Regierung · Washington

Trump weist Justizministerium an, nach der Niederlage bei den Zwischenwahlen gegen Demokraten zu ermitteln

Am Samstag, 7. November, ordnete Trump Ermittlungen gegen Demokraten wegen angeblicher Drohungen an, während die Republikaner nach der Niederlage bei den Zwischenwahlen über eine Zukunft ohne ihn beraten – die Demokraten übernehmen im Januar den Kongress.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Neue Zürcher Zeitung, Handelsblatt, Blick.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Zwischenwahlen; die Demokraten gewinnen die Mehrheiten im Kongress, die im Januar wirksam werden
  2. 4.11.Nate Silver sagt im Podcast Still Counting, Trump könnte zurücktreten
  3. 6.11.Trump ersetzt Stabschefin Susie Wiles durch Stephen Miller
  4. 7.11.Trump ordnet eine Untersuchung der Demokraten durch das Justizministerium an und stellt sich in Alaska hinter Dan Sullivan

Trump ordnet eine Untersuchung der Demokraten durch das Justizministerium an

Am Samstag, 7. November, schrieb Donald Trump auf Truth Social, er habe Justizminister Todd Blanche angewiesen, Ermittlungen gegen demokratische Politiker einzuleiten, und warf ihnen vor, vielen unschuldigen Menschen Drohbriefe geschickt zu haben. Die geplanten Untersuchungen der Demokraten nannte er Erpressung und bezeichnete das Verhalten als kriminelle Handlung, ohne Belege vorzulegen, so das Handelsblatt. Der demokratische Senator Richard Blumenthal hatte World Liberty Financial und Spender des Ballsaals im Weißen Haus angeschrieben und um freiwillige Antworten auf Anfragen bis zum 4. Januar gebeten; Trump behauptete, die Demokraten hätten republikanischen Spendern mit Gefängnis gedroht. Am selben Tag veröffentlichte Trump den Beitrag, der republikanische Amtsinhaber Dan Sullivan solle zum Sieger der Senatswahl in Alaska erklärt werden, die weiterhin offen ist und bei der die Demokratin Mary Peltola knapp vorne liegt. Trump hatte zuvor erklärt, er werde das Ergebnis der Zwischenwahlen akzeptieren und könne mit den Demokraten zusammenarbeiten, die ab Januar in beiden Kammern die Mehrheit stellen.

Die Republikaner wägen eine Zukunft ohne Trump ab

Die Republikanische Partei steht nach ihrer Niederlage am Dienstag, 3. November, vor einer Abrechnung, und die ersten möglichen Nachfolger bringen sich bereits in Stellung, so die NZZ. Ron DeSantis, Floridas scheidender Gouverneur, sagte am Wahltag, kein gewählter Amtsträger dürfe von seinem Amt profitieren, und machte die Verzögerung des Justizministeriums bei der Veröffentlichung der Epstein-Akten für das Ergebnis verantwortlich; er nannte es eine Rüge an den Präsidenten und den Kongress. Ted Cruz kritisierte Trumps Zölle und den Krieg im Iran als Gründe für die Rüge, während JD Vance auf X zu dem Schluss kam, der Iran-Krieg sei die Ursache. Die NZZ merkt an, dass alle drei Trump nur vorsichtig kritisieren, weil er Präsident und der mächtigste Republikaner bleibt.

Personalwechsel und die Frage Hegseth

Am Freitag, 6. November, ersetzte Trump Stabschefin Susie Wiles, 69, durch Stephen Miller, den Hardliner-Berater, der als Architekt von Trumps Massenabschiebungspolitik gilt. Die NZZ berichtet, Verteidigungsminister Pete Hegseth könnte ein vom Republikaner Thomas Massie aus Kentucky angestrengtes Amtsenthebungsverfahren drohen, und es seien genügend Stimmen dafür vorhanden. Dem Bericht zufolge würde Trump Hegseth wahrscheinlich vorher zum Rücktritt drängen, und Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, müsse sich für die gescheiterte Kriegsführung im Iran verantworten. Blick berichtet zudem, ein vorzeitiger Abgang von Außenminister Marco Rubio sei erörtert worden, ohne Bestätigung.

Nate Silvers Rücktrittsbehauptung

Der Wahlprognostiker Nate Silver sagte in der Nacht zum Mittwoch, 4. November, im Podcast Still Counting, er habe eine seltsame Ahnung, Trump könnte bald zurücktreten. Silver argumentierte, Trump habe seine zentrale Machtquelle verloren, die Angst seiner Partei vor ihm, und könnte in eine Phase der Lähmung als Lame Duck geraten. Blick und der Standard betonen, Silver habe keine Daten oder Insiderinformationen geliefert, seine Sicht sei ein persönlicher Gedanke und keine Prognose, und ein freiwilliger Abgang würde Trumps Karriere widersprechen. Watson ergänzt, Silver habe Isolation als gefährlich für Trump bezeichnet, während Trumps jüngste Schritte, darunter die Ernennung Millers, auf eine Radikalisierung der Politik statt auf eine Machtübergabe hindeuteten.

Fox News und die Mediendebatte

Blick berichtet, Tucker Carlson, rechter Podcaster und früherer Fox-News-Star, sage, die Ära seines früheren Arbeitgebers sei vorbei. Er argumentiere, der Sender habe Trump durch eine gezielte Kampagne in den Iran-Krieg gedrängt, was das MAGA-Lager als dessen Hauptsünde betrachte. Michael Dougherty beschreibt in der konservativen National Review das Ende des Fox-News-Republikanismus und sieht in Trump die Vollendung einer populistischen Bewegung, die George W. Bush bereits getragen habe. Blick argumentiert, in fragmentierten Podcast- und Influencer-Publika belohne Aufmerksamkeit Unterscheidung statt Zusammenhalt. Carlson und Megyn Kelly erreichten ihr Publikum heute über eigene Kanäle.

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