Sicherheit · Washington, Brüssel und Berlin
Trump deutet großes Ukraine-Abkommen mit Moskau an, Berlin und Warschau fordern europäischen Sitz
Nach einem nicht angekündigten Treffen im Weißen Haus mit dem Kreml-Berater Kirill Dmitriev sagte Trump, das Abkommen könne ganz Europa betreffen. Berlin, Brüssel und Warschau beharren darauf, dass Europa an den Gesprächen teilnehmen muss.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von stern.de, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Donnerstag, 5. November, sagte Trump nach einem Treffen mit dem Kreml-Berater Kirill Dmitriev im Weißen Haus, es stehe eine „sehr große“ Vereinbarung mit Moskau bevor, die ganz Europa betreffen könne – ohne Details zu nennen.
Der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, nannte vier Punkte, in denen Deutschland und die USA übereinstimmen, darunter die Einbindung der NATO-Partner und eine europäische Beteiligung an den Gesprächen.
Melania Trump warb für einen dauerhaften Waffenstillstand in der Ukraine, verwies auf eine sechstägige Feuerpause in Oleschky Ende Oktober und übergab Dmitriev einen Brief für Wladimir Putin.
Peskow sagte, Gespräche mit den Europäern seien notwendig, und Russland erwarte, dass die EU einen Unterhändler benenne; Moskau sehe keine europäische Bereitschaft, über ein künftiges Sicherheitssystem zu sprechen.
Meloni schrieb an António Costa und bat die EU-Staats- und Regierungschefs, einen Vertreter zu benennen, während Kushner sagte, die Europäer würden zu den für die Woche ab dem 9. November geplanten Gesprächen in Abu Dhabi konsultiert.
Außenminister Radoslaw Sikorski warnte, die US-Unterhändler schätzten Putins Motive falsch ein, und Tusk sagte, Putin könne im Winter weniger Anreize für ein Abkommen haben.
- Nacht vom 5. auf den 6. NovemberBundeskanzler Friedrich Merz telefoniert mit Trump
- 6.11.Berlin erklärt, Gespräche ohne Europa seien nicht zielführend; die EU-Kommission erklärt, die EU müsse über ihre Sicherheit entscheiden
- Woche ab dem 9. November 2026Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi geplant
Trump kündigt ein Abkommen ohne Details an
Am Donnerstag, 5. November, traf US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus mit dem Kreml-Berater Kirill Dmitriev zusammen – ein Treffen, das nicht im Voraus angekündigt worden war. Danach sagte Trump, es stehe eine „sehr große“ Vereinbarung mit Moskau zur Ukraine bevor, eine, die mehr als die Ukraine betreffen und möglicherweise ganz Europa einschließen würde. Details nannte er nicht und sagte, alle würden davon begeistert sein. Die Ankündigung fiel in einen Krieg, der seit mehr als viereinhalb Jahren andauert, und Trump konnte bislang keinen Durchbruch vorweisen. Zudem hatte er zu Hause Kritik für seine Nähe zu Russland geerntet.
Melania Trumps Waffenstillstandsvorstoß und die Antwort des Kremls
Melania Trump richtete im Weißen Haus ein Treffen mit Vertretern Moskaus und Kiews aus, an einem dortigen Empfang nahm Dmitriev teil. Der ukrainische Unterhändler David Arachamia war unter den Anwesenden, während Trump selbst nach eigenen Angaben nicht mit der ukrainischen Delegation zusammentraf. Die First Lady warb für einen „dauerhaften“ Waffenstillstand in der Ukraine und verwies auf eine sechstägige Feuerpause in der russisch besetzten Frontstadt Oleschky in der Region Cherson Ende Oktober, die von einer humanitären Hilfsaktion begleitet wurde. Sie übergab Dmitriev einen Brief für Wladimir Putin, mit dem er nun in Moskau erwartet wird. Der Kreml hat unterdessen die Erwartungen gedämpft. Kreml-Sprecher Peskow sagte, ein Gespräch mit den Europäern sei notwendig, weil die Gespräche die künftige Sicherheit in Europa und gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der Ukraine beträfen, und Russland erwarte, dass die EU einen Unterhändler benenne. Moskau erklärte zudem, auf europäischer Seite bislang keine Bereitschaft zu erkennen, über ein künftiges Sicherheitssystem zu sprechen.
Berlin, Brüssel und Warschau beharren auf europäischer Beteiligung
Am Freitag, 6. November, sagte ein Sprecher der EU-Kommission, über Angelegenheiten, die ihre Sicherheit berührten, entscheide die Europäische Union. Sie fügte hinzu, der Weg zur Beendigung des Krieges sei noch lang, weil Russland bislang wenig Bewegung gezeigt habe. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte in Berlin, Deutschland und die Vereinigten Staaten seien sich in vier Grundpunkten einig: Zuerst müsse der Krieg in der Ukraine enden, danach folgten Gespräche über eine Sicherheitsordnung, ein Abkommen sei erst möglich, wenn alles geklärt sei, und die NATO-Partner müssten mit im Boot sein. Kornelius fügte hinzu, eine eigene Beteiligung Europas sei nötig, weil Gespräche über Europas Sicherheit und über Frieden in der Ukraine Europa im Kern beträfen.
