
Zehn Festnahmen nach gewaltsamen Ausschreitungen und Zaunbruch in der Migranteneinrichtung Kleidi in Serres
Die griechische Polizei entsandte am späten Abend des 22. August 2026 Bereitschaftseinheiten aus Thessaloniki zur Einrichtung Kleidi Sintiki, nachdem bei Zusammenstößen ein Wohntrakt zerstört und der äußere Zaun durchbrochen worden war.
Ausbruch von Zusammenstößen in der Einrichtung Kleidi
Kurz nach 21:00 Uhr am Samstag, dem 22. August 2026, kam es zu schweren Unruhen im geschlossenen Migrantenaufnahmezentrum in Kleidi Sintiki in der Region Serres in Nordgriechenland. Eine Gruppe von Bewohnern demontierte einen Abschnitt des inneren Sicherheitszauns und bewarf die Wachmannschaften der griechischen Polizei mit Steinen und anderen festen Gegenständen. Die gewaltsame Konfrontation schuf volatile und gefährliche Bedingungen, die sich über mehr als drei Stunden über das gesamte Gelände erstreckten. Notfallteams reagierten schnell und entsandten örtliche Polizeikräfte sowie einen Krankenwagen des Nationalen Notfallzentrums (EKAB) und ein Fahrzeug der Gemeindefeuerwehr. Um die örtlichen Kräfte zu verstärken und die Kontrolle über das Gelände zurückzugewinnen, ordneten die Polizeiführer an, dass ein spezialisierter MAT-Bereitschaftspolizeizug von Thessaloniki zum Ort des Geschehens fahren sollte.
- Bewohner durchbrechen den inneren Zaun und geraten mit Polizeibeamten aneinander
- Der äußere Zaun wird durchbrochen und MAT-Bereitschaftspolizei trifft aus Thessaloniki ein
- Die Spannungen lassen nach, zehn Personen werden festgenommen und drei ins Krankenhaus eingeliefert
- Die Polizei startet eine Zählung und eine Suchoperation am Rande des Geländes
Strukturelle Zerstörung auf dem gesamten Gelände
Die Unruhen führten zu umfangreichen physischen Zerstörungen in mehreren Bereichen des Aufnahmezentrums. Beteiligte Personen vandalisierten vorgefertigte Wohnkabinen, Gemeinschaftsräume, montierte Sicherheitskameras und Notfall-Feuerlöschstationen. Steinwürfe und körperliche Angriffe verursachten auch erhebliche Schäden an mehreren offiziellen Polizeifahrzeugen, die innerhalb und um die Anlage geparkt waren. Darüber hinaus wurde ein gesamter Wohntrakt der Einrichtung während der Konfrontation vollständig zerstört. Die Leitung des Zentrums musste alle Bewohner, die in diesem beschädigten Trakt untergebracht waren, evakuieren und ihren sofortigen Transfer in alternative Wohnquartiere innerhalb des Geländes organisieren.
Zaunbruch und polizeiliche Festnahmen
Auf dem Höhepunkt der Unruhen gelang es einer Gruppe von Migranten, einen Abschnitt des äußeren Umzäunungszauns der Einrichtung anzuheben und aufzuschneiden. Dieser Durchbruch ermöglichte es mehreren Personen, sich außerhalb des umzäunten Bereichs des geschlossenen Zentrums zu begeben. Die Strafverfolgungskräfte reagierten schnell, versiegelten die Öffnung und verhinderten weitere Fluchten, während sie gleichzeitig die Randalierer im Inneren konfrontierten. Die Polizei lokalisierte und verhaftete zehn Personen, die mit den Unruhen in Verbindung standen. Drei der zehn Festgenommenen hatten während der Ausschreitungen leichte Verletzungen erlitten und wurden unter Bewachung in ein nahegelegenes Krankenhaus zur medizinischen Untersuchung und Versorgung gebracht.
Morgenzählung und operative Bedenken
Die Lage beruhigte sich in den frühen Morgenstunden des Sonntags, dem 23. August 2026, sodass der reguläre Betrieb in den unbeschädigten Bereichen der Einrichtung wieder aufgenommen werden konnte. Bei Tagesanbruch leiteten die Polizeibehörden eine umfangreiche Zählaktion ein, um die genaue Anzahl der Personen zu ermitteln, denen die Flucht aus dem geschlossenen Zentrum gelungen war. Das umliegende Gebiet bleibt unter einer strengen Polizeiabsperrung, während Suchteams systematische Patrouillen durchführen, um alle zu lokalisieren, die in das umliegende Gebiet geflohen sind. Die Ermittler der griechischen Polizei untersuchen weiterhin die spezifischen Umstände und Ursachen, die die anfängliche Konfrontation ausgelöst haben. Vor dem Vorfall hatte der Polizeiverein von Serres wiederholt formelle Schreiben an die politische Führung geschickt, in denen vor strukturellen Schwachstellen und operativen Herausforderungen in der Einrichtung Kleidi gewarnt wurde.


