Wahlen · Washington, D.C.
Republikaner verlieren beide Kammern, während Trump sich nach der Midterm-Niederlage dem Ballsaal widmet
Die Republikaner haben bei den Midterms am 3. November ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat verloren, und einige Parteistrategen fordern nun von Trump eine Kursänderung. Sein erster öffentlicher Auftritt danach war ein Rundgang über die Baustelle des Ballsaals im Weißen Haus.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, Handelsblatt, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Republikaner haben bei den Midterms am 3. November ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat verloren. Watson meldete Verluste von mindestens 7 Senatssitzen und mindestens 40 Sitzen im Repräsentantenhaus, darunter in Texas, South Carolina und Mississippi.
Berater forderten eine Neuaufstellung des Personals im Weißen Haus und ein Ende des Iran-Kriegs und der Zölle. John Feehery warnte, Trump werde zur lame duck, und Fokusgruppen in Michigan und Iowa zeigten Besorgnis.
Trump gab zu, dass der Krieg mit dem Iran zu den Verlusten beigetragen habe, und sagte zugleich, er habe mit deutlich stärker steigenden Ölpreisen gerechnet. Auf die Frage, ob der Verlust des Senats es wert gewesen sei, antwortete er mit Ja.
Auf der Ballsaal-Baustelle sprach Trump am Mittwoch, 4. November, je nach Bericht geschätzt 20 bis 30 Minuten, bevor er zur Wahl befragt wurde. Dem Projekt war der Abriss des Ostflügels vorausgegangen.
JD Vance machte den Iran-Krieg für die Verluste verantwortlich und schrieb, wütende Wähler sollten ihre Wut nutzen, um das Land zu retten. Trump sagte, Vance werde vielleicht nicht kandidieren, und Marc Short sagte, die Niederlage helfe Vance nicht.
- 3.11.Midterm-Wahlen: Die Republikaner verlieren ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat
- 3. November, spätabendsTrump sagt Fox News, er sehe das Ergebnis nicht als Angriff auf sich
- 4.11.Erster öffentlicher Auftritt seit der Wahl, auf der Ballsaal-Baustelle des Weißen Hauses
Republikaner verlieren beide Kammern
Die Republikaner haben bei den am Dienstag, 3. November 2026, abgehaltenen Midterm-Wahlen ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat verloren und überlassen den Demokraten die Kontrolle über den Kongress. Watson meldete einen Verlust von mindestens 7 Senatssitzen und mindestens 40 Sitzen im Repräsentantenhaus, wobei die Partei auch in republikanischen Hochburgen wie Texas, South Carolina und Mississippi verlor. Laut einer großen Wählerumfrage, die das Handelsblatt zitiert, war die Unzufriedenheit mit Trumps Politik und insbesondere mit den im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg steigenden Kraftstoffpreisen ein zentraler Grund für die Niederlage. Trumps Amtszeit soll im Januar 2029 enden, und die Demokraten dürften ihm die verbleibende Zeit im Amt erschweren.
Vance und die Nachfolgefrage
Vizepräsident JD Vance, der weithin als wahrscheinlicher politischer Erbe Trumps gilt, hatte sich bereits von Trump distanziert und den Iran-Krieg für die Verluste verantwortlich gemacht. In einer schriftlichen Erklärung sagte er, viele Wähler, die ihn und Trump zwei Jahre zuvor unterstützt hätten, seien wütend, und er forderte sie auf, diese Wut zu nutzen, um das Land zu retten. Eine von ihm zitierte Umfrage ergab, dass enttäuschte Wähler ein Ende des Iran-Kriegs, einen Fokus auf Lebenshaltungskosten und Inflation, „America first“ und eine Änderung der Beziehungen zu Israel wollten. Trump spielte Vances Chancen herunter und sagte, Vance werde vielleicht nicht kandidieren, und er wisse nicht, wer es tun werde. Auch Außenminister Marco Rubio wurde als möglicher Kandidat genannt. Marc Short, ehemaliger Stabschef von Mike Pence, sagte, die Niederlage helfe Vances Sache nicht und könne ihr sogar schaden.
Strategen fordern Kurswechsel
Republikanische Strategen und Berater verlangten eine Neuaufstellung des Personals im Weißen Haus, mehr Disziplin und ein Ende umstrittener Politikfelder wie des Iran-Kriegs und der Zölle. John Feehery bezeichnete das Ergebnis als Katastrophe für Trump, sagte, dieser müsse sein Haus in Ordnung bringen, und warnte, Trump werde mit jedem weiteren Tag mehr zur lame duck. Ein weiterer Parteiberater warnte vor einer erneuten Niederlage bei der nächsten Wahl, falls Trump an seinen derzeitigen Themen festhalte. Laut einem Berater zeigten Fokusgruppen für umkämpfte Senatssitze in Michigan und Iowa eine wachsende Besorgnis. Mehr republikanische und unabhängige Wähler sollen sich demnach gegen Trumps Fokus auf den Ballsaal im Weißen Haus und die Renovierungsarbeiten in Washington ausgesprochen haben.
