Angela Taccia und Liborio Cataliotti reichten die Gutachten in Pavia zwei Tage vor der Frist am 18. Oktober ein, bis zu der alle Parteien weitere Analysen vorlegen können.
Die Verteidigungsgutachten ordnen den Abdruck auf dem Badezimmerboden der Größe 40 statt 42 zu – der Größe von Alberto Stasi – und erklären, Andrea Sempios Größe 44 passe nicht dazu.
Marina Baldi, Armando Palmegiani und Katia Sartori erklären, in Spur 33 sei kein Blut gefunden worden, und der negative OBTI-Test von 2007 sei korrekt gewesen.
Carlo Previderè und Pierangela Grignani erklären, der Y-Haplotyp identifiziere eine väterliche Linie, nicht eine Person, und die Übereinstimmung mit Sempio sei nur teilweise.
Die Anwälte von Andrea Sempio, dem 38-Jährigen, der der einzige Verdächtige in der neuen Paviaer Untersuchung zum Mord von Garlasco ist, haben am 16. Oktober ihre Gutachten bei der Staatsanwaltschaft Pavia eingereicht. Angela Taccia und Liborio Cataliotti übergaben das Material zwei Tage vor der Frist am 18. Oktober, bis zu der alle Parteien weitere Analysen vorlegen können. Die Berichte antworten auf die jüngsten Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft vom 28. September, und AGI beschreibt sie als letzte Phase vor einem erwarteten Antrag, Sempio vor Gericht zu stellen. Nachdem sie das Gerichtsgebäude von Pavia verlassen hatte, wo sie Videodateien hinterlegt und weitere abgehörte Gespräche angehört hatte, nannte Taccia einen Prozessantrag eine „sehr wahrscheinliche Hypothese“.
„Andrea Sempio kann nicht ein Leben lang Gegenstand von Ermittlungen bleiben. Dann gehen wir eben vor Gericht und klären die Fakten ein für alle Mal.“
Die Gutachter Armando Palmegiani und Giacomo De Angelis argumentieren, dass der auf dem Badezimmerboden gefundene Abdruck zu einem Schuh der Größe 40 und nicht der Größe 42 passt. Größe 42 ist laut den Berichten die Schuhgröße von Alberto Stasi, während Sempio angibt, Größe 44 zu tragen und die Spur daher nicht hinterlassen haben zu können. Die Gutachter nutzten einen 3D-Scan und eine digitale Überlagerung der „Spur 6“ mit einem maßstabsgetreuen Prototyp und erklären, der Abdruck am Tatort entspreche eher der Größe 40. Die Berichte zählen 25 Spuren oder Spurengruppen einer Sohle mit Noppenprofil im Erdgeschoss. Sie führen zudem an, das Profil sei generisch und weit verbreitet und identifiziere daher einen Schuh typ, nicht ein bestimmtes Paar. Fanpage berichtet, die Gutachterin der Staatsanwaltschaft, Cristina Cattaneo, halte den Abdruck ebenfalls für mit Sempios Fuß vereinbar – ein Punkt, den die Verteidigung zurückweist.
„Wenn Andreas Fuß nicht zum Fußabdruck des Täters passt, folgt daraus, dass er es nicht war.“
Marina Baldi, Armando Palmegiani und Katia Sartori kommen zu dem Schluss, dass sich in der Spur 33, der Markierung an einer Kellerwand der Villa, kein Blut befindet. Sie erklären, der 2007 durchgeführte negative OBTI-Bluttest sei korrekt gewesen, und verweisen auf praktische Tests an Wandplatten mit abgestuften Blutverdünnungen. Ein separates Gutachten befasst sich mit einem Abdruck an der Treppenhauswand, der mit Ninhydrin sichtbar gemacht wurde. Es weist auf eine ähnliche Markierung auf der fünften oder sechsten Stufe hin, die dieselbe Reaktion zeigte, und argumentiert, dass solche ekkrinen Ablagerungen bereits vor einer Tat vorhanden sein können. Open berichtet, die Gutachter hielten die Ninhydrin-Reaktion für möglicherweise durch gewöhnlichen Schweiß verursacht. Die Verteidigung erklärt, sie sei bereit, diesen Punkt in einer Beweisaufnahme zu prüfen, in Italien als incidente probatorio bekannt.
Carlo Previderè und Pierangela Grignani, die von der Verteidigung beauftragten Gutachter, schreiben, dass der Haplotyp des Y-Chromosoms eine väterliche Linie und nicht eine Person identifiziert. Sie fügen hinzu, dass keine Daten zeigen, wie oder wann das Material abgelagert wurde. Open berichtet, die Verteidigung sehe nur eine teilweise Übereinstimmung zwischen dem Profil und Sempio und verweise auf das genetische Profil eines anderen Mannes, der nie identifiziert wurde.
Die Garante per la Privacy hat Sanktionen wegen der Veröffentlichung von Fotos des Körpers des Opfers verhängt, nach einer Beschwerde der Eltern des Opfers, die laut Open von dem Anwalt Gianluigi Tizzoni vertreten werden. Il Messaggero schreibt, die Verteidigungsgutachten, die Sempios Abwesenheit vom Tatort belegen sollen, würden auch erhebliche Zweifel an der Verurteilung von Alberto Stasi aufwerfen, der als Einziger rechtskräftig wegen des Mordes verurteilt wurde. Stasis Verteidigung plant, eine Wiederaufnahme des Verfahrens in Brescia zu beantragen. Taccia sagt, ein Prozess würde die Fakten klären, da Sempio nicht unbegrenzt unter Ermittlungen bleiben könne. Die folgende Zeitleiste führt die Daten auf, die die Quellen nennen.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützenSicherheit · Garlasco und Pavia
Die Gutachter von Andrea Sempio, dem einzigen Verdächtigen in der neuen Paviaer Untersuchung zum Mord von Garlasco, haben am 16. Oktober ihre Berichte eingereicht. Sie argumentieren, der Fußabdruck stamme von einem Schuh der Größe 40, und die als Nummer 33 bezeichnete Spur enthalte kein Blut.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Open, Il Messaggero, AGI und weiteren Medien. Veröffentlicht .