KI-generiert·Mehr erfahren
© La Repubblica.it
Konflikte·vor 3 Std.

USA starten neue Angriffswelle auf Iran nach Abschuss einer Apache, Teheran antwortet mit Raketen auf Golfsützpunkte

Das US-Zentralkommando begann am Dienstagabend mit neuen Selbstverteidigungsschlägen gegen mehrere Ziele im Iran, nach einem vorangegangenen Schlagabtausch, bei dem Teheran mit Raketen und Drohnen auf amerikanische Stellungen in Bahrain, Jordanien und Kuwait reagierte.

Eine neue Welle US-amerikanischer Angriffe

Das US-Militär leitete am Abend des 10. Juni 2026 eine weitere Angriffswelle gegen den Iran ein. Das US-Zentralkommando (Centcom) gab auf X bekannt, dass die als Selbstverteidigungsmaßnahmen beschriebenen Angriffe um 17:15 Uhr Ostküstenzeit begannen und auf mehrere Ziele im Iran gerichtet waren. Die Operation wurde vom Oberbefehlshaber angeordnet und ist eine Reaktion auf das, was Centcom als anhaltende und ungerechtfertigte Aggression Irans bezeichnete.

Es wurde über Explosionen in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas, nahe der Straße von Hormus, sowie auf der Insel Qeshm und der Insel Hengam berichtet. Auch westlich von Teheran meldeten iranische Staatsmedien Aktivitäten der Luftabwehr, weitere Detonationen waren um die Insel Kisch im Persischen Golf und den Hafen von Sirik in der Provinz Hormozgan zu hören.

Der Auslöser: Ein abgeschossener Apache

Der jüngste Eskalationsschritt folgt auf eine Reihe von Angriffen, die in der Nacht begannen. Die ersten US-Angriffe waren eine Vergeltung für den Abschuss eines amerikanischen Apache-Hubschraubers über der Straße von Hormus durch iranische Streitkräfte. Präsident Donald Trump forderte eine energische Antwort und sagte gegenüber ABC News: „Ich will eine sehr energische Antwort.“

Diese ersten US-Angriffe, die von Kampfjets der Luftwaffe und der Marine mit Präzisionsmunition durchgeführt wurden, richteten sich gegen iranische Luftabwehrsysteme, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradaranlagen rund um die Straße von Hormus. Centcom bestätigte den Abschluss dieser ersten Welle auf X.

Irans Vergeltung weitet das Kriegsgebiet aus

Die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) Irans reagierte auf die ersten US-Angriffe mit dem Abschuss von Raketen und Drohnen auf amerikanische Ziele in der gesamten Region. Die IRGC gab auf Telegram bekannt, 21 militärische Ziele getroffen zu haben, darunter die US-Fünfte Flotte in Bahrain und US-Militärbasen in Jordanien und Kuwait.

In Bahrain zeigte ein von CNN geolokalisiertes Video einen Lichtblitz in der Nähe eines US-Stützpunkts, kurz nachdem im Land Sirenen ertönt waren. Die jordanischen Streitkräfte gaben bekannt, sie hätten fünf aus dem Iran auf Azraq abgefeuerte Raketen abgefangen und abgeschossen; herabfallende Trümmer hätten weder Opfer noch Sachschaden verursacht. Sowohl Jordanien als auch Kuwait meldeten die Aktivierung ihrer Luftabwehr, wobei unklar bleibt, ob US-Einrichtungen Schaden erlitten. Eine US-Kampfdrohne wurde zudem im iranischen Luftraum abgeschossen.

Marineschaden durch Kollateralschlag und vermisste Seeleute

Im Kreuzfeuer wurde am Dienstagnachmittag vor der Küste Omans ein unter indischer Flagge fahrender Tanker von US-Streitkräften getroffen, nachdem er einer Aufforderung zum Anhalten nicht nachgekommen war. Nach Angaben Neu-Delhis wurden 21 Besatzungsmitglieder gerettet, drei weitere werden vermisst. Das indische Außenministerium bezeichnete die anhaltenden Angriffe auf den regionalen Schiffsverkehr als direkte Folge des Konflikts und bekräftigte seinen Aufruf zu einer sofortigen Deeskalation.

Diplomatie hält trotz der Angriffe an

Trotz des militärischen Schlagabtauschs bleiben die diplomatischen Kanäle offen. Katarische Vermittler sind in den Iran gereist, um ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten abzuschließen. Ein US-Beamter sagte CNN, die Trump-Administration glaube, dass die Angriffe die Friedensgespräche nicht behindern würden. Vizepräsident JD Vance hatte zuvor angedeutet, dass eine Einigung über das iranische Atomprogramm nahe sei, und das Weiße Haus schloss sich dieser Einschätzung an und erklärte, eine Vereinbarung stehe kurz bevor.

Eine klare Verletzung der nationalen Souveränität.

Iranian Foreign Ministry

Das Außenministerium in Teheran verurteilte die US-Angriffe als Verletzung seiner Souveränität und warnte die benachbarten Golfstaaten davor, den USA oder Israel zu erlauben, ihr Territorium oder ihre Infrastruktur für feindselige Aktionen gegen den Iran zu nutzen. Es verwies auf deren rechtliche und moralische Verantwortung, eine solche Nutzung zu verhindern.

Abfolge der US-iranischen Schlagabtausche am 10. Juni 2026
  1. Iran schießt einen US-Apache-Hubschrauber über der Straße von Hormus ab.
  2. USA führen drei Angriffswellen auf iranische Luftabwehr-, Radar- und Bodenkontrollanlagen nahe Hormus durch.
  3. Iran antwortet mit Raketen und Drohnen auf die US-Fünfte Flotte in Bahrain und auf Stützpunkte in Jordanien und Kuwait.
  4. US-Streitkräfte greifen vor Oman einen indischen Tanker an; 21 Besatzungsmitglieder gerettet, drei vermisst.
  5. Centcom beginnt eine neue Welle von Selbstverteidigungsschlägen gegen mehrere Ziele im Iran.
Bandar Abbas · Teheran · Manama · Azraq

7 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft