
Ai Tsunoda gewinnt in Baku Spaniens ersten Judo-Weltmeistertitel der Frauen seit 1997
Die 24-Jährige aus Lleida besiegte Michaela Polleres, die Österreicherin, die ihr in Paris 2024 die olympische Bronze-Medaille wegnahm. Spaniens Medaillenbilanz bei den Weltmeisterschaften in Baku steht nun bei vier.
Das Finale in Baku
Ai Tsunoda gewann am Donnerstag bei den Weltmeisterschaften in Baku den Titel in der Klasse bis 70 kg der Frauen und besiegte im Finale die Österreicherin Michaela Polleres. Die 24-Jährige aus Lleida ist laut El Periódico die Tochter eines japanischen Vaters und einer französischen Mutter und lag in ihrer Gewichtsklasse laut Europa Press auf Platz 18 der Weltrangliste. Die auf Platz 13 geführte Polleres hatte Tsunoda bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris die Bronzemedaille weggenommen, wo ein fehlgeschlagener Angriff von Tsunoda ihr nach etwas mehr als 1 Minute und 45 Sekunden einen Punkt ermöglichte. In Baku wartete Tsunoda auf ihre Chance, und das Finale dauerte sieben Minuten und 20 Sekunden. Die Quellen sind sich uneinig, wie es endete. Europa Press und El Periódico beschreiben einen Sieg durch die dritte Shido-Strafe gegen Polleres im Golden Score, während Ouest France von einem Ippon in der Verlängerung berichtet.
Der Weg ins Finale
Laut Europa Press besiegte Tsunoda Sudaba Aghayeva aus Aserbaidschan, Nika Koren aus Slowenien und Sanne van Dijke aus den Niederlanden, um das Viertelfinale zu erreichen. In der Hoffnungsrunde besiegte sie nach zwei Waza-ari-Wertungen Ingrid Nilsson aus Schweden, die auf Platz acht der Weltrangliste steht. Im Halbfinale besiegte sie Aleksandra Andric aus Serbien durch Yuko in einem Kampf, der durch Golden Point entschieden wurde. Ihr Weg zum Kampf um die Goldmedaille ist unten dargestellt.
- Siege gegen Sudaba Aghayeva, Nika Koren und Sanne van Dijke, Einzug ins Viertelfinale
- Besiegt Ingrid Nilsson aus Schweden, auf Platz acht geführt, nach zwei Waza-ari
- Besiegt Aleksandra Andric aus Serbien durch Yuko beim Golden Point
- Besiegt Michaela Polleres nach sieben Minuten und 20 Sekunden, entschieden durch die dritte Shido-Strafe
Aharón Santamaría, der andere spanische Teilnehmer am Donnerstag, schied in der ersten Runde gegen Daniiar Melisov aus Kirgisistan aus.
Spaniens Medaillenbilanz
Spaniens vier Medaillen in Baku sind eine Goldmedaille, gewonnen von Tsunoda, zwei Silbermedaillen von Ariane Toro (-54 kg) und David García Torné (-66 kg) sowie eine Bronzemedaille von Ayumi Leiva (-52 kg). Laut Europa Press liegt Spanien im Medaillenspiegel auf Platz zwei hinter Japan, das 10 Medaillen hat, davon sieben goldene. Es bleiben zwei Tage mit Einzelwettbewerben sowie der Teamwettbewerb am Sonntag.
- Gold
- 1 Medaillen
- Silber
- 2 Medaillen
- Bronze
- 1 Medaillen
Form und Hintergrund
Vor Baku war Tsunodas bestes Saisonergebnis Bronze beim Paris Grand Slam im Januar, und sie war unter den Top-Teilnehmerinnen des Feldes nicht gesetzt. Sie hatte auch knapp Bronze bei den Weltmeisterschaften in Budapest und bei den Spielen in Paris verpasst, und ihre Europameisterschafts-Bronzemedaille 2024 war vor Donnerstag ihre einzige große internationale Medaille. Laut Ouest France hatte sie vor diesem Sieg drei Junioren-Weltmeistertitel inne. Ihr Vater, Go Tsunoda, ist Judotrainer, und ihre Mutter, Céline Roustant, war 2011 spanische Meisterin. Tsunoda wuchs mit Training in dem Dojo auf, das ihre Eltern in Lleida eröffneten.


