Türkei nimmt 348 Menschen bei Razzia gegen online angeworbene Auftragskiller fest
Die Polizei nahm die Verdächtigen in 58 der 81 Provinzen der Türkei fest und beschlagnahmte 42 Pistolen, 35 Langwaffen und 2.865 Schuss Munition, wie das Innenministerium mitteilte.
Landesweite Operation
Das türkische Innenministerium gab am Donnerstag, dem 15. Oktober, bekannt, dass 348 Menschen bei einer landesweiten Operation gegen online angeworbene Auftragskiller festgenommen wurden. Die Polizei nahm die Festnahmen in 58 der 81 Provinzen des Landes vor, wie aus Zahlen hervorgeht, die die Tageszeitung Hurriyet aus dem Ministerium zitierte. Die Operation richtete sich gegen kriminelle Gruppen, die soziale Medien nutzten, um Menschen für Auftragsmorde anzuwerben und solche Dienste zu bewerben. Den Erkenntnissen des Ministeriums zufolge agierten die Verdächtigen über Gruppenchats in Messaging-Apps, in denen sie nach Personen suchten, die Morde ausführen sollten, oder anderen kriminelle Dienste anboten. Die Artikel lassen offen, wie viele der 348 beschuldigt wurden.
Waffen und Material beschlagnahmt
Bei Durchsuchungen wurden 42 Pistolen, 35 Langwaffen und 26 Schreckschusspistolen sichergestellt. Die Beamten fanden zudem einen Stab Dynamit, ein Flugabwehrgeschoss und 2.865 Schuss Munition.
- Pistolen
- 42 Stück
- Langwaffen
- 35 Stück
- Schreckschusspistolen
- 26 Stück
Anwerbung und Inhalte
Laut dem Ministerium enthielten die von diesen Verdächtigen veröffentlichten Beiträge Drohungen, Beleidigungen und Bandenpropaganda. Dieses Material verherrlichte Straftaten und Kriminelle und förderte zugleich die Aktivitäten der kriminellen Gruppen. Das Ministerium erklärte, die Gruppen nutzten soziale Plattformen, um neue Mitglieder anzuwerben und Kriminalität zu normalisieren. Zudem hieß es, die Gruppen trügen ihre Rivalitäten und Streitigkeiten auf digitale Plattformen.
Offizielle Einordnung und offene Fragen
Das Ministerium bezeichnete die Festgenommenen als eine neue Generation krimineller Netzwerke. Es erklärte, die Behörden blieben entschlossen, gegen Menschen vorzugehen, die online zu Straftaten anstacheln, Bandenpropaganda verbreiten und Netzwerke betreiben, die auf junge Menschen abzielen. Die Artikel berichten von keinem konkreten Tötungsdelikt, das diese Gruppen begangen hätten. Sie lassen auch offen, ob Verdächtige einem Gericht vorgeführt wurden oder wie lange sie festgehalten werden.