Spanien schweigt still zu Ehren der Erdbebenopfer in Venezuela – Zahl der Toten übersteigt 1.450; USA verdoppeln Nothilfe auf 300 Millionen Dollar
Am Montag zogen sich Schweigeminuten durch die spanischen Gemeinden, fünf Tage nachdem zwei schwere Erdbeben in Venezuela mehr als 1.450 Menschen töteten, darunter 17 spanische Staatsangehörige, und über 3.150 verletzten.
Die seismische Katastrophe
Zwei Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschütterten Venezuela am 24. Juni und verursachten weitreichende Verwüstungen. Bis zum 29. Juni haben die Behörden mindestens 1.450 Todesopfer und 3.150 Verletzte bestätigt, die Rettungsarbeiten laufen noch. Das spanische Außenministerium hat 17 spanische Staatsangehörige unter den Toten identifiziert, 138 werden noch vermisst. In Guillena (Sevilla) wurde die 34-jährige Natalia, eine spanisch-kolumbianische Einwohnerin des Stadtteils Torre de la Reina, tot aufgefunden. Ihr Ehemann und ihre Tochter, die mit ihr reisten, überlebten die Beben. Auf La Gomera wurden drei Einwohner der Kanarischen Inseln tot bestätigt, und die Behörden warnten, dass die Zahl noch steigen könnte.
Wir erhalten traurige Nachrichten, die uns logischerweise beunruhigen. Die Priorität ist jetzt, Leben zu retten, sich um die Familien zu kümmern und das wahre Ausmaß der Tragödie mit Sicherheit zu erfahren.
Spaniens institutionelle Reaktion
Als Reaktion auf einen Aufruf der Spanischen Föderation der Gemeinden und Provinzen (FEMP) hielten Rathäuser und Regionalregierungen im ganzen Land am Montag eine Schweigeminute ab. In Kastilien und León erklärte der Regionalpräsident Alfonso Fernández Mañueco, die Geste „vereine uns mit dem Schmerz Venezuelas“ und versprach psychologische Unterstützungsdienste über die Hotline 012. Die Provinzregierung von Valladolid bewilligte 30.000 Euro außerordentliche Hilfe, die über UNICEF für Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung bereitgestellt wird. In Ciudad Real, das eine große venezolanische Gemeinschaft beherbergt, kündigte Bürgermeister Francisco Cañizares ein Treffen des kommunalen Kooperationsrates an, um Hilfsprojekte zu koordinieren und möglicherweise die Mittel aufzustocken.
Jetzt ist es an der Zeit, Leben zu retten und Hoffnung wieder aufzubauen.
Gemeinden in Trauer
In Guillena nahm die Mutter von Natalia an der Schweigeminute teil, nachdem die Stadt einen offiziellen Trauertag ausgerufen hatte. Der Verband der Venezolaner in Ciudad Real dankte über seine Präsidentin Tania Rimmer den örtlichen Behörden und Anwohnern für ihre Unterstützung und wies darauf hin, dass mehrere Mitglieder vermisste Angehörige haben oder Angehörige verloren haben. In Torremolinos (Málaga) kündigte Bürgermeisterin Margarita del Cid die Erstellung eines Leitfadens an, der sichere Spendenkanäle wie das Rote Kreuz und Caritas auflistet, um unseriöse Angebote zu vermeiden.
Internationale Hilfe und Prävention
Das Außenministerium von US-Außenminister Marco Rubio gab am Montag eine Aufstockung der Nothilfe auf über 300 Millionen Dollar (263 Millionen Euro) bekannt, was einer Verdoppelung der Tage zuvor zugesagten 150 Millionen Dollar entspricht. Von den neuen Mitteln werden 50 Millionen Dollar kritische Partneroperationen finanzieren, womit die gesamte bilaterale und von der UNO koordinierte Unterstützung auf 200 Millionen Dollar für medizinische Versorgung, Nahrung, Wasser, Unterkünfte und Logistik steigt. Vier US-amerikanische Stadt-Such- und Rettungsteams mit über 300 Einsatzkräften und 23 Hunden arbeiten in Venezuela. In der Zwischenzeit forderte die Spanische Agentur für Internationale Entwicklungszusammenarbeit (AECID) die Spender auf, Geldspenden gegenüber Sachspenden zu bevorzugen und nur offizielle Kanäle zu nutzen, um Betrug zu vermeiden.
- Tote
- 1450 Menschen
- Verletzte
- 3150 Menschen
- Spanische Tote
- 17 Menschen
Hilfszeitplan und -umfang
- Zwei Erdbeben (Stärke 7,2 und 7,5) erschüttern Venezuela.
- USA kündigen erste Nothilfe in Höhe von 150 Millionen Dollar an.
- USA verdoppeln Hilfe auf über 300 Millionen Dollar; spanische Gemeinden halten Schweigeminute ab.


