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Konflikte·vor 1 Std.

USA signalisiert Bereitschaft zur Stationierung atomwaffenfähiger Bomber in weiteren europäischen NATO-Staaten – Polen und Baltikum interessiert

Amerikanische Beamte haben laut Quellen der Financial Times ihre Bereitschaft signalisiert, über die Stationierung von Dual-Use-Kampfflugzeugen über die derzeit sechs Gastgeberländer hinaus zu diskutieren. Europäische Verbündete suchen angesichts der Sorgen über einen möglichen Abzug konventioneller US-Streitkräfte nach Sicherheit.

Vertrauliche Gespräche im Gange

Die Vereinigten Staaten führen streng vertrauliche Gespräche über die Möglichkeit, atomwaffenfähige Bomber in weiteren NATO-Mitgliedstaaten in Europa zu stationieren. Drei mit den Gesprächen vertraute Personen teilten der Financial Times mit, dass US-Beamte grundsätzliche Bereitschaft signalisiert hätten, Stationierungen über die sechs Länder hinaus in Betracht zu ziehen, die derzeit solche Flugzeuge beherbergen. Die Gespräche finden auf NATO-Kanälen statt, allerdings warnte eine Quelle, dass eine formelle Einigung über die Ausweitung der Stationierung amerikanischer Atomwaffen nicht unmittelbar bevorstehe.

Die Gespräche werden innerhalb der NATO fortgesetzt.

Financial Times source

Staaten der Ostflanke zeigen Interesse

Ländern an der NATO-Ostflanke, darunter Polen und einige baltische Staaten, haben nach Angaben von zwei der von der FT zitierten Quellen Interesse an der Stationierung von US-Dual-Use-Kampfflugzeugen (DCA) bekundet. Die Quelle fügte hinzu, dass die Verbündeten nahe der russischen Grenze das größte Interesse gezeigt hätten. Polnische Beamte haben sich öffentlich für die Stationierung amerikanischer Atomwaffen auf ihrem Territorium ausgesprochen. Der frühere Präsident Andrzej Duda rief die USA auf, die DCA-Initiative auf polnisches Hoheitsgebiet auszuweiten, und Warschau schloss sich in diesem Jahr einer neuen französischen Initiative an, die die vorübergehende Verlegung eines Teils der französischen nuklearen Abschreckung in verbündete europäische Länder untersuchen soll.

Aktuelle nukleare Teilhabe

Das nukleare Teilhabeprogramm der NATO umfasst derzeit sechs Verbündete: Belgien, Deutschland, Italien, die Niederlande, die Türkei und das Vereinigte Königreich. Diese Länder beherbergen US-DCA-Flugzeuge und US-Atombomben, wobei Washington jedoch die alleinige Befugnis über deren Einsatz behält. Das Programm wurde während des Kalten Krieges geschaffen und bleibt ein zentrales Element der NATO-Abschreckungsstrategie. Die von den Bündnisstaaten zugewiesenen Flugzeuge, die mit F-35-, F-15- und Tornado-Kampfflugzeugen ausgerüstet sind, werden für die Teilnahme an Übungen und Missionen ausgebildet, während die Waffen selbst von US-Streitkräften gelagert und bewacht werden.

Hintergrund der europäischen Sicherheitsbedenken

Die Gespräche finden vor dem Hintergrund weit verbreiteter Besorgnis in Europa über die Pläne von Präsident Donald Trump statt, die Zahl der US-Truppen zu reduzieren und wichtige Waffensysteme vom Kontinent abzuziehen. Zwei Quellen erläuterten, dass die Bereitschaft Washingtons, über eine Ausweitung des Programms zu diskutieren, dazu dienen solle, das fortgesetzte Engagement der USA für den nuklearen Schutzschirm für Europa zu demonstrieren, auch wenn die NATO-Verbündeten gedrängt werden, einen größeren Anteil der konventionellen Verteidigungslast zu übernehmen.

Die Vereinigten Staaten werden ihre Atomwaffen weiterhin zum Schutz der NATO-Mitglieder einsetzen, selbst wenn die europäischen Verbündeten die Führung bei den konventionellen Streitkräften übernehmen.

Russische Invasion als Katalysator

Die russische Invasion der Ukraine und die wiederholten Äußerungen von Präsident Wladimir Putin über die nuklearen Fähigkeiten des Kremls haben laut den Quellen das Interesse einiger Verbündeter an der Stationierung amerikanischer Nuklearinfrastruktur beschleunigt. Der FT-Bericht stellte fest, dass Reuters die Informationen nicht sofort überprüfen konnte und dass das Weiße Haus, das US-Verteidigungsministerium und die NATO nicht sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme reagierten.

Warschau · Washington · Brüssel

8 Quellen

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