
Nepal erhöht Zahl der Vermissten nach Gletscherkollaps im Himalaya auf 6.150
Nepal hat die Zahl der Vermissten nach dem Gletscherkollaps vom 26. August am Mittwoch auf 6.150 korrigiert. Damit steigt die Gesamtzahl der Vermissten in Nepal und China auf mindestens 6.669, während die Bergungsarbeiten fortgesetzt werden.
Zahl nach Überprüfung der Distrikte korrigiert
Die Katastrophenschutzbehörden in Nepal haben die offizielle Zahl der Vermissten am Mittwoch, dem 16. September 2026, aktualisiert und auf 6.150 angehoben. Die Aktualisierung erhöht die offizielle Zahl im Vergleich zum Dienstag, als das Register 5.179 vermisste Personen aufführte, um fast tausend Menschen. Bergungsteams in Nordnepal haben drei Wochen nach der Katastrophe 1.403 Leichen aus Schlamm und Geröll geborgen. Regierungsvertreter weisen darauf hin, dass die endgültige Zahl der Todesopfer voraussichtlich noch erheblich steigen wird, da die Sucharbeiten in abgelegenen Bergregionen fortgesetzt werden. Die Katastrophenschutzbehörde stellte das überarbeitete Register zusammen, nachdem sie systematisch Opferlisten mit den örtlichen Distriktverwaltungen abgeglichen hatte.
Der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Shanti Mahat, erläuterte der Presse am Mittwoch das Überprüfungsverfahren.
Wir haben Informationen über vermisste Personen von den Distriktbüros gesammelt und die Daten nach Überprüfung korrigiert.
- Nepal (vermisst)
- 6150 Personen
- Nepal (tot)
- 1403 Personen
- China (vermisst)
- 519 Personen
- China (tot)
- 43 Personen
Mechanik des Gletscherkollapses
Der Einsturz des Gletschers am Langtang Lirung am 26. August löste einen Erdrutsch aus, der einen Erdbebenstoß der Stärke 5,2 erzeugte und Schlammlawinen entlang des Bhote Koshi auslöste. Die Flutwelle erreichte innerhalb weniger Stunden bewohnte Gebiete und überflutete Dörfer in Nepal und der chinesischen Autonomen Region Tibet. Geologen erklärten, dass der Klimawandel die Gletscher destabilisiert habe, was zu einem plötzlichen Bruch des Felsfundaments führte.
- Gletscherkollaps löst Erdbeben der Stärke 5,2 und Sturzfluten entlang der nepalesisch-chinesischen Grenze aus
- Offizielle Stellen registrieren Rekordzahl von 1.403 Toten und 5.179 Vermissten in Nepal
- Nepals Katastrophenschutzbehörde korrigiert die Zahl der Vermissten nach Überprüfung der Distrikte auf 6.150 nach oben
Internationale Hilfe und Reaktion
Rettungsteams aus Indien, China und mehreren anderen Ländern unterstützen die nepalesischen Behörden bei der Suche nach Überlebenden. Die nepalesische Regierung hat den Notstand ausgerufen und koordiniert die Verteilung von Hilfsgütern in den betroffenen Regionen. Die Weltbank hat Soforthilfe in Höhe von 50 Millionen US-Dollar zugesagt, um die unmittelbaren Bedürfnisse der Betroffenen zu decken.
Wiederaufbau und langfristige Perspektiven
Die nepalesische Regierung hat einen Wiederaufbauplan angekündigt, der den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur und die Umsiedlung gefährdeter Gemeinden vorsieht. Experten warnen jedoch, dass die Region aufgrund der anhaltenden Klimaveränderungen weiterhin von ähnlichen Katastrophen bedroht ist.


