Seepatrouillenboote (Einheiten)
30 Einsatzkräfte

Zitat

Der G7-Gipfel ist eine globale Postkarte für Évian-les-Bains und Haute-Savoie.

Der G7-Gipfel selbst repräsentiert eine Art der Verwaltung globaler Geopolitik und eines Imperialismus, der bereits fragwürdig ist, aber noch mehr. Tatsächlich repräsentiert die Figur des Trump einen noch hemmungsloseren Faschismus.

Thibaud
Évian-les-Bains · Genf

5 Quellen

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