
Drohne mit Sprengstoff und Zünder in der Nähe ukrainischer Maschine gefunden – Flughafen Leipzig/Halle geschlossen
In der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs am Flughafen Leipzig/Halle wurde eine Drohne mit Sprengstoff und Zünder entdeckt, was eine Schließung und eine Sicherheitsuntersuchung auslöste.
Der Vorfall
Der Flughafen Leipzig/Halle hat den Flugbetrieb über Nacht eingestellt, nachdem ein unbekanntes Flugobjekt gesichtet wurde, was zur Entdeckung eines verdächtigen Gegenstands in der Nähe der Südbahn führte. Das Polizeipräsidium Leipzig bezeichnete den Vorfall als „sicherheitsrelevantes Ereignis“. Der Alarm wurde gegen 23:40 Uhr am Dienstagabend, dem 4. August, ausgelöst, als das unbekannte Objekt erstmals gesichtet wurde.
- Erstes Sichten eines unbekannten Flugobjekts in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle
- Polizei entdeckt verdächtigen Gegenstand in der Nähe der Südbahn
- Flughafen stellt Betrieb ein; mehrere Frachtmaschinen und ein Passagierflug umgeleitet
- Flugbetrieb wieder aufgenommen, jedoch nur auf der Nordbahn
- Sicherheitskreise berichten, dass die gesicherte Drohne Sprengstoff und einen Zünder trug
Ein NATO-Sprecher erklärte, die Drohne sei in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs gesichtet worden. Die Polizei sicherte das Fluggerät im Laufe der Nacht. Am Mittwochmorgen, dem 5. August, berichteten Sicherheitskreise mehreren deutschen Medien, dass die Drohne mit Sprengstoff und einem Zünder bestückt war.
Reaktion des Flughafens und Umleitungen
Der Flughafen stoppte den gesamten Verkehr und leitete mehrere Maschinen um. Ein Passagierflugzeug aus Palma de Mallorca wurde nach Nürnberg umgeleitet. Mehrere Frachtflugzeuge wurden ebenfalls zu Ausweichflughäfen geschickt.
DHL-CEO Tobias Meyer bestätigte einen separaten, aber damit zusammenhängenden Vorfall. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person erklärte, ein DHL-Flugzeug sei kurz nach dem Start in Leipzig mit einem unbekannten Objekt kollidiert. Die Maschine konnte sicher in Hannover landen.
Teilweise Wiedereröffnung und Ermittlungen
Der Nordteil des Flughafens nahm am frühen Mittwochmorgen den Betrieb wieder auf. Der Flugverkehr wurde um 01:55 Uhr wieder aufgenommen und läuft seither ausschließlich über die Nordbahn. Die Südbahn bleibt geschlossen, um Ermittlern die Suche nach Beweisen zu ermöglichen.
Ein Bombenentschärfungsroboter wurde eingesetzt, um den verdächtigen Gegenstand in der Nähe der Südbahn zu untersuchen. Die Polizei erklärte, es bestehe keine akute Gefahr für die Öffentlichkeit. Landes- und Bundespolizei ermitteln gemeinsam.
Weiterer Kontext
Das polnische Finanzportal wnp.pl weist darauf hin, dass es in Deutschland in den letzten Monaten aufgrund von Drohnendrohungen zu mehreren Flughafenschließungen und Flugausfällen gekommen ist. In einigen dieser Fälle wird eine Beteiligung Russlands vermutet. Die Behörden arbeiten daran, festzustellen, ob das unbekannte Flugobjekt und der am Boden gefundene verdächtige Gegenstand in direktem Zusammenhang stehen.

