
PSD stellt Bedingungen für Regierung Niculescu – Neuwahlen nach 160 Tagen immer wahrscheinlicher
Die PSD wird die Regierung von Luca Niculescu nur unterstützen, wenn sie gemeinsam mit PNL und UDMR eine Mehrheit erhält, sagte Sorin Grindeanu am Montag, dem 12. Oktober, und warnte, andernfalls drohten Neuwahlen.
Bedingungen für die Unterstützung der Regierung Niculescu
Am Montag, dem 12. Oktober 2026, erklärte Sorin Grindeanu, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei (PSD), die Partei werde die Regierung des designierten Ministerpräsidenten Luca Niculescu nur unterstützen, wenn dieser gemeinsam mit der Nationalliberalen Partei (PNL) und der Demokratischen Union der Ungarn in Rumänien (UDMR) eine parlamentarische Mehrheit sichere. Niculescu ist der vierte Nominierungsversuch von Präsident Nicușor Dan, der gehofft hatte, mit dem vierten Anlauf die Krise zu beenden. Die Artikel zählen 160 Tage seit dem Sturz der Regierung Bolojan Anfang Mai, und die Blockade ist weiterhin ungelöst.
Die PSD stellt eine zweite Bedingung: ein Programm, das die wirtschaftliche Ausrichtung ändert und Maßnahmen korrigiert, die die Einkommen der Menschen treffen. Parteiquellen erklärten gegenüber Journalisten, die PSD lehne ein Kabinett aus Technokratenministern und eine Einparteienregierung ab, in der die PSD nur als Stütze fungieren würde. Grindeanu betonte, Niculescu sei nicht der Kandidat der Partei.
Luca Niculescu ist nicht der Ministerpräsident der PSD, er ist unabhängig. Wir fordern eine gemeinsame Anstrengung aller verantwortungsvollen Parteien.
Neuwahlen rücken auf die Tagesordnung
Das Ständige Nationale Büro der PSD trat am Montag zusammen und beschloss die Einsetzung einer Kommission zur Analyse der Wahlgesetzgebung, die vom ehemaligen Vizepremier Marian Neacșu geleitet werden soll. Grindeanu sagte auf der Pressekonferenz, das Szenario von Neuwahlen 'scheint ein zunehmend reales Szenario' angesichts der politischen Meinungsverschiedenheiten zu sein. Er fügte hinzu, es sei kein wünschenswertes Ergebnis, könne aber in der kommenden Zeit unvermeidlich werden.
- Das Parlament stürzt die Regierung Bolojan
- Das Ständige Nationale Büro der PSD stellt Bedingungen für die Unterstützung der Regierung Niculescu
Grindeanu sagte, ohne eine PSD-PNL-UDMR-Mehrheit für das Kabinett Niculescu würden Neuwahlen folgen. Claudiu Manda, Generalsekretär der PSD, eröffnete die Diskussion über Neuwahlen in der Parteiversammlung. Libertatea berichtet, die PSD-Führung sei in dieser Frage gespalten. Viele erwarten nicht, dass es zu Neuwahlen kommt, während andere sie angesichts der Unberechenbarkeit von Präsident Nicușor Dan nicht ausschließen. Grindeanu schlug vor, die Parteien sollten sich treffen und im März oder April bewerten, ob es sich lohnt, fortzufahren.
Manda schrieb auf Facebook, die PSD müsse auf Neuwahlen vorbereitet sein, die seiner Ansicht nach nicht die Antwort seien, die Rumänien brauche.
Neuwahlen sind nicht das Szenario, das Rumänien braucht. Aber sie können Realität werden, wenn derselbe Mann, der seit fünf Monaten die Regierungsbildung blockiert, sich weiterhin mehr um Parteinteressen als um die Probleme der Menschen kümmert.
Bolojan und die liberale Antwort
Der ehemalige Ministerpräsident Ilie Bolojan, der die PNL führt, lehnte die Forderungen der PSD nach einer Regierungsbeteiligung ab. Mediafax berichtet, er habe gesagt, der Wunsch der PSD, die Koalition wiederherzustellen, ziele darauf ab, politische Verantwortung für die durch den Sturz der Regierung Anfang Mai verursachte Krise zu vermeiden.
Die PSD hat gezeigt, dass sie Partner braucht, um jemanden zu haben, dem sie die Schuld geben kann.
Manda antwortete auf Bolojans Spott über die Vorschläge der PSD, insbesondere den Verweis auf das 'Füllhorn' (cornul abundenței). Er sagte, Bolojan solle sich auf die Suche nach wirtschaftlichen Lösungen konzentrieren, nachdem der Bevölkerung Sparmaßnahmen abverlangt worden seien. Raluca Turcan, eine PNL-Abgeordnete, schrieb, PSD und AUR hätten die Mehrheit gehabt, um die Regierung zu stürzen, aber es fehle ihnen an Willen und Lösungen, eine andere zu bilden. Sie sagte, die Nichtverabschiedung des Lohngesetzes habe Rumänien 770 Millionen Euro an EU-Mitteln aus dem nationalen Aufbauplan gekostet, und die Regierung Bolojan habe das Defizit auf 7,9 % des BIP gesenkt.
UDMR und die Suche nach einer Mehrheit
Grindeanu sagte, er sei überzeugt, dass die UDMR einer Regierung beitreten würde, wenn PSD und PNL sich an einem von Luca Niculescu gebildeten Kabinett beteiligen. Er verwies auf UDMR-Präsident Kelemen Hunor, der gesagt habe, seine Partei würde in eine PSD-PNL-UDMR-Regierung eintreten, aber nicht in eine PSD-UDMR-Regierung. Hunor hat erklärt, derzeit gebe es in der Partei keine Neigung, in die Regierung einzutreten. Grindeanu bezeichnete die UDMR als engagierte Partei und beschuldigte auf derselben Pressekonferenz die PNL, vor der Verantwortung davonzulaufen.
Wie es weitergeht
Niculescu besuchte am Montag die USR-Zentrale und traf deren Führung. Libertatea berichtete, das Ausmaß der Unterstützung, das er bis Ende Montag sammle, werde das nächste Signal sein, und es könne ihm nahegelegt werden, zurückzutreten. Die PSD-Kommission für Wahlgesetzgebung soll nun die Regeln für Neuwahlen prüfen, während die Bedingungen der Partei für einen Beitritt zu einer Regierung Niculescu bestehen bleiben.
