
US-Iran-Friedensgespräche bringen IAEA-Inspektionszusage, 60-Tage-Fahrplan und Koordinierungsmechanismus für die Straße von Hormus
Vizepräsident J.D. Vance erklärte, die erste Sitzung in Buergenstock, Schweiz, habe eine sehr gute Grundlage für einen endgültigen Deal gelegt. Iran habe erstmals seit Juli 2025 internationale Inspektoren eingeladen und beide Seiten hätten eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um die Straße von Hormus offen zu halten.
Nuklearinspektionen gesichert
Das konkreteste Ergebnis der Gespräche war Irans Zusage, Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde zu empfangen. Teheran hatte der IAEA im Juli 2025 die Tür verschlossen; die Kehrtwende bedeutet den ersten Zugang seit fast einem Jahr.
Dies ist ein wichtiger Meilenstein für das amerikanische Volk und der erste Schritt zur dauerhaften Denuklearisierung Irans.
Vance sagte, die Inspektoren könnten noch diese Woche mit der Arbeit beginnen, und er habe bereits um 2 Uhr morgens versucht, die Behörde zu kontaktieren, und scherzte, dass „zu dieser Uhrzeit nicht viele Leute ans Telefon gehen“.
Straße von Hormus und maritime Sicherheit
Die beiden Seiten vereinbarten die Einrichtung eines Koordinierungsmechanismus zur Minenräumung in der Straße von Hormus und zur Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt. Vance sagte, die Meerenge sei offen, die Öl- und Gaspreise fielen und „Millionen Barrel Öl und Gas, die zuvor nicht flossen, passieren jetzt die Straße“. Zuvor hatte Iran angekündigt, die Wasserstraße als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon zu schließen, doch der Schiffsverkehr lief weiter, wenn auch auf niedrigerem Niveau als vor dem 28. Februar.
Fahrplan und institutioneller Rahmen
Die Vermittler Katar und Pakistan gaben bekannt, dass die Parteien einen Fahrplan für eine endgültige Einigung innerhalb von 60 Tagen vereinbart hätten. Ein hochrangiger Ausschuss wird die politische Aufsicht übernehmen, während technische Arbeitsgruppen zu Irans Nuklearprogramm, Sanktionen und Streitbeilegung die Gespräche in der Schweiz in dieser Woche fortsetzen werden. Eine Deeskalationszelle unter Beteiligung der USA, Irans, des Libanon und der Vermittler wird den Waffenstillstand im Libanon überwachen.
Die Diskussionen fanden in einer positiven und konstruktiven Atmosphäre statt und brachten Fortschritte, darunter die Einigung auf einen Fahrplan, der innerhalb von 60 Tagen zu einer endgültigen Einigung führen soll, die Einrichtung eines hochrangigen Ausschusses zur Sicherstellung der politischen Aufsicht und den Beginn weiterer technischer Gespräche.
- Präsident Trump und der iranische Präsident Masud Peseschkian unterzeichnen eine vorläufige Absichtserklärung, die die Öffnung der Straße von Hormus und die Beendigung der US-Blockade iranischer Häfen vorsieht.
- Erste Sitzung der endgültigen Friedensgespräche in Buergenstock, Schweiz: Iran stimmt IAEA-Inspektionen zu, ein 60-Tage-Fahrplan wird festgelegt, und technische Arbeitsgruppen werden eingerichtet.
Spannungen und der Trump-Faktor
Die Verhandlungen verliefen nicht ohne Reibungen. Präsident Donald Trump drohte zweimal mit weiteren Angriffen, falls Iran die Straße von Hormus erneut schließen oder es versäumen sollte, die Hisbollah im Libanon in Schach zu halten. Die iranische Delegation verließ zeitweise den Raum, nachdem Trump einen Beitrag in den sozialen Medien veröffentlicht hatte, kehrte aber später zurück. Iranische Beamte wiesen die US-Warnungen als „leeren Bluff“ zurück.
Trotz des Dramas zog sich die erste Sitzung bis nach 1 Uhr morgens hin, und sowohl Vance als auch die iranische Delegation beschrieben die Atmosphäre als positiv. Vance sagte: „Die Gespräche haben eine sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche endgültige Einigung gelegt.“
Auswirkungen auf den Energiemarkt
Die Ölpreise gaben angesichts der Fortschrittsanzeichen nach: West Texas Intermediate fiel um 0,96 Prozent auf 75,12 Dollar pro Barrel, während Brent um 2,13 Prozent auf 78,85 Dollar nachgab. Europäisches Gas stieg jedoch um 1,2 Prozent auf 42,60 Euro pro Megawattstunde. Analysten von ING stellten fest, dass die europäischen Speicher zum Ende der saisonalen Gaseinspeicherungsperiode nur zu 46,4 Prozent der Kapazität gefüllt sind, verglichen mit einem Fünfjahresdurchschnitt von 61,0 Prozent. Deutschlands Speicher sind nur zu 38,4 Prozent und Frankreichs zu 47,6 Prozent gefüllt, was den Markt sehr anfällig für jede Eskalation im Nahen Osten macht.
- EU (aktuell)
- 46.4 %
- EU (5-J.-Ø)
- 61 %
- Deutschland (aktuell)
- 38.4 %
- Deutschland (5-J.-Ø)
- 60.1 %
- Frankreich (aktuell)
- 47.6 %
- Frankreich (5-J.-Ø)
- 58.2 %


