
UN-Generalversammlung genehmigt Mahmud Abbas Videoansprache nach US-Visumverweigerung
Die UN-Generalversammlung stimmte mit 152 zu 3 Stimmen dafür, dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zu erlauben, die Jahrestagung in New York per aufgezeichnetem Video zu adressieren, nachdem die USA ihm zum zweiten Mal in Folge ein Einreisevisum verweigert hatten.
Die UN-Generalversammlung verabschiedete am Donnerstag eine Resolution, die dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas erlaubt, seine Rede zur Jahrestagung in New York per aufgezeichnetem Video zu halten. Die Entscheidung folgte der Weigerung der Vereinigten Staaten, ihm zum zweiten Mal in Folge ein Einreisevisum zu gewähren. Die Maßnahme wurde mit 152 Stimmen dafür, drei dagegen und vier Enthaltungen angenommen. Gemäß der Resolution ist es Abbas und anderen hochrangigen palästinensischen Beamten auch gestattet, im kommenden Jahr an UN-Veranstaltungen teilzunehmen, wenn Reisen in die USA weiterhin unmöglich sind.
- Dafür
- 152 Stimmen
- Dagegen
- 3 Stimmen
- Enthaltungen
- 4 Stimmen
Washington hat Visabeschränkungen gegen Beamte der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Palästinensischen Befreiungsorganisation aufrechterhalten und dabei auf palästinensische Aktionen in internationalen Rechtsgremien verwiesen sowie argumentiert, dass palästinensische Führungskräfte ihren Verpflichtungen in Bezug auf Regierungsführung und Frieden nicht nachgekommen seien. Palästinensische Vertreter wiesen diese Behauptungen als unbegründet zurück und erklärten, dass die Reisebeschränkungen die bilateralen Beziehungen und die Bemühungen um eine Zweistaatenlösung beeinträchtigen. Die hochrangige Woche der Generalversammlung findet vom 22. bis 29. September statt, die Generaldebatte ist für den 22.–26. September und den 28. September angesetzt.


