Konflikte · Kupiansk

Ukraine: Truppen rückten bei Kupiansk mehr als 15 km unterirdisch durch Gaspipelines vor

Ukrainische Einheiten bewegen sich nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj durch eine Gaspipeline aus sowjetischer Zeit unter dem Oskil bei Kupiansk. Die Zahlen nannte er in einer Ansprache am 27. Oktober.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Focus, Rzeczpospolita, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Kupiansk · Ukraine
Wie es dazu kam
  1. 22.10.Das Korps Khartiia veröffentlicht erste Zahlen und erklärt, seine Einheiten seien unterirdisch vorgerückt
  2. 26.10.Der ukrainische Generalstab meldet für Montag keine russischen Angriffe in Richtung Kupiansk
  3. 27.10.Selenskyj kündigt in einer Abendansprache die Operation Veles an und nennt mehr als 100 eliminierte russische Soldaten sowie einen Vorstoß von 15 km

Tunnel unter der Front

Ukrainische Einheiten rücken durch eine Gaspipeline aus sowjetischer Zeit nördlich von Kupiansk vor, der Stadt in der Region Charkiw, die die Ukraine während ihrer Gegenoffensive im Herbst 2022 zurückeroberte. Die Leitung verläuft unter dem Oskil und besteht aus einer Hauptleitung von etwa 120 Zentimetern Durchmesser sowie mehreren parallel verlaufenden Strängen. Russische Einheiten hatten zuvor unterirdische Pipelines genutzt, um in ukrainische Stellungen einzudringen; ukrainische Soldaten sagen, sie hätten diese Methode nun gegen sie gewendet. Ein in der Woche vor dem 27. Oktober veröffentlichtes Video zeigt Soldaten und Bodenroboter, die sich durch enge, dunkle Röhren bewegen, einige von ihnen auf Rollbrettern.

Was Selenskyj ankündigte

In einer Ansprache am Abend des 27. Oktober erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj, ukrainische Einheiten seien mehr als 15 km unterirdisch vorgerückt, mehr als 100 russische Soldaten seien eliminiert und mehr als 30 gefangen genommen worden. Er stellte dies als Angaben dar; das 2. Nationalgarde-Korps Khartiia hatte die Zahlen bereits am 22. Oktober veröffentlicht. N-tv wies darauf hin, dass sie nicht unabhängig überprüft werden können. Selenskyj schrieb am selben Abend auch auf X, ukrainische Kämpfer hätten die russische Taktik weiterentwickelt und technologisch fortgeschrittener gemacht. Das Ergebnis fasste er so zusammen:

„Mehr als 100 russische Besatzer wurden bereits eliminiert, und mehr als 30 wurden gefangen genommen.“

Wolodymyr Selenskyj

Oberbefehlshaber Mykhailo Drapatyi, Khartiia-Kommandeur Ihor Obolenskyi und der stellvertretende Leiter des Präsidialamts Pavlo Palisa berichteten Selenskyj über den Fortgang und die ersten Ergebnisse der Operation Veles. Beteiligt sind unter anderem das Sturmtruppenregiment R.U.G, das Regiment für Drohnensysteme Lava, Einheiten des Hauptnachrichtendienstes, darunter die Legion Freiheit Russlands und das Russische Freiwilligenkorps, sowie die Drohnenbrigade Achilles. Khartiia erklärte am 22. Oktober, seine Einheiten seien unterirdisch in den russischen Rücken vorgedrungen, hätten dies mit Operationen an der Oberfläche und Drohnenangriffen kombiniert und damit russische Kräfte davon abgeschnitten, den Rücken von Kupiansk zu erreichen.

Operation Veles und die weitere Front

Selenskyj bezeichnete die Operation Veles als dritte große ukrainische Offensive des Jahres 2026 und sagte, die Lage an der Front sei so gut wie seit Langem nicht. Sie könne sich weiter verbessern, wenn Kyjiw zusätzliche Luftverteidigung erhalte. Er verwies zudem auf eine frühere Luftlandeoperation im Osten der Front, die nach seinen Angaben mehr als 800 Quadratkilometer befreite. Im August, so sagte er, habe eine Offensive im Süden der Ukraine 26 Dörfer zurückerobert, die russische Kräfte zuvor eingenommen hätten. Die Operation Vivaldi nördlich des Festungsgürtels in der Oblast Donezk habe nach seinen Worten mehr als 200 Quadratkilometer befreit.

Russische Reaktion und Einschätzung

Der ukrainische Generalstab erklärte, russische Kräfte hätten am Montag, dem 26. Oktober, keine Angriffe in Richtung Kupiansk geführt. Das in den USA ansässige Institute for the Study of War berichtete am Wochenende unter Berufung auf russische Militärblogger, die Operation könne russische Stellungen gefährden und Moskau zu einer Umgruppierung seiner Truppen zwingen. Obolenskyi sagte, Russland habe geglaubt, nur es selbst könne unterirdische Tunnel nutzen, um ukrainische Verteidigungslinien zu umgehen; die Ukraine habe diese Methoden studiert und gegen Russland eingesetzt. Die Operation ist nach dem Gott der Unterwelt in der slawischen Mythologie benannt. Das Korps Khartiia beansprucht, die weltweit erste umfassende Gegenoffensive unter der Erde durchgeführt zu haben.

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