Regierung · Turin, Mailand und Cremona

Tausende demonstrieren in Turin gegen Lebenshaltungskosten und Aufrüstung – Demonstranten verbrennen Rechnungen

Mehrere Tausend Menschen sind am Samstag, 7. November, durch Turin gezogen, um gegen steigende Lebenshaltungskosten und Militärausgaben zu protestieren. Auf dem corso San Maurizio hielten sie an und verbrannten Fotokopien von Rechnungen. Am selben Tag fanden auch Proteste in Mailand und Cremona statt, wobei der Mailänder Marsch zudem mit inhaftierten Palästinensern in Verbindung stand.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, ANSA.it und Tgcom24. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Turin, Mailand, Cremona, Genua · Italien
Wie es dazu kam
  1. Vor 15:00Der Marsch in Mailand verlässt den Stadtteil Affori in Richtung piazzale Maciachini
  2. Gegen 16:00Der Marsch in Turin verlässt die piazza Castello, angeführt von einem Traktor

Der Marsch in Turin

Am Samstag, 7. November, setzte sich gegen 16 Uhr Ortszeit ein Marsch gegen die Lebenshaltungskosten und die Aufrüstung von der piazza Castello in Turin in Richtung via Po und piazza Vittorio Veneto in Bewegung. Frühere Berichte sprachen von mehr als tausend Menschen, spätere von mehreren Tausend Teilnehmern, darunter Studierende, Arbeiter, Lehrkräfte und Landwirte. Ein Traktor der Agricoltori Autonomi Italiani führte die Kolonne an, hinter einem Transparent mit der Aufschrift „Nein zu den Lebenshaltungskosten, wir wollen Würde. Holt das Geld raus.“

Entlang der Route forderten Sprechchöre den Rücktritt von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und richteten sich gegen Minister Matteo Salvini; die Menge sang ein Lied, das während der Proteste in Frankreich viral gegangen war. Der Marsch stoppte auf dem corso San Maurizio, wo ein Redner am Mikrofon der Regierung Untätigkeit vorwarf, erklärte, das Geld sei an große multinationale Konzerne gegangen, und die Menschen aufforderte, ihre Rechnungen zu verbrennen. Daraufhin zündeten die Demonstranten Fotokopien von Rechnungen an, während die Menge weiter den Rücktritt Melonis skandierte.

Fahnen, Symbole und ein dauerhafter Treffpunkt

Rund um das Denkmal für den Herzog von Aosta, wo der Traktor abgestellt war, waren Fahnen der Gewerkschaften USB und Cobas, palästinensische Fahnen und mehrere italienische Trikoloren zu sehen. An dem Denkmal hingen Transparente, darunter eines mit der Aussage, solange der Staat die Menschen für Narren halte, würden diese sich berechtigt fühlen, ihre Stimme zu erheben. Die Organisatoren errichteten zudem einen Pavillon als dauerhaften Mobilisierungspunkt – ein Schritt, der einige Tage zuvor bei einer Bürgerversammlung auf dem besetzten Campus Einaudi angekündigt worden war.

Mailand und Cremona

In Mailand setzte sich am Nachmittag ein separater, von der Associazione palestinesi in Italia (Api) organisierter Marsch vor 15 Uhr im Stadtteil Affori in Bewegung und sollte am piazzale Maciachini enden. Soziale Zentren wie das Vittoria, Studierende und Unterstützer schlossen sich an; die Organisatoren bezifferten die Menge auf 600 bis 700 Menschen. Der Marsch verband die Ablehnung von Krieg, Völkermord, Imperialismus und Zionismus mit der Ablehnung von Aufrüstung, steigenden Lebenshaltungskosten und prekärer Arbeit. Die Demonstranten brachten ihre Solidarität mit vier Palästinensern zum Ausdruck, die am 27. Dezember 2025 festgenommen wurden und weiterhin in Italien in Haft sind. Für den 12. November ist eine Vorverhandlung vor dem Gericht in Genua angesetzt, bei der entschieden werden soll, ob das Verfahren zur Hauptverhandlung kommt; für diesen Tag ist eine Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude geplant. Die Demonstranten wandten sich zudem gegen eine nach Berichten erhobene Forderung der Staatsanwaltschaft, den Staat Israel als Geschädigten zu führen.

In Cremona setzte sich ein von der Circolo Arci organisierter Marsch mit dem Namen „Adèss Baasta“ gegen die Lebenshaltungskosten und die Militärausgaben in Bewegung. Mehr als dreißig Gewerkschaften, Parteien, Kollektive und Verbände schlossen sich an; die Polizei war entlang der gesamten Route im Einsatz, zum Zeitpunkt der Berichterstattung gab es keine Anzeichen von Spannungen. Die Organisatoren betonten in ihrem Aufruf den friedlichen Charakter der Veranstaltung und erklärten, Demonstrieren bedeute nicht, Schaden anzurichten.

Der bevorstehende Streikkalender

Sowohl der Marsch in Mailand als auch der in Cremona verwiesen auf den Generalstreik vom 30. Oktober und den nächsten Streiktag am 20. November. Für dieses Datum planen Studierendengruppen eine internationale Mobilisierung und Märsche in vielen Städten gegen Aufrüstung, Krieg, Lebenshaltungskosten und steigende Preise. Die Turiner Bewegung hat ihren Pavillon als Basis für die folgenden Proteste stehen lassen.

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