Trump verwandelt Weißes Haus in MMA-Arena zum 80. Geburtstag und Auftakt von America 250
Präsident Donald Trump verbindet seinen 80. Geburtstag mit dem Auftakt der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag Amerikas, indem er eine Sieben-Kampf-UFC-Veranstaltung in einem temporären achteckigen Käfig auf dem South Lawn ausrichtet.
Das Spektakel auf dem South Lawn
Ein 27 Meter hohes Stahlbauwerk namens 'The Claw' überragt nun das Weiße Haus und umschließt einen achteckigen Käfig, in dem am Sonntagabend Mixed-Martial-Arts-Kämpfe stattfinden. Die Veranstaltung mit dem Namen 'UFC Freedom 250' ist der erste Präsidentengeburtstag, der mit professionellen Käfigkämpfen gefeiert wird. Etwa 4.300 Gäste werden auf Tribünen auf dem South Lawn sitzen, während weitere 85.000 Fans erwartet werden, die auf riesigen Bildschirmen im nahegelegenen Ellipse-Park zuschauen – demselben Ort, an dem Trump vor dem Kapitol-Sturm am 6. Januar 2021 seine Kundgebung abhielt.
Die Kampfkarte beginnt um 20:00 Uhr Ortszeit und soll vier Stunden und 15 Minuten dauern. Trump nannte es 'die beste Show der Welt' und verglich das temporäre Bauwerk mit dem Eiffelturm. Eine Militärkapelle und eine prominente Gästeliste sollen die offiziellen Insignien einer Staatszeremonie mit der persönlichen Marke des Präsidenten aus Spektakel, Kraft und Live-Fernsehen verschmelzen.
Kämpfer und der Hauptkampf
Vierzehn UFC-Stars werden in sieben Gewichtsklassen in den Käfig steigen. Der Hauptkampf stellt den ungeschlagenen Leichtgewichts-Champion Ilia Topuria, einen Kämpfer georgischer Herkunft, der in Spanien aufgewachsen ist, gegen den Amerikaner Justin Gaethje. Ein Co-Main-Event zeigt den französischen Schwergewichtler Ciryl Gane gegen den Brasilianer Alex Pereira um den Interimsschwergewichtstitel. Topuria und Gaethje wurden beide im Mai im Oval Office empfangen, was die direkte Beteiligung des Weißen Hauses an der Vermarktung der Karte unterstreicht.
Kein Sportler würde eine solche Gelegenheit ausschlagen.
Topuria hat es abgelehnt, seine Teilnahme politisch zu rahmen, und zieht eine Grenze zwischen institutioneller Höflichkeit und Unterstützung des Präsidenten. Seine Geschichte als Kind von Flüchtlingen, das durch bescheidene Mittel zum Weltmeister aufstieg, deckt sich eng mit dem Einwanderernarrativ, das Trumps Anhänger oft feiern.
Politische Symbolik und Kritik
Trumps langjährige Freundschaft mit UFC-Präsident Dana White untermauert die Veranstaltung. Vor dreißig Jahren bot Trump seine Casinos in Atlantic City als Veranstaltungsorte an, als MMA in vielen Bundesstaaten verboten war. Nun kehrt der Sport ins symbolische Zentrum der amerikanischen Macht zurück – ein Schritt, den Kritiker als cäsarenhaftes Spektakel bezeichnen. Gegner weisen auf den Gegensatz zwischen Käfigkämpfen und der würdevollen Umgebung des Weißen Hauses hin sowie auf die Bitte des Pentagons, aktive Soldaten zur Besetzung der Plätze zu schicken – allerdings müssen die Soldaten ihre eigenen Kosten tragen und Größen- und Gewichtsstandards erfüllen.
Die Hinwendung des Präsidenten zu Kampfsportarten zielt auch auf die junge männliche Bevölkerungsgruppe ab, die für seinen Wahlsieg entscheidend war, auch wenn seine Popularität angesichts des Iran-Krieges, der Unterstützung für Israel und der anhaltenden Inflation gelitten hat.
Kosten, Logistik und die G7
Amerikanische Medien schätzen die Produktionskosten auf 60 Millionen Dollar, wobei ein Beamter der Trump-Administration erklärte, dass die UFC die Rechnung übernimmt und keine öffentlichen Gelder ausgegeben werden. Die Wettervorhersage sagt Stürme voraus, die die Open-Air-Veranstaltung stören könnten. Soldaten, die teilnehmen möchten, müssen selbst für ihre Kosten aufkommen; ein Viertel der Tickets wurde für aktive Soldaten reserviert, obwohl Berichten zufolge übergewichtige Soldaten nicht akzeptiert werden, um das gewünschte Bild zu wahren.
- Sieben-Kampf-UFC-Veranstaltung beginnt auf dem South Lawn des Weißen Hauses.
- Veranstaltung endet nach schätzungsweise 4 Stunden und 15 Minuten.
- Trump reist zum G7-Gipfel nach Frankreich ab, der verschoben wurde, um einen Terminkonflikt zu vermeiden.
Fast unmittelbar nach dem letzten Kampf wird Trump nach Frankreich zu einem G7-Gipfeltreffen fliegen. Die französischen Behörden haben den Beginn des Gipfels verschoben, um einen Terminkonflikt zu vermeiden – ein logistischer Nebeneffekt, der die Anziehungskraft des Ereignisses auf den diplomatischen Kalender unterstreicht.


