
Uniqlo-Eigentümer Fast Retailing meldet Rekordjahresgewinn, übertrifft Prognosen und visiert Spitzenplatz an
Der Betriebsgewinn stieg im Geschäftsjahr bis zum 31. August um rund 32 Prozent auf 743,13 Milliarden Yen und übertraf damit sowohl die eigene Prognose des Unternehmens als auch den Analystendurchschnitt. Für das Geschäftsjahr bis August 2027 prognostiziert Fast Retailing einen Betriebsgewinn von 830 Milliarden Yen, während der schwache Yen in Japan die Kosten erhöht.
Fünfter Rekordgewinn in Folge
Fast Retailing, der Eigentümer von Uniqlo, hat am Donnerstag, dem 8. Oktober, seinen fünften Rekordjahresgewinn in Folge verbucht und dabei auf starke Ergebnisse in allen Regionen verwiesen sowie die Auswirkungen des schwachen Yen im Heimatmarkt überwunden. Der Betriebsgewinn stieg in den zwölf Monaten bis zum 31. August um rund 32 Prozent auf 743,13 Milliarden Yen (4,70 Milliarden US-Dollar), nach 564,3 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum. Damit wurde die eigene Prognose des Unternehmens von 730 Milliarden Yen und der durchschnittliche Schätzwert von 726,45 Milliarden Yen von 16 von LSEG befragten Analysten übertroffen. Der auf die Gruppe entfallende Nettogewinn erreichte laut Europa Press 542,52 Milliarden Yen, ein Plus von 25,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz erreichte 3,96 Billionen Yen, wobei Europa Press ein Wachstum von 16,6 Prozent meldet, Courrier international von 16 Prozent und Bloomberg von 17 Prozent. Das Unternehmen hat im Laufe des Jahres die Quartalserwartungen übertroffen und seine Gewinnprognose mehrfach angehoben.
- Vorjahreszeitraum
- 564.3 Mrd. Yen
- Geschäftsjahr bis Aug. 2026
- 743.13 Mrd. Yen
- Geschäftsjahr bis Aug. 2027 (Prognose)
- 830 Mrd. Yen
Schwacher Yen und höhere Prognose
Das Management warnte, dass der schwache Yen die Bedingungen in Japan erschwere, wo höhere Importkosten die Ergebnisse des vierten Quartals belasten und zu Preiserhöhungen führen dürften. Für das Geschäftsjahr bis August 2027 prognostiziert Fast Retailing einen Betriebsgewinn von 830 Milliarden Yen. Europa Press berichtet von einer Umsatzprognose von 4,45 Billionen Yen, ein Plus von 12,3 Prozent, und einer Nettogewinnprognose von 560 Milliarden Yen, ein Plus von 3,2 Prozent. Der Uniqlo-Umsatz in Japan erreichte im Geschäftsjahr 1,08 Billionen Yen, ein Plus von 5,3 Prozent, während der internationale Umsatz 2,4 Billionen Yen erreichte, ein Plus von 26,3 Prozent. Das Unternehmen erwartet bis Ende August 2027 3.545 Filialen, darunter 782 Uniqlo-Japan-Filialen (einschließlich Franchise), 1.752 Uniqlo-International-Filialen, 490 GU-Filialen und 521 Global-Brands-Filialen.
- Uniqlo Japan
- 1.08 Billionen Yen
- Uniqlo international
- 2.4 Billionen Yen
Auslandsexpansion und China
Nordamerika und Europa waren die stärksten Auslandsmärkte, während das chinesische Festland weiterhin schwächelt, weil die Verbraucher nach wie vor zurückhaltend konsumieren. Fast Retailing betreibt fast 900 Uniqlo-Läden in China, seinem größten Auslandsmarkt, doch die Filialzahl dort hat sich eingependelt, da das Unternehmen leistungsschwache Standorte schließt und durch neuere, größere Geschäfte ersetzt. Uniqlo hatte im Mai 95 Filialen in Europa, davon 30 in Frankreich, und Fast Retailing plant laut Nihon Keizai Shimbun, auf dem Kontinent 15 pro Jahr zu eröffnen. Dairo Murata, Analyst bei JP Morgan, beschrieb das Wachstumspotenzial in Marktzahlen.
Der Marktanteil im Bekleidungssektor in Europa und den Vereinigten Staaten liegt unter 1 Prozent, was bedeutet, dass es erhebliches Wachstumspotenzial gibt.
Der Onlinehandel nagt an den Standard-Uniqlo-Filialen, weshalb sich die Gruppe auf riesige, mehrstöckige Geschäfte konzentriert, die selbst zu Zielen werden. Uniqlo hat inzwischen mehr als 2.500 Standorte weltweit, angefangen mit einem einzigen Laden in Hiroshima im Jahr 1984. Yanai sagte im August gegenüber Nikkei, das Unternehmen plane, seine Flagship-Stores in Japan innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf 20 zu verdoppeln.
Rennen mit Inditex und H&M
Gründer Tadashi Yanai hat seit Langem erklärt, Fast Retailing solle der weltweit führende Bekleidungshändler werden, was das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Inditex und H&M bringt. Bloomberg berichtet von Yanais langfristigem Ziel von 10 Billionen Yen Umsatz. Courrier international berichtet unter Berufung auf Asahi Shimbun, dass Fast Retailing kurz davor stehe, H&M als zweitgrößte Bekleidungsgruppe zu überholen, da H&Ms Ergebnisse im November anstehen und die jüngsten Verkäufe unter dem Niveau von 2025 liegen. H&M meldete im vorangegangenen Geschäftsjahr 20,3 Milliarden Euro. Inditex, Eigentümer von Zara, meldete 2025 einen Umsatz von 39,86 Milliarden Euro und würde in diesem Szenario vor Fast Retailing bleiben.

