Konflikte · Grójec, Reutlingen und Nürtingen

Deutsche Polizei nimmt mutmaßlichen Anstifter des Brandanschlags auf Starlink-Station in Polen fest

Ein türkischer Staatsangehöriger ist am Dienstag, 3. November 2026, in Deutschland festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, den Brandanschlag auf eine Starlink-Station in Polen im September in Auftrag gegeben zu haben. Zwei frühere Verdächtige befinden sich in Haft, und Warschau vermutet den russischen Geheimdienst hinter der Tat.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, Spiegel Online, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Grójec, Reutlingen, Nürtingen, Stuttgart · Polen, Deutschland
Wie es dazu kam
  1. Mitte Oktober 2026 (Nürtingen)Zwei türkische Staatsangehörige auf Ersuchen Polens in Nürtingen festgenommen
  2. Mitte Oktober 2026 (Litauen und Bulgarien)Versuche, Starlink-Anlagen in Litauen und Bulgarien in Brand zu setzen
  3. 3.11.Dritter türkischer Staatsangehöriger im Landkreis Reutlingen festgenommen

Dritte Festnahme in Baden-Württemberg

Spezialeinheiten der deutschen Polizei haben am Dienstag, 3. November 2026, im Landkreis Reutlingen bei Stuttgart einen türkischen Staatsangehörigen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt (LKA) teilten die Festnahme mit. Nach Angaben der Ermittler hat der Mann zwei weitere türkische Staatsangehörige von Deutschland aus mit dem Brandanschlag in Polen beauftragt. Bei der Festnahme stellten die Beamten acht Mobiltelefone und Munition sicher. Ihm wird vorgeworfen, eine terroristische Straftat vorbereitet zu haben; gegen ihn wurde zudem ein eigenes nationales Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an.

Der Brand in Wola Krobowska

Das Feuer brach am 23. September 2026 an einer Bodenstation in Wola Krobowska bei Grójec südlich von Warschau aus. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die beiden mutmaßlichen Saboteure in der Nacht vom 22. auf den 23. September mit einem von einem weiteren Verdächtigen organisierten Fahrzeug nach Polen gebracht. Die polnischen Behörden erklären, die Station, die dem staatlichen Telekommunikationsunternehmen Exatel gehört, leite Internetdaten durch Polen in die Ukraine, und sie werde auch von SpaceX-Starlink-Terminals genutzt. Starlink spielt für die militärische Kommunikation der Ukraine eine wichtige Rolle.

Premierminister Donald Tusk reagierte auf X, nachdem im Oktober die ersten beiden Verdächtigen festgenommen worden waren.

„Das ist ein weiterer Akt hybrider Kriegsführung. Die Täter dieses Sabotageakts werden sich vor der polnischen Justiz verantworten.“

Donald Tusk, Premierminister Polens

Russland-Verbindung und eine Spur zur organisierten Kriminalität

Warschau hat erklärt, es bestehe der begründete Verdacht, dass russische Geheimdienste hinter dem Brand stehen könnten. Tomasz Siemoniak, Koordinator der Sonderdienste, sagte damals, daran bestehe kein Zweifel.

„Es besteht kein Zweifel, dass russische Geheimdienste hinter diesem Sabotageakt stehen.“

Tomasz Siemoniak, Koordinator

Der Spiegel berichtet unter Berufung auf eigene Informationen, die Ermittler verfolgten eine Spur zu den „Daltons“, einer türkischen Gruppierung der organisierten Kriminalität, die auch in Deutschland aktiv ist. Das Magazin schreibt, unabhängige Quellen aus mehreren Ländern hätten dies bestätigt, und Mitglieder der Gruppe könnten die Sabotage im Auftrag russischer Geheimdienste ausgeführt haben. In den Erklärungen der Staatsanwaltschaft wurde diese Spur nicht erwähnt.

Frühere Festnahmen und Anschläge in anderen Ländern

Mitte Oktober wurden auf Ersuchen Polens zwei türkische Staatsangehörige in Nürtingen festgenommen. Beide befinden sich in Haft, und Polen hat ihre Auslieferung beantragt. Die DW berichtet, die beiden Männer seien 34 und 38 Jahre alt. Ebenfalls Mitte Oktober wurde in Litauen und Bulgarien versucht, Starlink-Anlagen auf einem Firmengelände mit brennbaren Flüssigkeiten und Molotowcocktails in Brand zu setzen. Der Spiegel merkt an, dass diese Anschläge nicht Gegenstand des Haftbefehls sind. Unabhängig davon nahm eine Anti-Terror-Einheit in Berlin einen weiteren Mann fest, der im Verdacht steht, den Tätern geholfen zu haben.

Was offen bleibt

Der dritte Verdächtige wurde einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Weitere Einzelheiten des Falls haben die Ermittler nicht mitgeteilt. Polens Auslieferungsersuchen für die beiden in Nürtingen festgehaltenen Männer ist weiterhin anhängig.

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Quellen und Kontext

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