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Fußball·vor 2 Std.

VAR-Verwirrung im WM-Spiel USA gegen Paraguay: Schiedsrichter bestraft Schwalbe mit Regel zur Verwechslung

Eine VAR-Überprüfung in der zweiten Halbzeit des WM-Spiels USA gegen Paraguay führte zu einer umstrittenen Rücknahme einer gelben Karte. Der Schiedsrichter wandte das Protokoll zur „Verwechslung“ an, um eine Schwalbe zu bestrafen, was Fragen aufwarf, ob die Regel es erlaubt, einen Gegenspieler für Simulation zu bestrafen.

Der Vorfall

In der 50. Minute im SoFi-Stadion, während die USA gegen Paraguay mit 3:0 führten, unterbrach der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie das Spiel nach einem Zweikampf zwischen US-Kapitän Tim Ream und Paraguays Miguel Almirón. Makkelie entschied, dass Ream Almirón gefoult hatte, und zeigte dem amerikanischen Verteidiger die gelbe Karte. Der VAR, der Spanier Carlos del Cerro Grande, griff ein und riet dem Schiedsrichter, die Entscheidung wegen Verwechslung zu überprüfen.

Am Bildschirm am Spielfeldrand sah sich Makkelie Wiederholungen an und stellte fest, dass Almirón ein Foul vorgetäuscht hatte, ohne dass es Kontakt mit Ream gab. Er nahm die gelbe Karte gegen Ream zurück und verwarnte stattdessen Almirón wegen Simulation. Die Stadionanzeige zeigte an, dass die VAR-Überprüfung nach dem Protokoll zur „Verwechslung“ durchgeführt wurde.

Die Regeldebatte

Die Entscheidung wurde sofort diskutiert, weil das Protokoll des International Football Association Board (IFAB) zur Verwechslung eine Überprüfung erlaubt, wenn der Schiedsrichter „eindeutig den falschen Spieler“ für ein Vergehen bestraft hat, das von einem Spieler einer der beiden Mannschaften begangen wurde. Das Protokoll besagt jedoch auch, dass „das Vergehen selbst nicht überprüft werden kann“. Makkelie nutzte die Überprüfung nicht nur, um den Namen des verwarnten Spielers zu korrigieren, sondern auch, um die Art des Vergehens von einem Foul durch Ream zu einer Simulation durch Almirón zu ändern.

Quellen teilten der BBC mit, dass die Entscheidung technisch falsch war, auch wenn sie gerecht erschien. Die FIFA gab keine Klarstellung zur Anwendung der Regel ab. Befürworter der Entscheidung argumentierten, dass jedes Mittel zur Bekämpfung von Simulation wertvoll sei, während Kritiker darauf hinwiesen, dass der Wortlaut des IFAB nicht ausdrücklich die Verwarnung eines Gegners für eine Schwalbe abdeckt, wenn die ursprüngliche Entscheidung auf ein Defensivfoul lautete.

Reaktionen

Gut erkannt und die richtige Entscheidung, möchte ich hinzufügen. Das ist die Hauptsache. Jede Anpassung der Regeln, die dazu führt, dass Schwalben bestraft werden, ist gut.

Der ehemalige englische Verteidiger Phil Jagielka begrüßte das Prinzip, Schwalben zu bestrafen, wies aber auf eine mögliche Grauzone hin:

Es ist schwer für die Schiedsrichter, jede Entscheidung richtig zu treffen. Wenn so etwas passiert, wo es offensichtlich keinen Kontakt gab und simuliert wurde und der Schiedsrichter darauf hereingefallen ist, warum sollte man es dann nicht rückgängig machen? Die einzige Frage ist: Was passiert, wenn ich dich ein kleines bisschen berühre und du dann eine Schwalbe machst? Du kannst es nicht rückgängig machen, weil ich dich berührt habe, auch wenn meine Berührung dich nicht hat zusammenbrechen und umfallen lassen. Wo zieht man die Grenze?

Spielausgang

Die USA gewannen das Eröffnungsspiel der Gruppe A mit 4:1, wobei der Vorfall stattfand, als sie mit 3:0 führten. Das Ergebnis gab den Co-Gastgebern einen starken Start ins Turnier, aber das Hauptgesprächsthema des Abends blieb die neuartige Anwendung des VAR-Protokolls.

Inglewood

4 Quellen

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