
Trump verhängt Handelsblockade gegen Spanien und erklärt Iran-Abkommen für 'beendet' beim NATO-Gipfel in Ankara
Beim NATO-Gipfel in Ankara ordnete Präsident Trump einen vollständigen Stopp des US-Handels mit Spanien an, bezeichnete Madrid als 'schrecklichen Partner' und erklärte die vorübergehende Waffenruhe mit Iran für beendet, während US-Streitkräfte über Nacht neue Angriffe starteten.
Angespannter NATO-Gipfel
Am 8. Juli 2026 gab US-Präsident Donald Trump während des NATO-Gipfels in Ankara zwei bedeutende Ankündigungen bekannt. An der Seite von NATO-Generalsekretär Mark Rutte wies er Finanzminister Scott Bessent an, den gesamten Handel mit Spanien sofort einzustellen, und bezeichnete das Land als 'schrecklichen Partner' im Bündnis. Wenig später erklärte er die vorübergehende Waffenruhe mit Iran für tot.
Ich will keinen Handel mit ihnen, klar? Kümmern Sie sich sofort darum. Reden Sie nicht einmal mit ihnen. Sie sind hoffnungslos. Sie sind böse Menschen.
Die Waffenruhe mit Iran bricht zusammen
Trumps Äußerungen zum Iran erfolgten nach einer Nacht erneuter US-Angriffe. US-Streitkräfte trafen über 80 Ziele im Iran mit Präzisionsmunition, als Reaktion auf iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Die 60-tägige Waffenruhe, die von Pakistan vermittelt worden war, war bereits gescheitert, als indirekte Gespräche in Katar letzte Woche ohne Fortschritte endeten.
Ich denke, es ist vorbei. Ich will nichts mit ihnen zu tun haben. Sie sind Abschaum. Sie sind kranke Menschen. Sie werden von kranken Menschen geführt. Für mich ist es Zeitverschwendung, mit ihnen zu reden.
Trump beschuldigte die iranischen Führer außerdem, 54.000 Demonstranten getötet zu haben, und nannte sie 'Lügner, Betrüger und kranke Menschen'. Er fügte hinzu: 'Sie sind wie Krebs, und man schneidet Krebs heraus.' Der Iran warnte sofort vor einer 'vernichtenden' Antwort und erklärte, dass er keine Einmischung in die Verwaltung der Straße von Hormus zulassen werde.
- Indirekte US-Iran-Gespräche in Katar enden ohne Fortschritte.
- USA starten neue Angriffe auf Iran, treffen über 80 Ziele.
- Trump ordnet Stopp des gesamten Handels mit Spanien an und erklärt Waffenruhe mit Iran für beendet.
- Spanien reagiert gelassen, weist darauf hin, dass Handelsabkommen auf EU-Ebene sind und die USA einen Handelsüberschuss erzielen.
- Iran warnt vor 'vernichtender' Antwort, sagt, es werde keine Einmischung in die Straße von Hormus zulassen.
Spaniens gelassene Reaktion
Die spanische Regierung unter Premierminister Pedro Sánchez reagierte gelassen. Beamte wiesen darauf hin, dass Handelsabkommen auf EU-Ebene und nicht bilateral ausgehandelt werden, und stellten fest, dass die Vereinigten Staaten tatsächlich einen Handelsüberschuss mit Spanien erzielen, mehr exportieren als importieren. Spanische Medien hoben hervor, dass dieser Überschuss Trumps Behauptung widerlegt, Spanien 'mache so viel Geld mit uns'.
Unser Land pflegt ausgezeichnete soziale, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen zu den USA, und wir haben nicht vor, daran etwas zu ändern.
Spanien ist schon lange Ziel von Trumps Zorn. Es ist das einzige NATO-Mitglied, das sich offen weigert, die Verteidigungsausgaben auf 5% des BIP zu erhöhen, und darauf besteht, dass der derzeitige Stand von 2,1% ausreichend ist. Madrid verweigerte Washington zudem die Nutzung seines Luftraums und seiner Militärstützpunkte für Operationen gegen den Iran – eine Entscheidung, die das Weiße Haus erzürnte.
Unterliegende Spannungen
Die USA unterhalten zwei große Stützpunkte in Spanien – die Marinestation Rota und den Luftwaffenstützpunkt Morón – im Rahmen eines Abkommens aus dem Jahr 1953. Trump hat zuvor mit Zöllen, einer Handelsblockade und sogar dem Ausschluss aus der NATO gedroht. Die jüngste Eskalation ist das erste Mal, dass ein US-Präsident einen vollständigen Handelsstopp mit einem NATO-Verbündeten während eines Gipfels angeordnet hat. Die beiden Krisen drohen die Einheit der NATO zu sprengen und den Konflikt im Nahen Osten zu eskalieren, wobei Irans Drohung einer 'vernichtenden' Antwort Ängste vor einem größeren Krieg schürt.