„Verhandlungen über Europas Sicherheit und über einen Frieden in der Ukraine sind aus unserer Sicht ohne europäische Beteiligung nicht zielführend.“
Kornelius sagte außerdem, Bundeskanzler Friedrich Merz habe in der Nacht mit Trump telefoniert. Bei einem Treffen des Ostseerats in Warschau sagte Außenminister Johann Wadephul, Europa müsse integraler Bestandteil der Bemühungen zur Beendigung des Krieges sein.
„Die Zukunft der Ukraine darf nicht ohne die Ukraine entschieden werden, und Europas Sicherheit nicht ohne Europa.“
Warschau und Rom drängen auf eine einzige europäische Stimme
Polens Außenminister Radoslaw Sikorski warnte vor Journalisten, die amerikanischen Unterhändler schätzten Russlands Motive falsch ein. Er argumentierte, Putin gehe es nicht um Abkommen, sondern um die Ausweitung russischer Vorherrschaft über Europa, und der US-Ansatz setze offenbar das Opfer stärker unter Druck als den Aggressor. Tusk warnte, Putin könne im Winter weniger Anreize für ein Abkommen haben, wenn die Bedingungen für die Ukrainer hart seien und Russland seine Verhandlungsposition durch die Zerstörung von Kraft- und Heizwerken stärken könne. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni will, dass die EU-Staats- und Regierungschefs einen gemeinsamen Vertreter benennen, statt die Verhandlungen einzelnen Regierungen zu überlassen, und sie trug dies in einem Brief an den Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa, vor. Der Streit darüber, wer Europa in Abu Dhabi vertritt, ist weiter offen. Kushner sagte, die Europäer würden am Rande konsultiert, und sie würden üblicherweise durch das E3-Format aus Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich vertreten.
Gespräche in Abu Dhabi und offene Fragen
Ukraine-Verhandlungen sind nach Angaben von Kornelius für die Woche ab dem 9. November in Abu Dhabi geplant. Kushner schrieb auf X, die USA hätten am Donnerstag in Brüssel Gespräche mit ukrainischen, NATO- und europäischen Partnern geführt, und nannte Sicherheitsgarantien für die Ukraine und eine breitere europäische Sicherheitsarchitektur als die beiden Grundlagen eines dauerhaften Friedens. Weitere Einzelheiten nannte er nicht, und auch Trump nicht zu dem versprochenen Abkommen. Dmitriev wird mit Melania Trumps Brief in Moskau erwartet, und es bleibt unklar, was das angekündigte Abkommen enthalten würde.
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Quellen und Kontext
- stern.deTrump kündigt "sehr großes" Abkommen mit Moskau zu Ukraine und "ganz Europa" an
- HandelsblattGroßes Abkommen?: Trump kündigt Ukraine-Abkommen an - Kreml dämpft Erwartungen
- Süddeutsche ZeitungTrump kündigt Ukraine-Abkommen an - Kreml dämpft Erwartungen
- Süddeutsche ZeitungKreml dämpft nach Trumps Ankündigung die Erwartungen
- Donald Trump
- US-Präsident, der das geplante Abkommen mit Moskau ankündigte
- Kirill Dmitriev
- Kreml-Berater, der Trump im Weißen Haus traf
- Melania Trump
- First Lady, die ein Treffen mit Vertretern Moskaus und Kiews ausrichtete
- David Arachamia
- Ukrainischer Unterhändler, der am Treffen im Weißen Haus teilnahm
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler, der in der Nacht mit Trump telefonierte
- Johann Wadephul
- Außenminister, der beim Ostseerat in Warschau sprach
- Jared Kushner
- Trump-Berater, der auf X über die Gespräche in Brüssel berichtete
- Radoslaw Sikorski
- Polnischer Außenminister, der vor US-Unterhändlern und russischen Zielen warnte
- Tusk
- Wurde zu Putins Anreizen für ein Abkommen im Winter zitiert
- Peskow
- Kreml-Sprecher, der sagte, Gespräche mit den Europäern seien notwendig
- Giorgia Meloni
- Italienische Ministerpräsidentin, die einen gemeinsamen europäischen Vertreter forderte
- Antonio Costa
- Präsident des Europäischen Rates, der Melanis Brief erhielt
- Vladimir Putin
- Russischer Präsident, der Melanias Trump Brief erhalten soll
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