KI-generiert·Mehr erfahren
© ČT24 - Nejdůvěryhodnější zpravodajský web v ČR - Česká televize
Konflikte·vor 1 Std.

UN-Kommission beschuldigt Israel des Völkermords durch gezielte Tötung palästinensischer Kinder

Eine unabhängige UN-Untersuchungskommission wirft israelischen Behörden vor, gezielt palästinensische Kinder getötet zu haben, was Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in Gaza sowie Kriegsverbrechen im besetzten Westjordanland darstelle.

Eine neue Phase der Untersuchung

Die unabhängige internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für das besetzte palästinensische Gebiet, einschließlich Ostjerusalem, und Israel hat am Dienstag einen Folgbericht veröffentlicht, in dem sie zu dem Schluss kommt, dass israelische Sicherheitskräfte systematisch palästinensische Kinder getötet und verletzt haben. Die Kommission erklärt, dass diese Handlungen Teil einer völkermörderischen Absicht seien, die palästinensische Gruppe ganz oder teilweise in Gaza zu vernichten.

Die Beweise zeigen, dass palästinensische Kinder von den israelischen Sicherheitskräften gezielt angegriffen und getötet wurden.

Srinivasan Muralidhar, Vorsitzender der UN-Untersuchungskommission

Der Bericht, der den Zeitraum seit dem von der Hamas geführten Angriff vom 7. Oktober 2023 abdeckt, dokumentiert die systematische Zerstörung von Waisenhäusern, Schulen und Gesundheitseinrichtungen sowie willkürliche Verhaftungen, Folter und sexuelle Gewalt gegen Kinder in Haft.

Todeszahlen von Kindern und Vergleiche

Zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 7. Oktober 2025 wurden in Gaza mindestens 20.179 Kinder getötet, was rund 30 % der Gesamtzahl der Todesopfer entspricht. Die Kommission stellt fest, dass dieser Anteil deutlich höher ist als bei früheren Feindseligkeiten: In den Konflikten von 2008–2009 und 2014 machten Kinder etwa 24 % der Todesopfer aus.

Anteil der Kinder an den Todesopfern in Gaza-Konflikten · %
2008–2009
24 %
2014
24 %
2023–2025
30 %

Die israelischen Streitkräfte setzten trotz steigender Kindersterblichkeit in dicht besiedelten Gebieten Munition mit hoher Sprengkraft und Waffen mit großer Flächenwirkung ein. Die Kommission erklärte, Kinder seien kollektiv ins Visier genommen worden, weil die Sicherheitskräfte die Zivilbevölkerung als mit der Hamas und anderen bewaffneten Gruppen verbunden ansahen. Mindestens 5.031 der Getöteten waren jünger als fünf Jahre.

Israels Ablehnung der Ergebnisse

Die israelische Mission in Genf bezeichnete den Bericht als „verleumderische Farce“ und „ein Propagandastück, das so empörend wie seine Vorgänger“ sei. Israel erklärte, die Kommission habe die brutalen Taktiken der Hamas ignoriert, die israelische Kinder angreife und palästinensische Kinder als menschliche Schutzschilde missbrauche.

Israel weist diese verleumderische Farce zurück.

Israels Mission in Genf

Israel argumentierte zudem, der Bericht habe seine Erleichterung von Impfkampagnen, Feldlazaretten und der Einreise von medizinischem Personal nach Gaza verschwiegen. Das Außenministerium fügte hinzu, dass Zehntausende israelische Kinder nach dem Hamas-Angriff umgesiedelt werden mussten.

Zerstörung jenseits des Schlachtfelds

Die Kommission stellte fest, dass Angriffe auf Entbindungs- und Neugeborenenstationen in Verbindung mit einer Blockade humanitärer Hilfe, einschließlich Nahrung und Medikamenten, zu vermeidbaren Todesfällen und einem Anstieg von Fehlgeburten führten. Fast alle Kinder in Gaza benötigen nun psychologische Unterstützung. Der Bericht dokumentiert, dass palästinensische Kinder in israelischen Gefängnissen als Teil kollektiver Demütigung und Unterdrückung gefoltert und sexueller Gewalt ausgesetzt wurden.

Selbst wenn die Bomben und Waffen in Gaza und im Westjordanland schweigen, werden sich die palästinensischen Kinder nicht über Nacht erholen. Die Zerstörung ihrer Gesundheit, Bildung und Entwicklung ist irreversibel.

Die Kommission erklärt, die Kindheit sei in Gaza „ausgelöscht“ worden, und der anhaltende Schaden werde eine ganze Generation betreffen.

Zeitleiste der Ergebnisse und der Waffenstillstand

Schlüsselereignisse der UN-Untersuchung und des Israel-Gaza-Krieges
  1. Der von der Hamas geführte Angriff tötet etwa 1.200 Menschen im Süden Israels und nimmt 251 Geiseln.
  2. UN-Kommission stellt fest, dass Israel Völkermord begangen hat; hochrangige Beamte, darunter Netanjahu, haben die Taten angestiftet.
  3. Israel und die Hamas einigen sich unter dem Plan von US-Präsident Trump auf einen Waffenstillstand.
  4. Kommission veröffentlicht neuen Bericht, in dem sie Israel beschuldigt, Kinder als Teil des Völkermords gezielt getötet zu haben.

Die Kommission hatte bereits im September 2025 festgestellt, dass Israel in Gaza Völkermord begangen habe, und nannte Premierminister Benjamin Netanjahu als einen der Anstifter solcher Taten. Im Oktober 2025 einigten sich Israel und die Hamas auf einen vom US-Präsidenten Donald Trump vermittelten Waffenstillstand, doch beide Seiten haben sich seither gegenseitig Verstöße vorgeworfen. Das Gesundheitsministerium in Gaza erklärt, dass seit Inkrafttreten der Waffenruhe mehr als 1.020 Palästinenser getötet wurden, während UNICEF schätzt, dass in den acht Monaten danach im Durchschnitt mindestens ein palästinensisches Kind pro Tag getötet wurde.

Gaza-Stadt · Ramallah · Genf

8 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft
Artikel lesen
Artikel lesen
Artikel lesen