Klima · Alcácer do Sal, Beja und Grândola
Sechs Verbände ziehen wegen Wasser vor Gericht gegen Mandarinenplantage in Alcácer do Sal
Sechs Umweltverbände haben am Montag, 2. November, in Beja Klage eingereicht, um die Umweltgenehmigung für eine 260 Hektar große Mandarinenplantage anzufechten, die nach ihrer Darstellung fast doppelt so viel Wasser verbrauchen könnte wie die öffentliche Wasserversorgung von Alcácer do Sal.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von PÚBLICO, SAPO, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Sechs Verbände haben am Montag, 2. November, beim Tribunal Administrativo e Fiscal de Beja Klage eingereicht und ficht die DIA an, die die CCDR Alentejo im August für die 260 Hektar große Plantage erteilt hat.
Die DIA erlaubt bis zu 1.740 Millionen Liter pro Jahr aus zwölf Bohrungen – fast das Doppelte der 886.000 Kubikmeter, die das öffentliche Netz von Alcácer do Sal im Jahr 2023 abgegeben hat.
Die Fläche sank von 295 auf rund 260 Hektar und die Zahl der Bohrungen von 16 auf 12, doch nach Angaben der Verbände blieb die maximale Wassermenge gleich.
- 3.08.Der Vizepräsident der CCDR Alentejo unterzeichnet die DIA für das Projekt
- 2.11.Sechs Verbände reichen Klage beim Verwaltungs- und Finanzgericht Beja ein
Die Klage
Sechs Umweltverbände – Água & Sal, Dunas Livres, GEOTA, Quercus, SPEA und Zero – haben am Montag, 2. November, beim Tribunal Administrativo e Fiscal de Beja Klage eingereicht. Die Klage richtet sich gegen die Umweltverträglichkeitserklärung (DIA), die im August von der Comissão de Coordenação e Desenvolvimento Regional do Alentejo (CCDR Alentejo) für eine intensive Mandarinenplantage in Alcácer do Sal ausgestellt wurde. Nach Angaben der Verbände erging die Erklärung nach mehreren Überarbeitungen des Projekts und gegen starken Widerstand. Ziel der Verbände sei es, die Grundwasservorräte zu schützen und sicherzustellen, dass das Wasser für alle reicht, die darauf angewiesen sind. Pedro Horta von Zero erläuterte gegenüber Lusa die Hintergründe der DIA.
Das Projekt
Die Plantage gehört Expoente Frugal, Teil der Aquaterra-Gruppe, und umfasst rund 260 Hektar intensiv bewässerter Fläche auf den Herdades de Murta und Monte Novo. Rund 165.000 Mandarinenbäume sollen innerhalb des besonderen Schutzgebiets Comporta-Galé gepflanzt werden, das zum Natura-2000-Netz gehört. Die am 3. August vom Vizepräsidenten der CCDR Alentejo unterzeichnete DIA lässt das Projekt unter Auflagen zu. Sie sieht zwölf Bohrungen mit bis zu 288 Metern Tiefe, drei Speicherbecken und 20 Frostschutzventilatoren vor, die zwischen November und Februar von 23:00 bis 07:00 Uhr laufen sollen. Expresso berichtet, dass der Fall drei Monate nach der Umweltgenehmigung vor Gericht kommt.
Wasserbedarf und die lokale Versorgung
Die DIA sieht eine Entnahme von bis zu 1.740 Millionen Litern pro Jahr aus den Bohrungen vor – die Zahl, auf die sich die Verbände in ihrer Klage stützen. Die Verbände vergleichen dies mit den 886.000 Kubikmetern, die das öffentliche Netz von Alcácer do Sal im Jahr 2023 abgegeben hat, und erklären, das Projekt könne fast das Doppelte dieser Menge entnehmen. Das öffentliche Netz von Grândola gab 1,9 Millionen Kubikmeter ab, ein Volumen nahe der Obergrenze des Projekts. Die Verbände beschreiben den Grundwasserleiter als in kritischem Zustand und als einzige Wasserquelle für Alcácer do Sal und Grândola, einschließlich Comporta, Carvalhal und Melides. Expresso ergänzt, dass der Grundwasserleiter bereits übernutzt ist. Die Verbände weisen zudem darauf hin, dass die DIA selbst die Auswirkungen auf das Grundwasser als von hoher Intensität, sehr erheblich und sicher eingestuft habe.
- Projektmaximum laut DIA
- 1.74 Millionen Kubikmeter
- Öffentliches Netz Grândola
- 1.9 Millionen Kubikmeter
- Öffentliches Netz Alcácer do Sal, 2023
- 0.886 Millionen Kubikmeter
Daten aus dem Artikeltext
Wie das Projekt überarbeitet wurde
Das Projekt durchlief mehrere Versionen, bevor die DIA erteilt wurde. Die vierte, vom Unternehmen vorgelegte Version senkte den geplanten Jahresverbrauch von 2.280 auf 1.740 Millionen Liter und reduzierte die Zahl der Bohrungen von 16 auf 12. In der DIA nahm die CCDR Alentejo rund 35 Hektar aus der Anbaufläche heraus, um sich entwickelnde Dünenlebensräume und Vorkommen zweier geschützter Pflanzenarten zu schützen. Die Fläche sank damit von 295 auf rund 260 Hektar. Die Verbände argumentieren, dass die maximale Wassermenge gleich geblieben sei, sodass die kleinere Fläche die Wasserobergrenze nicht gesenkt habe.
Was die Verbände fordern
Die Verbände fordern eine Neubewertung der DIA und eine unabhängige Studie über den Grundwasserleiter südlich des Sado, bevor neue Genehmigungen für Entnahmen mit großem Volumen erteilt werden. Sie argumentieren, die Entscheidung über neue Genehmigungen solle warten, bis diese Studie abgeschlossen ist. Zur Deckung der Kosten der Klage haben die Verbände eine Crowdfunding-Kampagne für Anwalts- und Verfahrenskosten gestartet. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Grundwasservorräte zu schützen und sicherzustellen, dass die Versorgung alle erreicht, die darauf angewiesen sind.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- PÚBLICOMandarinenplantage verbraucht möglicherweise mehr Wasser als Alcácer do Sal. NGOs ziehen vor GerichtPlantação de tangerinas pode gastar mais água do que Alcácer do Sal. ONG vão a tribunal · Original auf Portugiesisch
- SAPOMega-Agrarprojekt in Alcácer sieht sich rechtlichen Schritten gegenüberMega projeto agrícola em Alcácer enfrenta ação judicial · Original auf Portugiesisch
- Notícias ao MinutoKlage zur Stoppung von 260 Hektar intensiver Bewässerung in Alcácer do SalAção para travar 260 hectares de regadio intensivo em Alcácer do Sal · Original auf Portugiesisch
- Jornal ExpressoVerbände ziehen gegen Mandarinenplantage vor Gericht: Sie wird „fast das Doppelte“ des gesamten Wassers des Netzes von Alcácer do Sal verbrauchenAssociações avançam para tribunal contra pomar de tangerinas: vai consumir "quase o dobro" de toda a água da rede de Alcácer do Sal · Original auf Portugiesisch
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