
AfD wins 44.4% in Saxony-Anhalt state election as CDU vote falls to 18.4%
The far-right Alternative for Germany won 44.4% of the vote in Saxony-Anhalt on Sunday, outpacing the Christian Democrats by 26 points and triggering political reactions across Europe.
Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt
Die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) belegte am Sonntag im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt den ersten Platz und erhielt laut Hochrechnungen 44,4% der Stimmen. Damit lag die Partei 26 Prozentpunkte vor der Christlich Demokratischen Union (CDU) von Bundeskanzler Friedrich Merz, die mit 18,4% auf dem zweiten Platz landete. Die Linkspartei Die Linke wurde mit 9,3% Dritte, gefolgt von den Grünen mit 8,7%, der Sozialdemokratischen Partei (SPD) mit 8,4% und der BSW mit 5,0%. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 78% im gesamten Bundesland mit 2,1 Millionen Einwohnern. Der 35-jährige Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wandte sich nach Veröffentlichung der Prognosen an seine Anhänger.
Dies ist ein außergewöhnlicher Tag für unsere Heimat und für unsere Bewegung.
- AfD
- 44.4 %
- CDU
- 18.4 %
- Die Linke
- 9.3 %
- Grüne
- 8.7 %
- SPD
- 8.4 %
- BSW
- 5 %
Regierungsbildung und politisches Programm
Der Landtag in Magdeburg umfasst 83 Sitze, sodass 42 Sitze für eine absolute Regierungsmehrheit erforderlich sind. Siegmund erklärte, dass die Partei bei ihren Kernforderungen keine Kompromisse eingehen werde, um an die Macht zu gelangen, während die etablierten Parteien weiterhin eine Koalition mit der AfD ausschlossen. Das Parteiprogramm in Sachsen-Anhalt fordert die Abschiebung von Migranten ohne legalen Status durch Remigration, den Austritt aus dem Euro, die Einrichtung getrennter Schulklassen für behinderte Kinder und Nicht-Deutsche, die Kürzung der Mittel für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie die Änderung der Lehrpläne zur NS-Zeit. Eine Recherche der Welt ergab, dass vier Berater und Programmmitarbeiter von Siegmund zuvor der Heimattreuen Deutschen Jugend angehörten, einer 2010 vom Bundesinnenministerium verbotenen Organisation.
Mit mir werdet ihr niemals Kompromisse bei unseren Werten im Namen der Macht sehen.
Europäische und internationale Reaktionen
Internationale Persönlichkeiten und europäische Spitzenpolitiker reagierten umgehend auf den Wahlausgang in Magdeburg. Der französische Europaminister Benjamin Haddad bezeichnete das Wahlergebnis als einen kritischen Moment für den Kontinent und forderte die etablierten Parteien auf, die Sorgen der Bevölkerung direkt anzusprechen.
Wir müssen dem Zorn, den Sorgen, den Ängsten mit Demut zuhören und darauf reagieren.
In Italien sorgte der Ausgang für Spannungen innerhalb der Regierungskoalition. Vizepremier Matteo Salvini gratulierte der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel und bezeichnete die Wahl als Ausübung der Demokratie, während Außenminister Antonio Tajani die AfD als unvereinbar mit westlichen liberalen Werten verurteilte. General Roberto Vannacci feierte das Ergebnis, während Ministerpräsidentin Giorgia Meloni keine öffentliche Stellungnahme abgab. Außerhalb Europas postete US-Präsident Donald Trump einen Screenshot der Wahlprognosen auf Truth Social, und der russische Präsidentengesandte Kirill Dmitriev lobte die AfD-Leistung. Tech-Manager Elon Musk gratulierte Weidel in den sozialen Medien, woraufhin Siegmund eine Botschaft veröffentlichte, in der er die künftige Zusammenarbeit mit ihm begrüßte.
Auswirkungen auf Bundesebene und anstehende Wahlen
Der Ausgang in Sachsen-Anhalt folgt auf regionale Verschiebungen in Ostdeutschland und geht den bevorstehenden Wahlen im Stadtstaat Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern voraus, die für den 20. September 2026 angesetzt sind. Die CDU von Merz verlor im Vergleich zu früheren regionalen Ergebnissen die Hälfte ihres Stimmenanteils, was neuen Druck auf seine bundespolitische Führung in Berlin ausübt. Die Europäische Union bereitet sich zudem auf allgemeine Wahlen in Italien, Spanien, Griechenland, Polen und Frankreich im Jahr 2027 vor. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk kritisierte inländische politische Persönlichkeiten in Warschau, die das Ergebnis der deutschen rechtsextremen Partei feierten, während der ehemalige ungarische Ministerpräsident Viktor Orban warnte, dass weitere politische Verschiebungen auf dem Kontinent folgen würden.


