Regierung · Bern
Schweizer Regierung eröffnet Vernehmlassung zur IV-Reform mit höheren Lohnbeiträgen
Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zu einer IV-Reform eröffnet, die ab 2030 0,2 Prozentpunkte höhere Lohnbeiträge vorsieht, dazu einen Zuschlag für Besserverdienende von 2030 bis 2039.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von watson.ch/, Neue Zürcher Zeitung, Blick.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Bundesrat eröffnete die Vernehmlassung am Mittwoch, 4. November 2026; Stellungnahmen können bis zum 4. Februar 2027 eingereicht werden.
Die Integrationsleistung zahlt rund 1000 Franken pro Monat plus individuelle Beratung an Menschen unter 25 mit schweren psychischen Erkrankungen, schätzungsweise 1000 Personen oder etwa ein Drittel der neuen Renten in dieser Altersgruppe.
Die IV verlor 2025 über 200 Millionen Franken, das Defizit könnte bis 2030 auf über 600 Millionen Franken steigen, und ohne Gegenmassnahmen wäre der Fonds 2031 aufgebraucht.
Die Beiträge steigen ab 2030 um 0,2 Prozentpunkte und bringen 2030 rund 980 Millionen Franken, dazu ein Zuschlag von 0,6 Punkten auf Einkommen über 181.440 Franken von 2030 bis 2039.
Eine volle Rente soll einen Invaliditätsgrad von 80 statt 70 Prozent erfordern, und das Taggeld für Personen ohne Unterhaltspflichten soll gekürzt werden, was bis 2030 schätzungsweise 150 Millionen Franken einspart.
- 2025Die IV verzeichnete ein Defizit von über 200 Millionen Franken
- 4.02.Die Vernehmlassung zur Reform endet
- 2030Höhere Beiträge und der Zuschlag 2030 bis 2039 treten in Kraft
- 2031Ohne Gegenmassnahmen wäre der IV-Fonds aufgebraucht
Vernehmlassung zur IV-Reform eröffnet
Am Mittwoch, 4. November 2026, eröffnete der Bundesrat die Vernehmlassung zu seiner Reform der Invalidenversicherung (IV). Das Paket hat zwei Ziele: Menschen, insbesondere junge Erwachsene, beim Einstieg ins Erwerbsleben zu unterstützen und die Finanzen des Systems auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen. Es verbindet Einsparungen mit höheren Beiträgen. Interessierte können sich bis zum 4. Februar 2027 äussern.
Integrationsleistung für junge Erwachsene
Die zentrale neue Massnahme ist eine Integrationsleistung für Menschen unter 25 mit schweren psychischen Erkrankungen. Sie verbindet eine monatliche Integrationszulage von rund 1000 Franken mit regelmässiger individueller Beratung durch die IV-Stelle, und auch das unmittelbare Umfeld der Betroffenen wird einbezogen. Der Bundesrat schätzt, dass rund 1000 Personen die Leistung erhalten könnten, etwa ein Drittel der neuen Renten in dieser Altersgruppe. Ziel ist es, junge Erwachsene über einen längeren Zeitraum zu begleiten, damit sie Schritt für Schritt ins Erwerbsleben finden statt in eine Rente. Laut der Regierung sind die neuen IV-Renten in den vergangenen Jahren in allen Altersgruppen gestiegen, besonders bei jungen Menschen, wobei psychische Erkrankungen bei jungen Erwachsenen die Hauptursache sind.
Finanzen und Einsparungen
Die IV steht unter finanziellem Druck. 2025 verzeichnete sie ein Defizit von über 200 Millionen Franken, das bis 2030 auf über 600 Millionen Franken steigen könnte. Ohne Gegenmassnahmen wäre der Fonds 2031 aufgebraucht. Die Regierung will die Ausgaben senken: Eine volle Rente soll einen Invaliditätsgrad von 80 statt 70 Prozent erfordern, und das Taggeld für Personen ohne Unterhaltspflichten soll gekürzt werden. Zusammen sollen diese Änderungen die Ausgaben bis 2030 um rund 150 Millionen Franken senken.
Höhere Beiträge und ein Zuschlag für Besserverdienende
Die Reform erhöht die Lohnbeiträge ab 2030 dauerhaft um 0,2 Prozentpunkte, hälftig von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden getragen. 2030 brächte die Erhöhung rund 980 Millionen Franken an Mehreinnahmen. Befristet gilt eine Massnahme für Besserverdienende: ein Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten auf Einkommen über 181.440 Franken, fällig von 2030 bis 2039. Zudem will die Regierung, dass die Spielbankenabgabe neben der AHV auch der IV zufliesst. Ein Kommentar in der Neuen Zürcher Zeitung kritisierte den Plan als unfair gegenüber jüngeren Erwerbstätigen, die bereits wachsende AHV- und Gesundheitskosten trügen, und nannte den Zuschlag eine Form von Sozialpopulismus.
- Zusätzliche Einnahmen aus höheren Beiträgen
- 980 Mio. CHF
- Ausgabensenkung bis 2030
- 150 Mio. CHF
Daten aus dem Artikeltext
Weitere Massnahmen und wichtige Termine
Die Reform würde das Case Management als Aufgabe der IV-Stellen im Gesetz verankern, über den gesamten Prozess von den Integrationsmassnahmen bis zur Rentenüberprüfung. Regionale medizinische Dienste sollen mehr Abklärungen selbst vornehmen können. Der Zugang zu Bildung und Ausbildung soll für alle Altersgruppen verbessert werden. Zudem will die Regierung Formulierungen wie «invalid» aus der Sprache der IV entfernen. Die folgende Zeitleiste zeigt die wichtigsten Termine.
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