BerichtVance: Iran-Krieg Grund für Wahlniederlage

Wahlen · Washington

Vance gibt Trumps Iran-Krieg die Schuld an der Niederlage der Republikaner bei den Midterms und distanziert sich vom Präsidenten

JD Vance hat die Niederlage der Republikaner bei den Midterms dem Krieg gegen den Iran zugeschrieben, den Trump Ende Februar begonnen hat. Trump sagt, er würde nichts anders machen, während der frühere Bush-Sprecher Ari Fleischer argumentiert, der Waffenstillstand sei der eigentliche Fehler gewesen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, Der Tagesspiegel, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Die Midterms enden mit einem Erdrutschsieg der Demokraten und einer Niederlage der Republikaner
  2. Mittwochmorgen, 4. NovemberVance veröffentlicht auf X eine 614 Wörter lange Analyse, in der er den Iran-Krieg für die Niederlage verantwortlich macht
  3. Mittwochmittag, 4. NovemberTrump besichtigt den Ballsaal-Bau im Weißen Haus und sagt, der Ölpreis und nicht der Krieg sei der Hauptgrund gewesen

Vance legt die Schuld auf den Krieg

JD Vance veröffentlichte am Mittwochmorgen, dem 4. November, einen 614 Wörter langen Beitrag auf X, in dem er argumentierte, die Republikaner hätten die Midterms wegen des Krieges gegen den Iran verloren, den Trump Ende Februar 2026 begonnen hatte. Mehrere Quellen sagten Politico, Vance habe den Beitrag selbst geschrieben und das Weiße Haus vor der Veröffentlichung informiert, und Trump habe das völlig in Ordnung gefunden. In dem Beitrag schrieb Vance, jeder wisse, warum die Partei verloren habe, und jede ehrliche Debatte über den weiteren Weg müsse dort ansetzen. Er schrieb außerdem, wer glaube, der Krieg sei es wert gewesen, dafür sechs Jahre lang den Senat zu verlieren, solle das offen sagen. El País las die Botschaft entweder als Rüge an seinen Chef oder als ersten Schritt eines ehrgeizigen Politikers, der die Nominierung für 2028 anstrebt.

Trumps eigene Darstellung

Trump hatte Fox News bereits gesagt, ein Teil der Niederlage hänge mit dem Iran zusammen. Am Mittwoch sagte er, Vance weitgehend zuzustimmen sei richtig, weil der Krieg die Benzinpreise in die Höhe getrieben habe. Kurz darauf argumentierte er, der Ölpreis und nicht der Krieg selbst sei der Hauptgrund für die Verluste gewesen. Er sagte auch, er könne den Krieg jederzeit beenden, und er würde nichts daran ändern, weil das Ziel sei, den Iran am Besitz von Atomwaffen zu hindern. Am Wahlabend hatte er gesagt, er stehe nicht zur Wahl, deshalb seien nicht genug Menschen zur Wahl gegangen. Am selben Mittwoch führte er Reporter durch den im Bau befindlichen Ballsaal im Weißen Haus – ein Projekt, das laut n-tv von Tech-Milliardären aus dem Silicon Valley finanziert wird – und sprach über Marmorböden und Kronleuchter.

Was Vance zufolge die Wähler wollten

Vance argumentierte, die Wahlbeteiligung sei nicht das Hauptproblem gewesen, denn seine Leute seien durchaus zur Wahl gegangen; die Datenanalysten seines Teams hätten vor der Wahl untersucht, ob die Wählerschaft jener von 2024 ähnele. Das eigentliche Problem sei, schrieb er, dass viele Menschen, die 2024 für Trump und Vance gestimmt hätten, 2026 für die Demokraten gestimmt hätten. Ein von ihm zitierter Meinungsforscher habe frühere Trump-Wähler gefragt, was sie zurückbringen würde, und fast alle Antworten hätten sich vier Forderungen zuordnen lassen: den Krieg beenden, sich auf Lebenshaltungskosten und Inflation konzentrieren, America first und eine Veränderung des Verhältnisses zu Israel. Vor der Wahl hatte ein anderer Meinungsforscher eine Niederlage von 13 Prozentpunkten bei der generischen Kongresswahl vorhergesagt, und Vance schrieb, selbst dieser sei von dem Ergebnis schockiert gewesen. Ein Datenexperte habe ihn zudem gewarnt, dass viele Wähler von Trump und Vance aus dem Jahr 2024 wütend seien und planten, andere Kandidaten zu wählen.

Die Republikaner gehen aufeinander los

Ari Fleischer, von Januar 2001 bis Juli 2003 Pressesprecher des Weißen Hauses unter George W. Bush, antwortete Vance direkt auf X. Er argumentierte, das Problem sei der Waffenstillstand und nicht der Iran-Krieg, und der Konflikt hätte mit einer weit geöffneten Straße von Hormus und fließendem Öl enden müssen. Fleischer sagte, wer einen Krieg beginne, müsse ihn gewinnen und beenden, und er bezeichnete die Entscheidung zum Angriff auf den Iran als die von Trump, die er für die richtige hielt. Marjorie Taylor Greene, eine frühere Abgeordnete, die inzwischen von vielen in der Partei gemieden wird, forderte, Trump aus der Republikanischen Partei zu werfen. Floridas scheidender Gouverneur Ron DeSantis kritisierte die Republikaner im Kongress unter anderem dafür, dass sie sich der Veröffentlichung der Jeffrey-Epstein-Akten widersetzten, und laut CNN nannte er das Ergebnis für die Partei in Teilen des Landes nahezu existenziell.

Wie es weitergeht

Vance gilt seit Langem als möglicher republikanischer Präsidentschaftskandidat für 2028, und Watson liest seine Analyse als frühen Versuch, sich als Stimme für die neue Richtung der Partei zu positionieren. Watson argumentiert zudem, die Niederlage könne die letzten zwei Jahre von Trumps Präsidentschaft verändern und einen Wettstreit darüber eröffnen, wer die Partei führt. Stern fragt, wer als Erster für die Niederlage bezahlen wird – eine Frage, die offen bleibt. Trump hat gesagt, er würde beim Krieg wieder genauso handeln, was den Dissens zwischen ihm und seinem Vizepräsidenten ungelöst lässt.

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