
Trump empfängt Xi Jinping in Washington – USA und China verlängern Handelswaffenstillstand bis Januar
Der chinesische Präsident Xi Jinping ist am Mittwoch auf der Joint Base Andrews eingetroffen zu einem dreitägigen offiziellen Besuch mit bilateralen Sicherheitsgesprächen und einem Staatsbankett mit Technologieführern.
Ankunft auf dem Rollfeld und offizieller Empfang
Donald Trump und First Lady Melania Trump empfingen am Mittwoch auf der Joint Base Andrews nahe Washington den chinesischen Präsidenten Xi Jinping und seine Frau Peng Liyuan. Der Besuch ist die erste Reise des chinesischen Staatschefs in die US-Hauptstadt seit über einem Jahrzehnt, nach Trumps Staatsbesuch in Peking im Mai. Die Administration bereitete einen offiziellen Empfang mit Ehrenwache, Nationalhymnen und einem Überflug eines B-2-Bombers sowie vier F-22-Kampfjets vor. Am Donnerstag findet im Weißen Haus ein Staatsbankett statt, an dem Kabinettsmitglieder und prominente Technologieführer teilnehmen, darunter Apple-Verwaltungsratsvorsitzender Tim Cook, Nvidia-Chef Jensen Huang und OpenAI-Chef Sam Altman. Am Freitag wird die chinesische Delegation zu einem privaten Tee in der Präsidentenresidenz eingeladen, bevor sie die National Archives besucht, um historische Aufzeichnungen über die bilateralen Beziehungen einzusehen.
Sie haben eine sehr gute Beziehung. Er kommt in unser Hoheitsgebiet, und wir müssen ihn mit größtem Respekt empfangen.
Handelswaffenstillstand bis Januar verlängert
Verhandlungen unter der Leitung von US-Finanzminister Scott Bessent und dem chinesischen Vizepremier He Lifeng führten zu einer Einigung, den bilateralen Handelswaffenstillstand bis mindestens zum 10. Januar zu verlängern und damit das bisherige Auslaufen im November zu verschieben. Die Zollvereinbarung, die ursprünglich im Oktober 2025 nach einer Runde US-Zölle und chinesischer Exportbeschränkungen für Seltene Erden getroffen wurde, hält die derzeitigen Abgaben aufrecht, während die Beamten nach umfassenderen Bedingungen suchen. Der bilaterale Handel zwischen den beiden Volkswirtschaften erreichte in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 350 Milliarden Euro, ein Anstieg von 5 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. Chinesische Handelsbeamte merkten zudem an, dass Arbeitsgruppen gegenseitige Zollsenkungen im Umfang von 30 Milliarden Dollar an Gütern für jede Seite prüfen.
- Durchschnittlicher US-Zoll auf China
- 22 %
- US-Zoll auf chinesischen Stahl und Aluminium
- 40.5 %
- Chinesischer Zoll auf US-Waren
- 10 %
Kernstreitigkeiten und Technologiekontrollen
Die formellen Gespräche im Weißen Haus befassen sich mit den wichtigsten wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und technologischen Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Administrationen. Washington fordert verstärkte chinesische Käufe von US-Agrarprodukten, insbesondere Sojabohnen, sowie formelle Zusagen, das Kopieren heimischer KI-Modelle zu unterlassen. Chinesische Unterhändler drängen auf einen erweiterten kommerziellen Zugang zu fortschrittlichen Halbleiterchips und auf eine Reduzierung der Exportbeschränkungen für Mineralien. Taiwan bleibt ein zentraler Verhandlungspunkt, da Milliarden Dollar an vom Kongress genehmigten US-Waffenverkäufen derzeit auf Trumps Unterschrift warten. Die bilateralen Gespräche umfassen auch chinesische Käufe von iranischem Rohöl und russischen Erdölimporten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
- Ankunft auf der Joint Base Andrews und Begrüßung auf dem Rollfeld durch Donald Trump
- Militärische Zeremonie im Weißen Haus mit Überflug, bilaterale Gespräche und Staatsbankett
- Privater Tee im Weißen Haus und Besichtigung der National Archives
Politische Reaktionen in Washington und Peking
Xi gab über die chinesischen Staatsmedien eine Erklärung ab, in der er betonte, dass Peking und Washington eher Partner als Rivalen sein sollten, und erklärte, dass Chinas Wiederbelebung und die Wiederbelebung der Vereinigten Staaten parallel verlaufen könnten. In Washington stieß die Ankunftszeremonie bei republikanischen Amtsträgern auf unterschiedliche Reaktionen hinsichtlich der hochrangigen Kontakte mit Peking. Senator Roger Wicker, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses des Senats, kritisierte den Umfang des zeremoniellen Empfangs.
Unser Oberbefehlshaber sollte bedenken, dass sein Gast ein brutaler Diktator ist, dessen gewaltiges militärisches Arsenal direkt auf die Vereinigten Staaten gerichtet ist.
Außenminister Marco Rubio verteidigte das Gipfeltreffen bei einer Rede in New York und bezeichnete die direkte Kommunikation zwischen den beiden größten Volkswirtschaften als absolute Notwendigkeit.
Die Vorstellung, dass wir nicht auf höchster Ebene mit ihnen verhandeln würden, ist unverantwortlich. Es ist empörend. Wir müssen es tun.

