
Manuel Neuer deutet Rücktritt 2027 an – nach WM-Frust beginnt letzte Bayern-Saison
Der 40‑jährige Kapitän des FC Bayern München, nach dem WM-Aus Deutschlands wieder im Training, sagte, die Saison 2026/27 werde wohl seine letzte als Profi sein.
WM-Enttäuschung und Rückkehr
Manuel Neuer und mehrere deutsche Nationalspieler sind diese Woche in Rottach-Egern zum Vorbereitungstraining des FC Bayern München zurückgekehrt – noch immer mit der Frustration des frühen WM-Aus gegen Paraguay im Gepäck. Der 40‑jährige Torwart, der in seine 21. Profisaison geht, räumte die anhaltende Enttäuschung ein, sagte aber, der Fokus liege nun auf den Vereinszielen. Neben Neuer begannen auch DFB-Kapitän Joshua Kimmich, Neuzugang Nathaniel Brown, Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic und Jonas Urbig mit den Vorbereitungen. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen zeigte sich erleichtert, dass die meisten Spieler ohne schwere Verletzungen zurückgekehrt seien, auch wenn Mittelfeldspieler Lennart Karl während der WM-Vorbereitung verletzt worden war.
Zunächst einmal bin ich froh, dass die meisten von ihnen – abgesehen von Lennart Karl – ohne größere Verletzungen nach Hause gekommen sind oder bald zu Hause sein werden.
Neuer kündigt letzte Saison an
Gegenüber Reportern nach der Trainingseinheit am Dienstag machte Neuer die bislang deutlichste Aussage über das Ende seiner Karriere. „Es sieht sehr danach aus, dass ich aufhöre“, sagte er und fügte hinzu, dass er nicht beabsichtige, die Saison als Abschiedstournee zu behandeln. Er betonte, dass er keine Spiele bestreiten werde, nur um einen letzten Auftritt in einem bestimmten Stadion zu markieren. Der Weltmeister von 2014 hatte bereits nach der Niederlage gegen Paraguay seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bestätigt, und nun scheint auch seine Vereinskarriere einen definierten Horizont zu haben.
Ich spiele die Spiele nicht, um zu sagen: Das ist jetzt mein letztes Spiel. Unabhängig davon, ob ich vielleicht das letzte Mal in dem einen oder anderen Stadion war, aber es sieht sehr danach aus, dass ich aufhöre.
Warum er weitermacht
Neuer verriet, dass er diesen Sommer kurz vor dem Aufhören stand. „In vielleicht 85 Prozent der Fälle hätte ich aufgehört“, sagte er, aber das Umfeld unter Trainer Vincent Kompany und die Qualität des Kaders hätten ihn überzeugt, weiterzumachen. Er beschrieb das Team, den Trainerstab und die Vereinsstruktur als die 15 Prozent, die ihn sicher machten, dass er weitermachen müsse. Die Chance, erneut um alle Titel zu kämpfen – nach dem Gewinn des nationalen Doubles und dem Erreichen des Champions-League-Halbfinals in der vergangenen Saison – war ein entscheidender Faktor.
Wir haben immer die Möglichkeit, um alle Titel zu spielen, und wir sind mit dem Team voll auf der Höhe. Deshalb zählen dieses Team, der Kader und die Struktur, die wir im Verein haben, zu den 15 Prozent, bei denen ich gesagt habe: Ich muss unbedingt weitermachen.
Neue Zugänge und Kaderausblick
Neuer begrüßte die Transferaktivitäten des Vereins und stellte fest, dass kein Stammspieler der ersten Elf abgegeben wurde. Nathaniel Brown kam für rund 50 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt und wurde am Mittwoch offiziell vorgestellt. Ismael Saibari, für eine ähnliche Ablösesumme von der PSV Eindhoven verpflichtet, arbeitet sich von einer Verletzung zurück. Neuer sagte, die Neuzugänge brächten „genug Power“, um das Team voranzubringen. Weitere WM-Teilnehmer wie Konrad Laimer, Luis Díaz und Josip Stanisic werden in Kürze zurückerwartet, während Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano als Letzte zurückkehren.
- Neuer kehrt zum FC-Bayern-Training in Rottach-Egern zurück und kündigt seine letzte Saison an
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- Testspiel gegen den FC Rottach-Egern beendet die Trainingstage am Tegernsee
Förderung der nächsten Generation
Neuer äußerte sich auch zu seiner Rolle bei der Entwicklung des 22‑jährigen Jonas Urbig, seines designierten Nachfolgers. Er erwarte eine ähnliche Rotation wie in der vergangenen Saison, bei der sich die Torhüter gegenseitig unterstützen. „Wir werden uns helfen, wir werden uns pushen, damit wir auf der Torhüterposition immer das Beste für die Mannschaft geben können“, sagte er. Das Trainingslager am Tegernsee endet am Donnerstag mit einem Testspiel gegen den Lokalverein FC Rottach-Egern, bevor der Fokus vollständig auf die neue Bundesliga-Saison gerichtet wird.


