Regierung · Timișoara

USR-Kongress in Timișoara: Fritz und Miruță zielen auf PSD und die Regierung Niculescu

Der Kongress in Timișoara wählt ein neues 24-köpfiges Nationalbüro und zieht Bilanz über die Arbeit der fünf ehemaligen Minister der Partei. Parteipräsident Dominic Fritz nutzte die Veranstaltung, um Bedingungen für eine Unterstützung der Regierung Niculescu zu formulieren.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, Ziare.com, G4Media.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Timișoara · Rumänien

Kongress wählt neue Führung und zieht Bilanz

Der USR-Kongress in Timișoara wählt am Samstag, 31. Oktober, die 24 Mitglieder eines neuen Nationalbüros; rund 600 Delegierte aus dem ganzen Land stimmen ab. Das Mandat von Dominic Fritz als Parteipräsident steht bei diesem Kongress nicht zur Wahl. Die Delegierten verabschiedeten ein Dokument, das die Arbeit der USR-Minister bilanziert, die Grundsätze der Partei in der Opposition festhält und ihren Kurs für eine künftige Regierung umreißt. Fritz hatte sein Amt als Bürgermeister von Timișoara verloren, nachdem er im Juni einen Rechtsstreit mit der Nationalen Integritätsagentur (ANI) verloren hatte. Der Oberste Kassations- und Justizhof stellte daraufhin rechtskräftig einen Interessenkonflikt fest.

Das Dokument nennt Ergebnisse von fünf Ministern: Diana Buzoianu, Oana Țoiu, Radu Miruță, Irineu Darău und Ionuț Moșteanu. Laut der Partei wurden die Forstdirektionen von 41 auf 19 reduziert, und illegaler Holzeinschlag wird nun per Satellit verfolgt. Im Verteidigungsministerium hätten 238 Kontrollen Unregelmäßigkeiten im Wert von 800 Millionen Lei gestoppt. Die Partei erklärt zudem, das SAFE-Programm habe Rumänien über 16 Milliarden Euro gebracht – die zweitgrößte Zuweisung in der EU. Bei 23 Staatsunternehmen seien professionelle Auswahlverfahren eingeleitet, fünf Rüstungsbetriebe wieder in Betrieb genommen und eine geplante Erhöhung der Metroticket-Preise gestoppt worden.

Fritz schließt Unterstützung für PSD aus und skizziert reformerische Agenda

Fritz sagte den Delegierten, die Partei habe vor dem Misstrauensantrag eine einfache Sache versprochen.

„Wir haben eine einfache Sache versprochen: Wir werden nicht die Leiter sein, auf der die PSD zurück an die Macht klettert.“

Dominic Fritz, USR-Präsident

Die Partei wolle eine Regierung ohne PSD und ohne AUR, aufgebaut mit Bürgern, Bürgermeistern und reformerischen Kräften, mit der PNL als gleichberechtigtem Partner. Aus der Opposition werde die USR zu jedem schädlichen PSD-Gesetz einen Gegentwurf vorlegen und sich jeder Steuererhöhung entschieden widersetzen. Zu den genannten Prioritäten gehören der Abbau des Haushaltsdefizits, die Kürzung staatlicher Privilegien, das Ende von Verjährungsfristen als Weg aus der Justiz und eine echte Kontrolle des Parlaments über die Geheimdienste. Das Dokument nennt außerdem Drohnenschutz an der Ostgrenze, Unterstützung für die Ukraine und die Republik Moldau sowie die Rückkehr zur Wahl der Bürgermeister in zwei Wahlgängen.

Druck auf die Regierung Niculescu

Fritz kritisierte den konfrontationsscheuen Stil von Ministerpräsident Luca Niculescu und argumentierte, dessen Verhältnis zum PSD-Chef Sorin Grindeanu könne den Sozialdemokraten ermöglichen, die Richtung der Regierung zu bestimmen. Das Vertrauen in Niculescu werde daran gemessen, wie oft er Nein zur PSD sage und sich weigere, deren Maßnahmen zu unterzeichnen. Fritz verwies auf Fristen, die Grindeanu der Regierung gesetzt habe: Klärung des Defizits bis 1. November und Haushalt bis 1. Dezember. Er fügte hinzu, die PSD werde den Ministerpräsidenten nach sechs Monaten bewerten, und wies darauf hin, dass die PSD im Kabinett Niculescu elf Minister stellt. Fritz warf der AUR zudem vor, die PSD heimlich zu unterstützen, um Schritte rückgängig zu machen, die USR-Mitglieder in der Regierung Bolojan unternommen hätten. Er bezeichnete die AUR als Sicherheitsventil des Systems, das die öffentliche Wut von den eigentlichen Verantwortlichen wegleite.

Țoiu und Miruță greifen Grindeanu an

Die ehemalige Außenministerin Oana Țoiu warf Grindeanu vor, nicht den Mut zu haben, in die Regierung zurückzukehren, und sagte, er habe sich eine neue Rolle als oberster Klagender des Landes ausgesucht. Sie verknüpfte ihre Kritik mit den Protesten gegen die Verordnung 13.

„Grindeanu hat, nachdem Rumänien auf die Straße gegangen ist, um die Verordnung 13 zu stoppen, nicht mehr den Mut, in die Regierung zurückzukehren.“

Oana Țoiu, Ehemalige USR-Außenministerin

Țoiu behauptete außerdem, die PSD werde zwei Drittel der für 27 Krankenhäuser ausgehandelten PNRR-Mittel verlieren, dazu eine Milliarde Euro, die Rumänien zustehe. Radu Miruță, einer der fünf USR-Minister der scheidenden Regierung, verspottete Grindeanus Haushaltsbehauptungen. Grindeanu hatte der Vorgängerregierung vorgeworfen, Schulden hinterlassen zu haben, und erklärt, er betreibe die „Deuserisierung“ der Ministerien.

„Herr Grindeanu sucht ein imaginäres Loch im Staatshaushalt.“

Radu Miruță, USR-Minister in

Miruță meinte, Grindeanu könne womöglich auch Ciolacus Abiturdiplom finden und die Investorentreffen, die Ponta und Manole in Mykonos abgehalten hätten. Die Beschwerden der PSD seit ihrer Rückkehr in die Regierung vor 11 Tagen zeigten, dass die Ministerposten ihre Mitglieder überforderten.

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