Trump sagt, Iran werde mit eingefrorenen Vermögenswerten für Schäden an Schiffen zahlen, während US-Angriffe in die 13. Nacht gehen
US-Präsident Donald Trump kündigte auf Truth Social an, dass Schäden an Schiffen und Fracht im Konflikt um die Straße von Hormus aus eingefrorenen iranischen Vermögenswerten kompensiert werden, während die US-Luftangriffe auf den Iran die 13. Nacht in Folge andauern.
Trumps Ankündigung
Der US-Präsident Donald Trump erklärte am 23. Juli, dass sämtliche Schäden an Schiffen und Fracht im andauernden Konflikt um die Straße von Hormus aus den eingefrorenen iranischen Vermögenswerten der USA kompensiert würden. Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete Trump die Maßnahme als „faires und gerechtes Verfahren“, nannte jedoch keinen rechtlichen Mechanismus zur Beschlagnahmung der Gelder. Die Ankündigung erfolgte nach Wochen eskalierender Feindseligkeiten, die Anfang Juli begannen, als iranische Kräfte auf Handelsschiffe in der Straße – einer kritischen Ader für den globalen Öltransport – feuerten. Der Präsident erwähnte die Straße von Hormus in seinem Beitrag nicht explizit, doch der Kontext war angesichts der jüngsten Angriffe auf die Schifffahrt eindeutig. Die USA kontrollieren Milliarden Dollar an iranischen Vermögenswerten, die im Rahmen verschiedener Sanktionsregime eingefroren sind, allerdings ist unklar, wie diese Gelder rechtlich an private Kläger umgeleitet werden könnten.
Es ist ein faires und gerechtes Verfahren.
Militärische Eskalation
Das US-Militär leitete in der Nacht zum 23. Juli eine neue Welle von Luftangriffen auf den Iran ein – die 13. Nacht in Folge von Angriffen, die darauf abzielen, weitere Attacken auf Handelsschiffe und Seeleute zu verhindern. Die Operation begann um 18:45 Uhr US-Ostküstenzeit (2:15 Uhr Ortszeit im Iran am 24. Juli), so eine Erklärung des US-Zentralkommandos (Centcom). Die Angriffe sind Teil einer breiteren Kampagne, die sich verschärfte, nachdem iranische Kräfte zu Beginn des Monats Handelsschiffe in der Straße angegriffen hatten. Centcom erklärte, die Angriffe dienten dazu, die Fähigkeit des Iran zu beeinträchtigen, den Seeverkehr zu bedrohen.
- Iranische Streitkräfte eröffnen das Feuer auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und verschärfen den Konflikt.
- Trump kündigt auf Truth Social an, dass Schäden an Schiffen aus eingefrorenen iranischen Vermögenswerten bezahlt werden.
- USA beginnen die 13. Nacht in Folge mit Luftangriffen auf den Iran, so das US-Zentralkommando.
- Kuwait fängt Raketen und Drohnen ab; der Golf-Kooperationsrat und Jordanien verurteilen die Angriffe auf zivile Infrastruktur.
Regionale Auswirkungen
Kuwaits Luftabwehr fing Raketen und Drohnen aus dem Iran ab, wobei die Behörden die Explosionsgeräusche erfolgreichen Abfangmanövern zuschrieben. Die der Revolutionsgarde nahestehende iranische Nachrichtenagentur Tasnim behauptete, das Ziel sei ein auch von der US-Luftwaffe genutzter Militärstützpunkt gewesen, was jedoch unabhängig nicht überprüft werden konnte. Kuwait gehört zu den Golfstaaten, die in den letzten Tagen am stärksten von iranischen Gegenangriffen betroffen waren, so eine gemeinsame Erklärung, die der Golf-Kooperationsrat (GCC) und Jordanien am Donnerstag veröffentlichten.
Der GCC, dem Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate angehören, verurteilte gemeinsam mit Jordanien die iranischen Angriffe. Die Gruppe hob Angriffe auf Bürger und zivile Infrastruktur hervor, darunter Wasserentsalzungsanlagen und Flughäfen, und forderte ein Ende der Feindseligkeiten. In der Erklärung wurde betont, dass die Golfstaaten besonders von iranischen Vergeltungsmaßnahmen betroffen seien.
Wirtschaftlicher Druck
Der Iran hat die Straße von Hormus erneut geschlossen, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, so ein Bericht des Spiegel. Die Sperrung ist die jüngste in einer Reihe von Unterbrechungen, die die Wasserstraße seit Beginn des Konflikts belasten. Als Reaktion beschleunigen mehrere Golfstaaten die Arbeit an alternativen Handelsrouten, um den Engpass zu umgehen. Der US-Plan zur Beschlagnahmung von Vermögenswerten könnte die bereits angespannten Finanzen des Iran weiter erschweren, auch wenn die praktischen und rechtlichen Hürden erheblich bleiben.

