Sicherheit · Arce und Rom

Forensiker im Arce-Prozess: Kopf der 18-Jährigen schlug gegen Kasernentür

In der Berufungsneuverhandlung am 29. Oktober in Rom erklärte ein Leutnant der forensischen Einheit Ris vor Gericht, Holzsplitter und Farbe stützten die These eines Aufpralls des Kopfes auf eine Kasernentür in Arce.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Tgcom24, AGI, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Arce, Rom · Italien
Wie es dazu kam
  1. 1.06.Die 18-Jährige verschwindet aus Arce in der Provinz Frosinone
  2. Anfang Juni 2001Ihre Leiche wird in einem Wald bei Fonte Cupa gefunden
  3. 29.10.Ein Leutnant des Ris sagt in der Berufungsneuverhandlung in Rom aus

Forensische Aussage in der Neuverhandlung

Am 29. Oktober sagte Rosario Casamassima, Leutnant der forensischen Einheit Ris der Carabinieri, in der Berufungsneuverhandlung in Rom als Berater des Generalstaatsanwalts aus. Er erklärte vor Gericht, die technischen und wissenschaftlichen Untersuchungen seines Teams stützten die Hypothese, dass der Kopf der 18-Jährigen gegen die Tür der Unterkunft in der Kaserne von Arce geschlagen sei. Es war die zehnte Sitzung der Neuverhandlung; das Gericht wird seine Befunde zusammen mit den übrigen Beweismitteln in der Akte würdigen. Casamassima widersprach zudem früheren Einschätzungen, die die Ergebnisse des Ris als unsicher oder nicht aussagekräftig bewertet hatten – ein Punkt, der einen Großteil des Schlagabtauschs zwischen den Gutachtern der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung prägte. Die Neuverhandlung betrifft drei Angeklagte: Franco Mottola, den früheren Kommandanten der Kaserne von Arce, seine Frau Annamaria Mottola und ihren Sohn Marco Mottola, denen Mittäterschaft am Mord und die Beseitigung einer Leiche vorgeworfen wird.

Materielle Beweise

Casamassima verwies auf 25 Holzsplitter, die auf dem Klebeband gefunden wurden, mit dem Kopf und Haare des Opfers umwickelt gewesen waren, zusammen mit Harz- und Klebstoffspuren. Fünf dieser Splitter fanden sich genau zwischen Klebeband und Haaren, was seiner Ansicht nach jede Kontamination ausschließt. Zu den weiteren vom Band gesicherten Spuren gehörte ein Farbrest vom Heizkessel der Unterkunft. Die Holz-, Klebstoff- und Harzspuren seien chemisch mit Materialien kompatibel, die an der sichergestellten Tür gefunden wurden, und der Gutachter erklärte, mit einer Perücke seien Versuche unternommen worden, um zu prüfen, wie solche Spuren entstehen. Eine weiße Farbe mit Rostflecken sei mit Proben aus der Unterkunft verglichen worden. Rückstände an den Haaren ließen sich, so seine Aussage, auf die oxidierten Schrauben der Tür zurückführen.

Holzsplitter am Klebeband und an den Haaren des OpfersSplitter
Am Klebeband um Kopf und Haare
25 Splitter
Zwischen Klebeband und Haaren
5 Splitter

Daten aus dem Artikeltext

Verteidigung und Anwälte der Familie

Die Anwälte der Familie des Opfers, Antonio Iafrate und Federica Nardoni, erklärten, die Aussage stütze den Vorwurf, dass die 18-Jährige die Kaserne betreten und nie wieder verlassen habe. Sie verwiesen zudem auf die Heizkesselfarbe als Beleg dafür, dass sie sich im Inneren aufgehalten habe. Fabio Quadrini, Verteidiger der Familie Mottola, sah es anders und wies die Darstellung des Gutachters zurück:

„Wir haben einen weiteren Versuch erlebt, die Fakten der Theorie anzupassen statt die Theorie den Fakten.“

Fabio Quadrini

Quadrini argumentierte zudem, der Berater habe sich selbst widersprochen, und die Tür sei nicht der Gegenstand gewesen, der die Verletzung verursacht habe. Franco Mottola hat stets beteuert, er habe die Tür während eines Streits mit seinem Sohn Marco mit einem Schlag der offenen Hand beschädigt.

Hintergrund und die These der Anklage

Die 18-Jährige verschwand am 1. Juni 2001 aus Arce in der Provinz Frosinone, ihre Leiche wurde zwei Tage später in einem Wald bei Fonte Cupa gefunden. Die Hypothese der Staatsanwaltschaft lautet, dass Marco Mottola ihren Kopf während eines Streits gegen die Tür schlug, sie bewusstlos machte, sie anschließend erstickte und im Wald ablegte. Die Gutachter der Staatsanwaltschaft erklären, die Beweise belegten, dass sie sich in der Kaserne befand, bevor die Leiche in den Wald gebracht wurde. Die drei Angeklagten wurden in dem früheren Verfahren freigesprochen; der Kassationsgerichtshof hob dieses Urteil später auf und ordnete eine neue Berufungsverhandlung an.

Wie es weitergeht

Die Berufungsneuverhandlung wird mit widerstreitenden Gutachten der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung fortgesetzt. Das Gericht wird die forensischen Befunde zusammen mit den übrigen Elementen des Falls bewerten. Beide Seiten bleiben uneins über den Wert des im Ermittlungsverfahren gesammelten wissenschaftlichen Materials. In den Artikeln wird kein Urteil genannt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Rom

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