- Ausreißergruppe bildet sichFünf Fahrer setzen sich auf dem Rundkurs 1:30 Minuten vom Peloton ab
- Letzte VAM-PassageKein Fahrer greift an, während das Peloton näher kommt
- VAM-AbfahrtVercouillie setzt sich ohne große Beschleunigung ab
- ZielVercouillie gewinnt, zwei Sekunden vor Desal und Poelvoorde
Eine fünfköpfige Ausreißergruppe hält bis ins Ziel
Am Samstag, 17. Oktober, baute eine fünfköpfige Ausreißergruppe auf dem Rundkurs einen Vorsprung von 1:30 Minuten auf das Peloton auf. Tars Poelvoorde (Lotto-Intermarché), Ceriel Desal (Soudal-Quickstep), Victor Vercouillie (Flanders-Baloise), Rick Ottema (EEW-VDK Cyclingteam) und Julian Vergouw (Metec-SOLARWATT p/b Mantel) blieben die gesamte Etappe an der Spitze, und der Abstand schrumpfte nicht, während sie Runde um Runde fuhren. Das Peloton versuchte nicht, sie zurückzuholen, weil der Gesamtführende Victor Campenaerts (Visma | Lease a Bike) nicht gefährdet war, sodass die Etappe innerhalb der fünf Ausreißer entschieden wurde. Keiner der fünf hatte zuvor ein Profirennen gewonnen, und Flanders-Baloise bestritt sein letztes Etappenrennen nach 33 Jahren im Profipeloton.
Die entscheidende Abfahrt
Beim letzten Passieren des VAM-Anstiegs beobachteten die fünf Fahrer einander, während das Peloton näher kam, doch niemand griff an. Vercouillie setzte sich dann in der Abfahrt ohne große Beschleunigung ab. Desal und Poelvoorde kamen zwei Sekunden hinter ihm ins Ziel, gefolgt von Ottema und Vergouw, und das Peloton überquerte die Linie zehn Sekunden nach dem Sieger. Vercouillie sagte, er habe an den Sieg zu glauben begonnen, als die Ziellinie näher kam.
„Ich begann daran zu glauben, als wir uns der Ziellinie näherten.“
Ein Sieg, seinem Vater gewidmet
Vercouillie weinte nach dem Überqueren der Ziellinie und widmete den Sieg seinem Vater, der im August gestorben war. Er sagte, der Gedanke an ihn habe ihn während der letzten Runde erfüllt. Er räumte auch ein, dass die Monate hart gewesen seien, weil sein Vater das ganze Jahr über sehr krank gewesen sei und er viel Kraft darauf verwendet habe, bei ihm zu sein.
„Als ich die Ziellinie überquerte, dachte ich an meinen Vater, an all die Momente, die wir gemeinsam auf dem Rad verbracht haben.“
Der erste Profisieg des 23-Jährigen bescherte Flanders-Baloise ein Abschiedsergebnis in seinem letzten Etappenrennen, da das Team den Sport verlässt.
Frauen-Etappe und Wertungen
Die italienische Fahrerin Letizia Borghesi (28, AG Insurance-Soudal) gewann die vierte Etappe der Frauen über 114,1 km von Hoogeveen zum VAM und fuhr in den Schlusskilometern allein. Pfeiffer Georgi (Picnic PostNL) wurde Zweite, während Lieke Nooijen (Visma-Lease a Bike) vier Sekunden hinter Borghesi Dritte wurde. Nooijen verteidigt das Führungstrikot mit 38 Sekunden Vorsprung auf Femke Markus. Zuvor hatte Maud Rijnbeek 12 km vor dem Ziel angegriffen, wurde aber vor der Linie eingeholt. Im Männerrennen führt weiterhin Campenaerts, 17 Sekunden vor Wessel Mouris (Unibet Rose Rockets).
Wie es weitergeht
Die Eneco Tour endet am Sonntag, 18. Oktober, mit einer Schlussetappe, die in Arnhem zu Ende geht. Die Quellen nennen unterschiedliche Angaben zur Länge dieser Etappe, daher wird hier keine genannt. Das Rennen ist der neue Name der Tour of Holland und wird in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgetragen.