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Fußball·vor 2 Std.

Gary Neville geißelt 'absurde' FIFA-Geheimniskrämerei nach VAR-Kontroverse um Katars historisches WM-Unentschieden gegen die Schweiz

Katar hat mit einem Ausgleich in der Nachspielzeit gegen die Schweiz den ersten WM-Punkt seiner Geschichte geholt, doch das Spiel wurde von einer VAR-Kontroverse überschattet, die heftige Kritik von Gary Neville hervorrief.

Dramatischer Schluss

Die Schweiz ging in der 17. Minute in Führung, als Breel Embolo einen Elfmeter verwandelte, der nach einem Foul von Torhüter Mahmoud Abunada an Remo Freuler gegeben worden war. Die Entscheidung wurde vom VAR überprüft und bestätigt, obwohl Fernsehwiederholungen später andeuteten, dass Freuler möglicherweise im Abseits gestanden hatte. Katars Kapitän Boualem Khoukhi köpfte dann in der vierten Minute der Nachspielzeit eine Flanke von Homam Ahmed zum 1:1-Ausgleich, was euphorische Jubelszenen auslöste und den ersten WM-Punkt sicherte.

Schlüsselmomente: Katar 1:1 Schweiz
  1. 13': Elfmeter für die Schweiz nach VAR-Überprüfung des Fouls an Remo Freuler
  2. 17': Breel Embolo verwandelt Elfmeter zur 1:0-Führung der Schweiz
  3. 90+4': Boualem Khoukhi köpft den Ausgleich, Katars erster WM-Punkt

VAR-Kontroverse bricht aus

Der frühere englische Nationalspieler und ITV-Experte Gary Neville äußerte sich während der Übertragung vernichtend über die FIFA. Er forderte den Weltverband auf, die Abseitsdaten aus dem automatischen System zu veröffentlichen.

Warum zeigen Sie es uns nicht? Sie haben es beim letzten Turnier gemacht. Für mich ist es Abseits, solange nichts anderes bewiesen wird. Es erinnert an eine Diktatur – solche Daten für sich zu behalten und sie den Fans nicht zu zeigen, ist absolut absurd.

FIFAs Reaktion und Nevilles Wut

Die FIFA gab nach dem Spiel eine Erklärung heraus, in der sie erläuterte, dass eine kurze technische Störung die Verwirrung verursacht habe, die VAR-Analyse jedoch gemäß den Protokollen durchgeführt worden sei und die Linien keine Abseitsstellung angezeigt hätten. Nevilles Vorwurf der Geheimniskrämerei verfing dennoch, da das Vertrauen sowohl in den Weltverband als auch in die Technik weiterhin fragil ist.

Schweizer Frust und Gruppenaussichten

Das Unentschieden bedeutet, dass alle vier Mannschaften der Gruppe B nach der ersten Runde einen Punkt haben, nachdem Kanada zuvor 1:1 gegen Bosnien und Herzegowina gespielt hatte. Die Schweizer Spieler waren sichtlich enttäuscht.

Jedes Unentschieden ist für uns wie eine Niederlage. Diese Leistung war nicht gut genug, um zu gewinnen.

Torhüter Gregor Kobel bezeichnete den späten Ausgleich als "unglaublich bitter" und beklagte die mangelnde Präzision seiner Mannschaft vor dem Tor. Die Schweiz hatte 26 Torschüsse, Katar sieben, aber sie brachten das Spiel nicht nach Hause.

Torschüsse: Schweizer Dominanz unbelohnt · Torschüsse
Schweiz
26 Torschüsse
Katar
7 Torschüsse

Katars Trainer Julen Lopetegui lobte die Mentalität seiner Mannschaft.

Wir haben einen Traum erfüllt, indem wir hierhergekommen sind. Jetzt haben wir einen weiteren, und wir werden dafür kämpfen.

Katar trifft als nächstes auf Kanada und Bosnien und Herzegowina, während die Schweiz später in der Gruppenphase auf Bosnien und Kanada trifft.

Santa Clara

8 Quellen

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