
Französischer Trawler Maranello sinkt vor der Küste von Plymouth – zwei Fischer vermisst
Am Samstagabend sank ein französisches Fischereifahrzeug vor der Küste von Plymouth, was eine gemeinsame Rettungsaktion beiderseits des Ärmelkanals auslöste, bei der drei Besatzungsmitglieder gerettet werden konnten, während zwei weiterhin vermisst werden.
Untergang vor der englischen Küste
Der französische Grundtrawler Maranello sank am Abend des Samstags, des 29. August 2026, im Ärmelkanal vor der Küste von Plymouth im Südwesten Englands. Das Fischereifahrzeug war in Saint-Brieuc im Département Côtes-d’Armor in der Bretagne registriert und wurde von der Fischereigesellschaft Eouzan-Travadon betrieben. An Bord befanden sich fünf Besatzungsmitglieder, als das Schiff südwestlich des Leuchtturms Eddystone ernsthafte mechanische Probleme bekam. Nach Angaben der französischen Seebehörden verfing sich ein Fischernetz im Propeller und der Motorvorrichtung, was das Schiff bewegungsunfähig machte und zum Sinken brachte. Die Besatzung sendete kurz nach 18:00 Uhr Ortszeit einen Notruf, als Wasser in das Schiff eindrang.
- Die Maranello sendet einen Notruf südwestlich des Leuchtturms Eddystone
- Ein nahegelegener Trawler aus Saint-Brieuc rettet drei Besatzungsmitglieder, bevor das Schiff sinkt
- Die Küstenwache Ihrer Majestät und die RNLI-Rettungsboote führen eine nächtliche Suche nach zwei vermissten Seeleuten durch
- Französische Falcon 50 und Marineschiff La Garonne schließen sich britischen Suchteams an
Sofortige Rettung von drei Besatzungsmitgliedern
Ein weiterer französischer Fischtrawler, der ebenfalls in Saint-Brieuc registriert war, befand sich zum Zeitpunkt des Notrufs in unmittelbarer Nähe. Die Besatzung des nahe gelegenen Schiffes reagierte sofort und konnte drei der fünf Männer aus dem Wasser ziehen, bevor die Maranello vollständig unterging. Einer der geretteten Fischer hatte sich beim Untergang Verletzungen zugezogen und wurde per Helikopter direkt in ein Krankenhaus in England geflogen. Die beiden anderen geretteten Besatzungsmitglieder wurden nach Plymouth gebracht, um dort medizinisch untersucht und am Kai versorgt zu werden. Zwei Seeleute blieben nach dem Verlust des Schiffes im Wasser vermisst.
- Gerettet
- 3 Personen
- Vermisst
- 2 Personen
Nächtlicher Such- und Rettungseinsatz
Die Such- und Rettungsaktionen begannen am Samstagabend unter der primären Koordination der britischen Seebehörden, darunter die Küstenwache Ihrer Majestät und die Maritime and Coastguard Agency. Britische Rettungsleiter koordinierten in der Nacht Rettungsboote und Suchhubschrauber, die die Gewässer vor der englischen Südküste absuchten.
Die Küstenwache Ihrer Majestät hat die intensiven Suchaktionen über Nacht fortgesetzt und führt sie weiter fort.
Fünfzehn Schiffe aus der umliegenden Seezone beteiligten sich neben den offiziellen Rettungsteams an der Suche. Die operationelle Reaktion in der Anfangsphase umfasste vier Rettungsboote der Royal National Lifeboat Institution und vier Flugzeuge, die zur Ortung der beiden vermissten Fischer eingesetzt wurden.
Gemeinsame Mobilisierung beiderseits des Kanals
Die Suchaktion über den Ärmelkanal hinweg wurde am Sonntagmorgen mit speziellen militärischen und zivilen Mitteln fortgesetzt, die sowohl vom Vereinigten Königreich als auch von Frankreich bereitgestellt wurden. Die französische Marine entsandte ein Seeaufklärungsflugzeug vom Typ Falcon 50, während das französische Marineschiff La Garonne neben mehreren französischen Fischerbooten an den Suchrastern auf der Meeresoberfläche teilnahm.
Das in der Gegend derzeit eingesetzte System umfasst die französische Marine Falcon 50 sowie zwei Rettungsboote und zwei britische Flugzeuge.
Die französischen Behörden stimmten ihre Unterstützung über die Regionalen operativen Überwachungs- und Rettungszentren mit den britischen Rettungsleitern ab. Da starke Gezeitenströmungen im westlichen Ärmelkanal die vermissten Fischer in Richtung offenen Atlantik zu treiben drohten, übernahm die Atlantik-Präfektur am Sonntag die Verantwortung für die Überwachung und Nachverfolgung der laufenden Suchmission.


