
US-Angriffe auf iranische Radarstationen nach Drohnenstart; Iran antwortet mit ballistischen Raketen gegen Golfallierte
US-Streitkräfte haben iranische Radarstationen angegriffen, nachdem sie Drohnen über der Straße von Hormus abgeschossen hatten. Daraufhin feuerte Iran ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain ab, was den Waffenstillstand vom April weiter belastet.
Drohnenstart und US-Angriff
Am Freitag startete Iran vier Angriffsdrohnen in Richtung Straße von Hormus. US-Streitkräfte schossen sie ab; das Central Command erklärte später, die Drohnen hätten „eine unmittelbare Gefahr für den regionalen Seeverkehr dargestellt.“ Nach dem Abfangen griffen US-Streitkräfte iranische Küstenüberwachungsradarstationen in Goruk und auf der Insel Qeschm an und bezeichneten dies als Verteidigungsmaßnahme zur Verhinderung weiterer Angriffe.
Die Angriffsdrohnen stellten eine unmittelbare Gefahr für den regionalen Seeverkehr dar.
Iranische Raketenvergelzung
Stunden später feuerte Iran nach Angaben von Centcom sieben ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain ab. Das US-Militär fing sechs Raketen ab, eine siebte verfehlte ihr Ziel. Es gab keine verletzten US-Soldaten. Die iranischen Revolutionsgarden behaupteten, sie hätten den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait, die 5. US-Flotte in Bahrain sowie vier Öltanker angegriffen, die versuchten, die Straße zu verlassen. Centcom dementierte eine Beschädigung des Hauptquartiers der 5. Flotte.
Dieser Angriff war ein klarer Verstoß gegen den Waffenstillstand vom April 2026 und eine Aggression gegen die territoriale Integrität Irans.
Waffenstillstand unter Druck
Die am 8. April geschlossene Waffenruhe, die den am 28. Februar mit US-israelischen Angriffen begonnenen Konflikt unterbrach, wurde von beiden Seiten wiederholt verletzt. Teheran bezeichnete den US-Radarangriff als „flagranten Verstoß“ und forderte den UN-Sicherheitsrat auf, auf die „rechtswidrigen Handlungen“ Washingtons zu reagieren. Es warnte die Golfnachbarn davor, ihr Territorium für Angriffe auf Iran zur Verfügung zu stellen.
Diese Aktionen gefährden den Frieden in der Region und in der Welt.
Weiterer Krieg und wirtschaftliche Folgen
Die Straße von Hormus, ein Nadelöhr für etwa 20 % des globalen Ölflusses, ist seit Kriegsbeginn faktisch geschlossen; die USA verhängen eine Seeblockade iranischer Häfen. Energie- und Lebensmittelpreise sind stark gestiegen und bereiten Präsident Trumps Republikanischer Partei vor den Zwischenwahlen politischen Gegenwind. Anfang der Woche beschädigte ein iranischer Drohnenangriff ein Passagierterminal am Flughafen von Kuwait, tötete eine Person und verletzte Dutzende.
Trump sagte am Freitag, der drei Monate alte Krieg sei „weitgehend beendet“, könnte aber „auf schwierigere Weise“ enden als durch Gespräche. Indirekte Verhandlungen sind ins Stocken geraten. Pakistan entsandte erneut Innenminister Mohsin Naqvi in den Iran – ein Zeichen für anhaltende diplomatische Bemühungen.
- Iran startet vier Angriffsdrohnen in Richtung Straße von Hormus
- USA schießen Drohnen ab und greifen Radarstationen in Goruk und auf Qeschm an
- Iran feuert sieben ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain
- US-Streitkräfte fangen sechs Raketen ab; eine verfehlt das Ziel
- Iran verurteilt US-Angriff als Waffenstillstandsverletzung; diplomatische Bemühungen werden wieder aufgenommen
Regionale Reaktionen
Bahrain und Kuwait verurteilten die iranischen Raketenangriffe. Das kuwaitsche Militär teilte mit, es habe anfliegende Raketen und Drohnen abgefangen, während Bahrain Luftalarm auslöste und die Bevölkerung aufforderte, Schutz zu suchen. Die USA versicherten, dass sie ihre Interessen und Verbündeten vor weiteren Angriffen verteidigen würden.


