Konflikte · Weymouth
Royal Marines entern russischen Schattentanker Smyrtos im Ärmelkanal – erste derartige Operation
Bei einer Operation im Morgengrauen ließen sich britische Royal Marine Commandos mit Helikoptern auf den unter der Flagge Kameruns fahrenden Smyrtos abseilen, nahmen das Schiff und seine Besatzung fest – Teil der Bemühungen, die Öleinnahmen zu unterbinden, die Russlands Krieg in der Ukraine finanzieren.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, lastampa.it, Irish Independent und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Royal Marines ließen sich in den frühen Morgenstunden des 14. Juni von einem Chinook-Hubschrauber auf die Smyrtos im Ärmelkanal abseilen – die erste derartige Enterung durch britische Streitkräfte.
NCA-Beamte nahmen einen 38-jährigen indischen Staatsbürger unter dem Verdacht der Sanktionsverstöße fest. 24 georgische und indische Besatzungsmitglieder bleiben an Bord und unterstützen die Ermittlungen.
Die Smyrtos ist Teil einer 700 Schiffe umfassenden Flotte, die 75 % des sanktionierten russischen Öls transportiert. Das Vereinigte Königreich hat fast 600 solcher Schiffe sanktioniert und ihnen zuvor den Zugang zu britischen Häfen und Dienstleistungen verboten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte dem Vereinigten Königreich und forderte Europa auf, gesetzliche Regelungen zur Konfiszierung des von Schattentankern transportierten Öls zu erlassen, nicht nur zu deren Beschlagnahme.
- 1.07.Smyrtos vom Vereinigten Königreich sanktioniert.
- 5.06.Abfahrt vom Hafen Ust-Luga bei St. Petersburg.
- 14.06.Royal Marines entern das Schiff; Starmer kündigt Operation an.
Die Operation
In den frühen Morgenstunden des 14. Juni 2026 enterte ein Team der Royal Marine Commandos, unterstützt von Beamten der National Crime Agency (NCA) und RAF-Hubschraubern, die Smyrtos im Ärmelkanal. Bei der sechsstündigen Aktion ließen sich die Soldaten im Dunkeln von einer Chinook auf das Deck des Tankers abseilen – die Besatzung leistete keinen Widerstand. Das vom Verteidigungsministerium veröffentlichte Filmmaterial zeigt bewaffnete Commandos, die Kabinen durchsuchen, und NCA-Beamte, die Dokumente prüfen. Das Schiff, das die kamerunische Flagge führte, hatte am 5. Juni den russischen Ölterminal Ust-Luga bei St. Petersburg verlassen und wurde mehr als 12 Seemeilen vor der britischen Küste aufgebracht. Der Tanker liegt nun vor Dorset vor Anker, während die Ermittlungen andauern. Ein indischer Staatsbürger wurde unter dem Verdacht der Sanktionsverstöße festgenommen; 24 georgische und indische Besatzungsmitglieder bleiben an Bord und kooperieren.
„Als wir an Bord gingen und zur Brücke vordrangen, war der Dialog mit ihnen professionell und sicher – tatsächlich ermöglichte es uns die Besatzung, die notwendigen Schritte zur sicheren Übernahme des Schiffs und zur Verbringung an einen Ankerplatz durchzuführen.“
Die Rolle der Schattenflotte
Die Smyrtos ist nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums eines von mehr als 700 Schiffen in der sogenannten russischen Schattenflotte, die rund 75 % des sanktionierten russischen Öls transportiert. Diese oft alten Schiffe mit undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen nutzen Taktiken wie Flaggenwechsel und Umbenennungen, um die nach der russischen Invasion in der Ukraine 2022 verhängten westlichen Sanktionen zu umgehen. Das Vereinigte Königreich hat fast 600 solcher Schiffe sanktioniert, ihnen die Einfahrt in britische Häfen verboten und britischen Firmen untersagt, Finanz- oder Versicherungsdienstleistungen anzubieten. Im März kündigte Premierminister Keir Starmer an, dass die britischen Streitkräfte ermächtigt würden, sanktionierte Schiffe in britischen Gewässern zu entern; die Razzia am Sonntag war der erste Einsatz dieser Befugnis.
Politische Reaktionen
Premierminister Keir Starmer feierte die Operation als weiteren Schlag gegen Russland und als Botschaft an diejenigen, die den Krieg ermöglichen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte für den wichtigen Schritt gegen die russische Ölflotte und forderte Europa auf, Gesetze zu erlassen, die nicht nur die Beschlagnahme von Tankern, sondern auch die Konfiszierung des von ihnen transportierten Öls erlauben – das würde den Frieden näher bringen. Die Operation wurde in enger Koordination mit Frankreich durchgeführt, das seit Herbst 2025 mehrere ähnliche Abfangmanöver durchgeführt hat. Moskau reagierte zunächst nicht, hat solche Aktionen aber zuvor als illegal und grenzwertig zur internationalen Piraterie bezeichnet.
„Diese erfolgreiche Operation versetzt Russland einen weiteren Schlag und erinnert diejenigen, die Putins Krieg in der Ukraine befeuern, daran, dass wir ihnen kein Versteck bieten werden.“
„Europa muss dringend gesetzgeberische Schritte unternehmen, die nicht nur die Beschlagnahme von Tankern und Einschränkungen von Öllieferungen ermöglichen, sondern auch die Konfiszierung des von ihnen transportierten Öls. Dies wird mit Sicherheit helfen, den Frieden näher zu bringen.“
Wie es weitergeht
Der Tanker bleibt unter Beobachtung vor der Südküste Englands, während Ermittler seine Papiere und Ladung prüfen. Dem Festgenommenen könnten Anklagen nach britischen Sanktionsvorschriften drohen. Die britische Regierung erklärte, das Abfangen sei das Ergebnis wochenlanger Planung und die erste derartige Aktion, die eine verschärfte Durchsetzungshaltung gegenüber Sanktionsumgehungen signalisiere. Selenskyjs Forderung nach einer breiteren europäischen Gesetzgebung wird wahrscheinlich die Debatte unter den EU-Mitgliedstaaten darüber verschärfen, wie die Schattenflotte wirksamer bekämpft werden kann.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- BBCThủy quân Lục chiến Hoàng gia Anh chặn bắt tàu dầu thuộc 'hạm đội bóng tối' của Nga ở Eo biển Manche
- lastampa.itLa Royal Navy ferma una petroliera per un'ispezione nel Canale della Manica: è una nave della flotta ombra russa
- Irish IndependentBritish forces intercept Russian shadow fleet tanker in the English Channel
- OpenLa petroliera russa intercettata da Londra e l'Ucraina: "Se l'Europa non ferma il traffico di petrolio lo faremo noi"
- Keir Starmer
- Premierminister des Vereinigten Königreichs, der die Operation anordnete und sie als Schlag gegen Russland feierte.
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine, der dem Vereinigten Königreich dankte und Gesetze zur Konfiszierung von Öl aus Schattentankern forderte.
- Tom Quinn
- Oberstleutnant der Royal Marines, der erklärte, die Besatzung habe kooperiert und die Operation sei sicher durchgeführt worden.
- Orte
- London
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen