Regierung · Caracas und Genf
UN-Bericht: Venezuelas Unterdrückungsapparat neun Monate nach Maduros Festnahme intakt
Eine UN-Untersuchungskommission berichtet, dass die venezolanischen Sicherheitskräfte und Folterpraktiken unter der Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez fortbestehen – trotz der Festnahme von Nicolás Maduro im Januar.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von wnp.pl, France 24, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Sofía Macher stellte am 16. September 2026 den sechsten Bericht der UN-Kommission vor und stellte fest, dass die Sicherheitsstrukturen neun Monate nach der Festnahme von Nicolás Maduro am 3. Januar 2026 unverändert sind.
Die Kommission bestätigte mindestens 64 neue Folterfälle nach dem 3. Januar 2026; Menschenrechtsgruppen schätzen, dass etwa 400 politische Gefangene weiterhin inhaftiert sind.
Ermittler dokumentierten Misshandlungen in El Rodeo I, darunter Aufhängen an den Handgelenken und Einsperren von Gruppen von 15 Personen in versiegelten unterirdischen Tanks für bis zu drei Monate.
Mindestens 19 mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebrachte Amtsträger behalten Schlüsselpositionen unter Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez und Innenminister Diosdado Cabello.
- 2019Die UN-Untersuchungskommission beginnt mit der Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen in Venezuela
- 3.01.US-Militäroperation in Caracas nimmt Präsident Nicolás Maduro fest
- 16.09.UN-Kommission legt sechsten Bericht vor, der anhaltende staatliche Repression unter Delcy Rodríguez dokumentiert
Erkenntnisse aus dem Genfer Bericht
Am 16. September 2026 legte die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für Venezuela ihren sechsten Folgebefund dem Menschenrechtsrat in Genf vor. Das Untersuchungsgremium, bestehend aus Sofía Macher, Alex Neve und María Eloísa Quintero, kam zu dem Schluss, dass der für Repression und Menschenrechtsverletzungen verantwortliche Staatsapparat weiterhin funktionsfähig ist. Während die US-Militäroperation am 3. Januar 2026 zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro führte, brachte die anschließende Machtübertragung an Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez nur begrenzte Anpassungen. Die Ermittler verzeichneten einen Rückgang langfristiger willkürlicher Inhaftierungen und erzwungener Verschwindenlassen sowie die Freilassung mehrerer hundert politischer Gefangener. Dennoch betonte das Gremium, dass die Kernstrukturen der staatlichen Sicherheits- und Geheimdienste mit demselben Personal, denselben Richtlinien und Praktiken weiterarbeiten.
Systemische Kontinuität und rechtliche Mechanismen
Die Kommission identifizierte mindestens 19 ehemalige Amtsträger, die zuvor in schwere Menschenrechtsverletzungen verwickelt waren und weiterhin Schlüsselpositionen innehaben oder in strategische Posten innerhalb der Verwaltung versetzt wurden. Diosdado Cabello bleibt Innenminister und leitet weiterhin den Sicherheitsapparat, während auf ihn weiterhin eine von den Vereinigten Staaten ausgesetzte Belohnung von 25 Millionen Dollar ausgesetzt ist. Darüber hinaus bleiben nationale Gesetze zur Kriminalisierung von Dissens landesweit in Kraft, was die Arbeit von Journalisten und zivilgesellschaftlichen Organisationen einschränkt. Bewaffnete zivile Gruppen, bekannt als Colectivos, wurden von der Übergangsregierung weder entwaffnet noch aufgelöst, sodass die Einschüchterung auf Gemeindeebene fortbesteht. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass sich etwa 400 politische Gefangene weiterhin in venezolanischen Einrichtungen befinden.
Dokumentierte Methoden des Haftmissbrauchs
Die Ermittler untersuchten die Bedingungen in Haftzentren und bestätigten mindestens 64 neue Folterfälle seit der Intervention am 3. Januar. Im Gefängnis El Rodeo I wurden Häftlinge, die gegen die Haftbedingungen protestierten oder an Hungerstreiks teilnahmen, in Isolationszellen im vierten Stock verlegt. In diesen Zellen hängten Wärter die Gefangenen an den Handgelenken auf, entkleideten sie, setzten sie Kälte aus und schlugen sie wiederholt. Der Bericht dokumentierte auch eine Einschließungsmethode in El Rodeo I, die als „Zeitmaschine“ bezeichnet wird: Gruppen von etwa 15 Häftlingen wurden in versiegelte unterirdische Tanks ohne sanitäre Einrichtungen oder Belüftung für Zeiträume von mehreren Tagen bis zu drei Monaten eingesperrt. In der Einrichtung Fuerte Guaicaipuro wurden Häftlinge in eine von Insekten und Nagetieren befallene Bestrafungszelle namens La Luciérnaga gesteckt.
Reaktionen und Forderungen nach strukturellen Reformen
Bei der Vorstellung des Berichts warnte die Kommissionsvorsitzende Sofía Macher davor, vorläufige Anpassungen als echte institutionelle Reform zu interpretieren.
„Die Verringerung einiger der schwerwiegendsten Formen der Repression ist bedeutsam, stellt aber keineswegs eine Transformation des Systems dar, das sie ermöglicht hat. Solange die repressiven Strukturen nicht abgebaut, die richterliche Unabhängigkeit nicht gewährleistet und die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen nicht ordnungsgemäß untersucht und bestraft werden, bleibt jede Öffnung fragil und umkehrbar. Die Venezolaner verdienen echte und bedeutsame Veränderungen im Bereich der Menschenrechte, keine vorläufigen und unvollständigen Fortschritte.“
Der ehemalige venezolanische Staatsanwalt Zair Mundaray, derzeit im Exil in Kolumbien, reagierte auf die Ergebnisse mit der Feststellung, dass die Schlussfolgerungen mit den Gegebenheiten vor Ort übereinstimmten.
„Sie haben bestätigt, was alle Venezolaner wissen: Der gesamte repressive Apparat des Regimes ist intakt und funktionsfähig.“
Die Kommission bekräftigte, dass bedeutende Fortschritte in Venezuela den Abbau missbräuchlicher Strukturen, die Wiederherstellung der richterlichen Unabhängigkeit und die Rechenschaftspflicht der Täter erfordern.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- wnp.plWenezuela: Raport ONZ: reżim kontynuuje represje, mimo obalenia Maduro
- France 24Directo a... Caracas y la persistencia de violaciones a DD. HH. en Venezuela, según la ONU
- EL PAÍSLa ONU documenta que el aparato represivo en Venezuela sigue intacto pese al cambio político forzado por Estados Unidos
- europa pressLa misión de la ONU sobre Venezuela denuncia que las estructuras de...
- Delcy Rodríguez
- Übergangspräsidentin von Venezuela
- Nicolás Maduro
- Ehemaliger Präsident Venezuelas, im Januar 2026 bei einer US-Militäroperation festgenommen
- Diosdado Cabello
- Venezolanischer Innenminister
- Alex Neve
- Mitglied der Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für Venezuela
- Orte
- Caracas, Genf, Vereinigte Staaten
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