Trumps erster Auftritt nach der Wahl
Trumps erster öffentlicher Auftritt nach der Wahl folgte am Mittwoch, 4. November, als er Journalisten zur Baustelle des Ballsaals im Weißen Haus einlud. Für das Ballsaal-Projekt war der Ostflügel abgerissen worden, und das Handelsblatt nannte zudem einen stark umstrittenen Triumphbogen und die Renovierung eines traditionsreichen Golfplatzes in Washington unter seinen Bauprojekten. Wie lange er sprach, wird unterschiedlich berichtet, mit Schätzungen von knapp 20 Minuten und knapp 30 Minuten. Die Wahl erwähnte er zunächst nicht. Erst auf die Frage eines Reporters räumte er ein, dass der Krieg mit dem Iran zu den republikanischen Verlusten beigetragen habe, verteidigte den Konflikt aber als notwendig, weil er mit deutlich stärker steigenden Ölpreisen gerechnet habe. Auf die Frage, ob der Verlust des Senats es wert gewesen sei, antwortete er mit Ja und sagte, er habe keine andere Wahl gehabt. Fragen von Reportern zu einer möglichen Amtsenthebung durch die Demokraten unterbrach er.
Trumps Ton gegenüber den Demokraten
In einem Interview mit Fox News am späten Dienstagabend sagte Trump, er sehe den Sieg der Demokraten nicht als Angriff auf sich. Er gratulierte den Demokraten zu ihrer guten Arbeit und sagte, er werde bei vielen Themen mit der neuen Mehrheit zusammenarbeiten und sein Veto nur einlegen, wenn deren Vorschläge zu extrem seien. In einer ersten Reaktion schloss er zudem eine Kabinettsumbildung aus und sagte, sein Name habe nicht auf dem Stimmzettel gestanden. Am Mittwoch sagte er, er werde wohl gut mit den Demokraten auskommen, solange diese nicht Zwietracht säen wollten. Die Demokraten erklärten, sie wollten die Belastung für Amerikaner verringern, die mit teuren Lebensmitteln oder hohen Zinsen zu kämpfen haben, und das geschäftliche Gebaren der Regierung unter die Lupe nehmen.
Wählerzorn und offene Fragen
Reinhard Keck, FOCUS-Journalist, der aus Washington berichtet, sagte, die Niederlage sei noch härter ausgefallen als von vielen Prognosen vorhergesagt, nachdem er mit Wählern bei Wahlabend-Partys gesprochen habe. Unter ihnen seien frühere Trump-Anhänger gewesen, die diesmal die Demokraten gewählt hätten. Ein junger Anwalt habe ihm gesagt, er habe in seinem Leben bisher nur Trump gewählt, auch diesmal, und das Ergebnis als Blutbad bezeichnet. Keck sagte, die Wähler seien beunruhigt über den Nahen Osten, eine mögliche Normalisierung der Beziehungen zu Russland und die hohen Lebenshaltungskosten, die Geringverdiener am härtesten träfen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Der TagesspiegelRepublikaner nach Zwischenwahlen in Panik: "Wenn Trump die nächsten zwei Jahre damit verbringt, über denselben Scheiß zu reden ...
- HandelsblattMidterms: Vance sucht nach Wahldebakel Distanz zu Trump
- Spiegel OnlineDonald Trump und sein Ballsaal: Präsident schwärmt trotz Wahldebakel
- N-tvNach dem Wahldebakel: Trump schwärmt vom Ballsaal, als wäre nichts gewesen
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Partei bei den Midterms 2026 Repräsentantenhaus und Senat verlor
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der als wahrscheinlicher politischer Erbe Trumps gilt und den Iran-Krieg für die Verluste verantwortlich machte
- John Feehery
- Republikanischer Stratege, der das Ergebnis als Katastrophe für Trump bezeichnete
- Marc Short
- Ehemaliger Stabschef von Vizepräsident Mike Pence, der sagte, die Niederlage helfe Vance nicht
- Marco Rubio
- Außenminister, der als möglicher Präsidentschaftskandidat genannt wurde
- Orte
- Washington, D.C., Texas
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